UPS will Blockchain-System für globalen Versand patentieren

Quelle: shutterstock

UPS will Blockchain-System für globalen Versand patentieren

Der Logistikriese United Parcel Service, besser bekannt als UPS, will im globalen Versandhandel künftig auf Blockchain-Systeme setzen. Einen entsprechenden Patentantrag hat die zuständige amerikanische Behörde US Patent and Trademark Office kürzlich veröffentlicht. Mithilfe von Blockchain und Smart Contracts will UPS nun nicht nur Verwaltungskosten sparen, sondern künftig verschollenen Sendungen auf die Schliche kommen. Derweil bewähren sich Distributed-Ledger-Technologien (DLTs) zunehmend in der Logistikbranche.

ong>United Parcel Service, besser bekannt als UPS, will im globalen Versandhandel künftig auf Blockchain-Systeme setzen. Einen entsprechenden Patentantrag hat die zuständige amerikanische Behörde US Patent and Trademark Office kürzlich veröffentlicht. Mithilfe von Blockchain und Smart Contracts will UPS nun nicht nur Verwaltungskosten sparen, sondern künftig verschollenen Sendungen auf die Schliche kommen. Derweil bewähren sich Distributed-Ledger-Technologien (DLTs) zunehmend in der Logistikbranche.

20 Millionen Auslieferungen täglich, fünf Milliarden Pakete und Briefe im Jahr, über zehn Millionen Kunden in über 200 Ländern – ein Blick auf die Zahlen lässt erahnen, wie groß der Verwaltungsaufwand des Paketriesen UPS ist.

Die Blockchain soll nun helfen, die globale Logistik auf sichere Füße zu stellen. Damit dies hürdenlos gelingt, hat das Unternehmen im Februar einen entsprechenden Patentantrag an die amerikanischen Behörden gestellt. Diese wiederum haben den Antrag nun veröffentlicht.

Mit dem Einsatz verschiedener, aufeinander abgestimmter Blockchains und Smart Contracts will UPS nun Lieferungen bereits ab dem Versandzentrum bestimmten Routen zuordnen, wobei die Anforderungen verschiedener Transportdienstleister entlang der Lieferkette berücksichtigt werden sollen. Auf dem Weg zum Kunden sollen dann alle relevanten Informationen und Schnittstellen gesichert und Kosten eingespart werden können.

So beschreibt der Antrag das Vorhaben:

„Auf dem Weg vom Herkunfts- zum Bestimmungsort können künftig Transportinformationen und Daten von der Sendung selbst bereitgestellt werden. […] Somit wird ein unveränderliches Logbuch verschiedener Transportstationen geführt.“

Mithilfe dieser „autonomen Service-Wahlsysteme und dezentralen Transportdatenbanken“ sollen vor allem verschollene Pakete der Vergangenheit angehören.

UPS: Blockchain besitzt Potential für „Transparenz und Effizienz“

Eine weitere Einsatzmöglichkeit der Blockchain innerhalb der Lieferkette seien zudem Kryptowährungen. So heißt es in dem Antrag, das Logistiksystem könne künftig „Bitcoin, Ether und ähnliche“ verwenden, um Dienstleister automatisiert zu bezahlen.

In der Vergangenheit hatte sich UPS bereits mehrmals offen für Blockchain-Anwendungen gezeigt. So war der Konzern 2017 dem Logistik-Konsortium Blockchain in Trucking Alliance (BiTA) beigetreten. Zudem hatte man anklingen lassen, Bitcoin möglicherweise zur Bezahlung im Bereich von Paketstationen zu erwägen.

Damals lobte Innovationsleiterin Linda Weakland, DLTs besäßen enorme „Potentiale, die Transparenz und Effizienz“ der Branche zu steigern.

Der nun veröffentlichte Patentantrag ist bisweilen jedoch der erste ernsthafte Versuch, Blockchain-Technologie unmittelbar ins Geschäftsfeld zu integrieren.

