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Mit Blockchain gegen den Papierberg: UPS startet Business-Plattform Inxeption Zippy

Der weltweit aktive Paketdienst UPS verkündet den Start seiner Business-to-Business-Plattform Inxeption Zippy. Kooperiert hat der Logistikriese hierfür mit dem gleichnamigen E-Commerce-Unternehmen Inxeption. Die blockchainbasierte Plattform soll es vor allem kleineren Unternehmen ermöglichen, untereinander effiziente und sichere Geschäftsbeziehungen zu pflegen.

David Barkhausen
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Beitragsbild: Shutterstock

Rechnungen, Frachtbriefe, Quittungen – kaum eine Branche ist mit so einem Verwaltungsaufwand und damit möglichen Irrtümern konfrontiert wie die Logistik. Der Post- und Paketdienstleister UPS will dem Papierberg nun den Kampf ansagen und vor allem kleineren Unternehmen den digitalen Handel erleichtern. Dabei helfen soll dieBlockchain-Technologie: Vergangenen Donnerstag, dem 21. März, verkündet der amerikanische Logistikriese den Startschuss seiner Business-to-Business-Plattform Inxeption Zippy. Diese hat UPS gemeinsam mit dem E-Commerce-Dienstleister Inxeption entwickelt.

Helfen soll die Plattform vor allem bei der sicheren Abwicklung von Online-Transaktionen zwischen Großhändlern und ihren Abnehmern. So soll die Blockchain-Software etwa sicherstellen, dass sensible Informationen wie vertragsspezifische Preise und ausgehandelte Tarife nur zwischen Käufer und Verkäufer geteilt werden.

Weiterhin soll es Händlern künftig möglich sein, ihre gesamte Lieferkette vom „Lagerstand bis zur Auslieferung“ durch UPS einsehen zu können. Insbesondere will die Plattform vor allem kleineren Unternehmenskunden beim digitalen Management ihrer Lieferungen und Rechnungen sowie bei der Vermarktung ihrer Produkte unter die Arme greifen, beschreibt Farzad Dibachi, Geschäftsführer von Inxeption, die Vorzüge von Inxeption Zippy.

Insgesamt will UPS so auf den Boom des Internet-Handels antworten, fasst UPS-Marketing-Chef Kevin Warren das Ziel des Vorstoßes zusammen.

Das Wachstum des elektronischen Handels lässt Geschäftskunden dieselben schnellen und bequemen Einkaufserlebnisse erwarten wie [private] Konsumenten.

Noch würden jedoch die meisten Produkte analog über Drittanbieter oder direkt vertrieben.

Die Blockchain in der Logistik – Warten auf den großen Sprung

Neu ist die Idee des Blockchain-Einsatzes bei UPS nicht. Bereits im vergangenen August hatte der Logistikriese einen Patentantrag für die Nutzung von Distributed-Ledger-Technologien und Smart Contracts gestellt. Damals hieß es, man wolle mithilfe der Technologien vor allem Verwaltungskosten sparen. Zuvor war der Konzern 2017 dem Logistik-Konsortium Blockchain in Trucking Alliance (BiTA) beigetreten. Ob das Patent nun bei Inxeption Zippy zum Zuge kommt, ist nicht bekannt.

Derweil haben sich Blockchain-Technologien in der Logistik längst zum Trend gemausert. Der dänische Container-Riese Maersk etwa stellt seinen Kunden mit der Handelsplattform TradeLens ebenfalls eine DLT-Lösung zur Seite. Zudem testen neben Branchengrößen wie FedEx, PIL, dem Antwerpener Hafen oder dem Reederei-Konsortium GSBN derzeit immer mehr Unternehmen und Konzerne die neuen Technologie zur Absicherung ihrer Lieferketten.

Die australische Commonwealth Bank (CBA) hatte im vergangenen Juli für die Branche einen bisherigen Meilenstein gesetzt. Der Bank war es mithilfe einer Ethereum-Blockchain gelungen, 17 Tonnen Mandeln aus dem australischen Victoria nach Hamburg zu verschiffen.

Insgesamt bleibt es jedoch zumeist bei solchen Pilotversuchen. Noch weilt der Technologie-Einsatz größtenteils in den Startlöchern. Dass die Branche aber zum großen Sprung bereit ist, legt eine Umfrage des Postdienstleisters Hermes nahe. So glaubt knapp die Hälfte größerer Logistikunternehmen, dass Blockchain-Technologien zum Schlüssel für größere Datensicherheit werden könnten.

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