Peter Schiff auf der Blockchance 23 “Niemand braucht Bitcoin”

Selbstsicher sitzt Peter Schiff auf der Bühne der Blockchance 23. Der Bitcoin-Kritiker liefert sich einen Schlagabtausch mit Olga Feldmeier, die das “digitale Gold” verteidigt. Das Publikum ist außer sich.

Dominic Döllel
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Peter Schiff (links) auf einer Krypto-Konferenz? Dabei gilt er doch als großer Bitcoin-Kritiker

Beitragsbild: Eva Stepkes | PIABO

| Peter Schiff (links) auf einer Krypto-Konferenz? Dabei gilt er doch als großer Bitcoin-Kritiker

In die goldenen Hallen der Bitcoin-Gegner hat es Peter Schiff längst geschafft. Neben Investorenlegende Warren Buffett bleibt er seiner Ideale treu und will weiterhin ehrgeizig über Bitcoin aufzuklären. “Gold ist besser als Bitcoin”, so das Leitmotiv des Ökonomen. Als Teil einer Diskussion auf der BLOCKCHANCE 23 vertritt er diese Meinung vehement und argumentiert, warum Bitcoin kein Wertespeicher sei. Ob er mit der entrüsteten Reaktion des Publikums gerechnet hat? Schließlich befindet sich Peter Schiff in der Höhle des Löwen – einer Krypto-Konferenz.

“Meine einzige Beteiligung bestand darin, Bitcoin zu kritisieren”, erklärt er sachlich. Anschließend gibt Schiff zu, einen Nutzen für Orange Coin gefunden zu haben: Goldbarren-Bilder über das Ordinals-Protkoll zu erstellen. Nach einer Analyse der aktuellen Inflation stellen die Diskussionsteilnehmer fest: Gold ist eine Absicherung gegen die Preissteigerung. Bitcoin, dem ebenfalls eine Funktion als Wertespeicher zugeschrieben wird, habe den Test gegen die Inflation nicht bestanden. Ein Blick auf die historische Preisentwicklung überzeugt allerdings vom Gegenteil.

Bitcoin versus Gold: Schlagabtausch mit Peter Schiff

Anschließend beschreibt Peter Schiff, wieso institutionelle Investoren eher Gold als Bitcoin kaufen würden. Nach einem Vortrag über die Zusammenhänge des Edelmetalls mit Sojabohnen, Weizen und Öl kommt er zum Fazit: “Bitcoin hat keinen Nutzen in der echten Welt.” Durch den Saal geht ein Raunen – die anwesenden Krypto-Enthusiasten sind anderer Meinung.

Gegenwind kommt von Olga Feldmeier, der Mitgründerin der Krypto-Börse Smart Valor. Bitcoin habe einen Absicherungs-Charakter und sei der Vermögenswert mit der besten Entwicklung in den letzten acht Jahren. “Das sind Statistiken. Darüber brauchen wir nicht diskutieren”, schneidet sie etwaige Einwände ab. Auch das Argument, Bitcoin habe keinen Nutzen, widerlegt sie sachlich:

Für viele Menschen in den Ländern der Dritten Welt ist die Einführung von Bitcoin der Schlüssel zu finanzieller Freiheit, Sicherheit und Inklusion

Olga Feldmeier

Beispiele finden sich mit Nigeria oder dem Libanon genug. Dort benutzen die Menschen Kryptowährungen, um sich vor der Regierung zu schützen. Als ob er nicht zugehört hätte, betont Peter Schiff wieder, dass es für Bitcoin keine Nachfrage gäbe. Zudem gäbe es “Tausende von Kryptowährungen, die Eigenschaften haben, die mit Bitcoin identisch” seien. Ein Raunen geht durch das Publikum. Doch Schiff ist erst am Anfang:

Tatsächlich gibt es viele Kryptowährungen, deren Eigenschaften besser sind als die von Bitcoin. Bitcoin ist etwas bekannter und hat etwas mehr Infrastruktur drumherum, aber es gibt nichts wirklich Einzigartiges daran. […] Niemand kauft Bitcoin, weil es ein Wertspeicher ist.

Peter Schiff

Feldmeier versucht es erneut und beschreibt daraufhin, wie sie im Jahr 2013 Bitcoin gekauft hat – als Wertespeicher. Die Diskussion entfacht. Als die Bitcoinerin erklärt, sie wolle BTC auch noch in 50 Jahren halten, stimmt das Publikum mit euphorischen Jubelschreien zu.

Dann kommt es zum Schlagabtausch: Olga Feldmeier prognostiziert BTC bei 150.00 US-Dollar im nächsten Bullenmarkt, Peter Schiff meint: “Niemand braucht Bitcoin.” Zwischendurch meldet sich ein Zuhörer, der sich mit Schiff zankt. Es ist ein wahres Spektakel. Am Ende gibt es keine Einigung – Peter Schiff bleibt bei Gold. Und Bitcoiner: Bei Bitcoin.

Blockchance 23: Das Who-is-Who der Krypto-Industrie

Auf der BLOCKCHANCE 23 trifft man das Who-is-Who der Krypto-Industrie. Neben Peter Schiff und Olga Feldmeier versammeln sich namhafte Sprechern wie etwa David Chaum oder Joseph Lubin. Andererseits finden sich auch Vertreter aus der traditionellen Finanzbranche mit Krypto-Fokus auf der Veranstaltung. So informiert beispielsweise Christian Rau, Senior Vice President Fintech und Crypto bei Mastercard, über Distributed-Ledger-Technologie (DLT) bei der Bank.

Während der drei Tage können Unternehmen auf rund 15.000 m² ihre neuesten Innovationen und Blockchain-Lösungen präsentieren. Für Highlights, immersive Erlebnisse und die Interaktion mit digitalen Assets wird über NFT-Areas, Gaming-Spots und Metaverse-Journeys gesorgt. BTC-ECHO ist live vor Ort auf der BLOCKCHANCE 23 und berichtet über die spannendsten Neuigkeiten.

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