Blockchain in Lieferkettensystemen – Ein bewährtes Rezept

Während UPS nun auf die Bestätigung der US-Behörden hofft, ist der Paketdienst längst nicht das erste Unternehmen, dass sich die Potentiale von DLT im Bereich Logistik zunutze machen will. Vielmehr zeugen zahlreiche Pilotprojekte allein vergangener Monate von den Nutzungsmöglichkeiten der Blockchain, um Lieferketten zu sichern und nachvollziehbar zu machen.

Anfang August etwa hatte Software-Gigant IBM in Kooperation mit der dänischen Reederei Maersk die Blockchain-Plattform TradeLense vorgestellt. Diese soll speziell die Probleme der Schifffahrtslogistik angehen. Wie BTC-ECHO berichtete, haben derzeit bereits über 90 Branchenorganisationen erklärt, diese künftig nutzen zu wollen.

Das Gelingen eines bisherigen Meilensteins in der Branche wiederum hatte zuvor die australische Commonwealth Bank (CBA) verkündet. So gelang es der Bank mithilfe einer Ethereum-Blockchain 17 Tonnen Mandeln automatisiert und nachvollziehbar aus dem australischen Victoria nach Hamburg zu verschiffen.

Ein weiteres Beispiel ähnlicher Anstrengungen verfolgt zurzeit die australische Regierung. Seit August fördert Canberra ein Blockchain-Projekt für nachhaltigen Zucker. Fokus der Technologie ist auch hier, die Lieferkette des süßen Gutes und so Herkunft und Qualität zu sichern.

BTC-ECHO

Jetzt in Kryptowährungen investieren: Kryptowährungen kaufen, verkaufen oder traden – wir haben die besten Broker, Börsen und Zertifikate zusammengestellt: Bitcoin kaufen | Ether kaufen | Ripple kaufen | IOTA kaufen | Broker-Vergleich

Mehr zum Thema:

Ähnliche Artikel

Helium und das IoT: Mining mit dem eigenen Hotspot
Helium und das IoT: Mining mit dem eigenen Hotspot
Blockchain

Das IoT-Unternehmen Helium aus San Francisco gab bekannt, dass ab sofort die Hotspots für sein Peer-to-Peer-Netzwerk erhältlich sind. Das Start-up will ein dezentrales, kabelloses Netzwerk aufbauen, an dem sich jeder beteiligen kann. Für die Bereitstellung der drahtlosen Konnektivität werden die Besitzer der Hotspots belohnt.

Blockchain im Gesundheitswesen: Deutscher Pharmariese beteiligt sich an Netzwerk
Blockchain im Gesundheitswesen: Deutscher Pharmariese beteiligt sich an Netzwerk
Blockchain

Boehringer Ingelheim arbeitet gemeinsam mit dem Blockchain-Unternehmen Solve.care und US-amerikanischen Gesundheitsdienstleistern an einem Netzwerk, das Akteure im Gesundheitssektor miteinander verbindet.

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Finde einen Job mit Zukunft

    Aktuell

    Nicht nur die Temperaturen steigen: Bitcoin-Kurs wieder über 9.000 US-Dollar
    Nicht nur die Temperaturen steigen: Bitcoin-Kurs wieder über 9.000 US-Dollar
    Kursanalyse

    Der Bitcoin-Kurs stieg am Morgen des 16. Junis über 9.000 US-Dollar. Bisher kann sich der Kurs über diesem Level halten und steigt sogar weiter an. Was kann man auf Basis der Charts sagen?

    „It takes a village“ – Impressionen von der Unchain Convention
    „It takes a village“ – Impressionen von der Unchain Convention
    Szene

    Im Rahmen der Unchain Convention kamen Developer, Investoren und Krypto-Enthusiasten zusammen, um über Bitcoin, Lightning und Blockchain-Technologie zu sprechen. Ein Wrap-up des Events.

    Crypto Hub Ankündigung: Bitcoin-Daten made in Germany
    Crypto Hub Ankündigung: Bitcoin-Daten made in Germany
    Unternehmen

    Deutsche Unternehmen entwickeln den Datenservice Crypto Hub. Dieser soll auf die Bedürfnisse von professionellen Investoren zugeschnitten sein. Crypto Hub verwendet die von der International Token Standardization Association entwickelten Klassifikationsstandards.

    BTC-ECHO-Newsflash: Die Top Blockchain- & Bitcoin-News der Woche
    BTC-ECHO-Newsflash: Die Top Blockchain- & Bitcoin-News der Woche
    Bitcoin

    Die Bullen geben im Kryypto-Markt derzeit wieder den Ton an – mit gutem Grund, wenn man der Analyse von Pradagima Capital folgt. Zudem gibt es Neues von Bitcoin Futures aus dem Hause Bakkt. Unterdessen mausert sich Facebook zum Einfallstor der Großkerne in den Krypto-Space.

    Angesagt

    Blockchain-Rechtsanwalt Markus Kaulartz: STOs und die Rolle der Wertpapierprospekte
    Interview

    Dr. Markus Kaulartz ist ehemaliger Softwareentwickler und heute Rechtsanwalt bei CMS Deutschland, einer der größten europäischen Kanzleien. Auf Grund seiner technischen Expertise berät er Start-ups und andere Tech-Unternehmen bei der Umsetzung innovativer Geschäftsmodelle, etwa bei der Implementierung von Blockchains oder der Tokenisierung von Vermögenswerten. Was man bei der Wahl der Token-Sale-Jurisdiktion beachten und mit welchen Kosten man bei der Erstellung eines Wertpapierprospektes rechnen muss, hat uns Dr. Markus Kaulartz im Interview verraten.

    Hans-Werner Sinn ist Bitcoiner – er weiß es nur noch nicht
    Kommentar

    Die Unchain-Konferenz auf dem Berliner Holzmarkt bot so manches Schmankerl für den Bitcoiner von Welt. Neben bekannten Szenegrößen wie Tone Vays und Brock Pierce hatte am ersten Konferenztag auch Hans-Werner Sinn seinen Auftritt. Seinen Talk kann man nur als Fundamentalkritik an der Niedgridzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) begreifen. Wieso Sinn Bitcoiner ist.

    Finanzterminals von Reuters, Bloomberg & TradingView integrieren Cryptoindex
    Märkte

    Das Finanzanalyseunternehmen Cryptoindex ist eine Reihe neuer Partnerschaften eingegangen. Künftig werden mit Reuters, Bloomberg und TradingView gleich drei der großen Finanzterminals die Rankings der leistungsstärksten Kryptowährungen aufführen. Dies dürfte die Bekanntheit des Krypto-Sektors in den Reihen traditioneller, mit der Branche bisher noch wenig vertrauter Trader und Investoren erhöhen. Zudem will die Krypto-Börse KuCoin die Daten von Cryptoindex listen.

    Bakkt-Futures gehen am 22. Juli in den „Testbetrieb“
    Invest

    Nach Schwierigkeiten in der Vergangenheit lanciert Bakkt bald Bitcoin Futures. Die Initiative der Intercontinental Exchange (ICE) wird am 22. Juli 2019 mit den ersten Testdurchläufen beginnen. Die zuständige Aufsichtsbehörde Commodity Futures Trading Commission (CFTC) ermöglicht nach inhaltlichen Komplikationen die langersehnten Finanzprodukte. Institutionelle Investoren erhalten nun einfacher Zugang zu der Krypto-Ökonomie.

    ×

    Warte mal kurz ... !

    Kennst du schon unseren Newsletter? Wir versorgen dich kostenlos mit den spannendsten News der Krypto- und Blockchainszene:

    Das Kryptokompass Magazin

    Aktuelle Juni Ausgabe inkl. Bitcoin Sammlermünze gratis!

    Das Kryptokompass Magazin inkl. Bitcoin Sammlermünze GRATIS!