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25.000 USD weg Bitcoin-Auftragsmord vereitelt – Frau in Großbritannien verhaftet

Nach einem vereitelten Auftragsmord haben Behörden eine Frau in Großbritannien verhaftet. Nun ist sie nicht nur ihre Freiheit, sondern auch ihr Geld los.

Dominic Döllel
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Bitcoin

Beitragsbild: Shutterstock

| Im Darknet sind Kryptowährungen immer noch das beliebteste Zahlungsmittel

Eine britische Frau aus einer Kleinstadt in der Nähe von Norwich wollte ihren Arbeitskollegen ermorden lassen. Das berichten Lokalmedien. Dafür heuerte sie im Darknet einen vermeintlichen Auftragsmörder an. Bezahlt hat die fünffache Mutter in Bitcoin. Die Transaktion wurde ihr nun zum Verhängnis. Denn die 25.000 US-Dollar überwies Helen H. von ihrem verifizierten Coinbase-Konto. Zum Anschlag kam es nicht. Der vermeintliche Attentäter machte sich mit den Bitcoin aus dem Staub. Jetzt ermitteln die Behörden gegen die Auftraggeberin.

Dabei begann alles mit einer Romanze zwischen Helen H. und ihrem Arbeitskollegen Paul B. Die Beziehung fand jedoch ein jähes Ende und die Britin sann auf Rache. Über den Tor-Browser suchte sie nach einem Auftragsmörder und wurde schnell fündig.

Anschließend überwies sie Bitcoin im Wert von 25.000 US-Dollar zusammen mit Namen, Privat- und Arbeitsadresse und einem Bild der Zielperson. “Es ist wichtig, dass es wie ein Unfall aussieht”, soll Hewlett betont haben.

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Weil die Polizei parallel mehrere Bitcoin-Zahlungen im Darknet verfolgte, stieß sie auf das Coinbase-Konto der Britin. Die Behörden gaben sich als Helen H. aus und schickten eine Nachricht an den Attentäter mit der Bitte, den Auftrag zu stornieren. Die gezahlten Bitcoin erhielten die Ermittler jedoch nicht mehr zurück. Dank der KYC-Daten von Coinbase konnten die Beamten Helen H. schließlich identifizierten und festnehmen. Derzeit laufen die Ermittlungen.

Bitcoin-Auftragsmorde ein Scam?

Laut der Staatsanwaltschaft schaute sich die Britin im Darknet gleich auf mehreren Seiten um. Eine Homepage überzeugte sie schließlich mit einer “100-prozentigen Jobabschlussrate”. Die Ermittler vermuten jedoch Betrug.

Aufgrund ihrer Transparenz ist die Blockchain ohnehin schlecht für illegale Machenschaften geeignet. Transaktionen werden gespeichert und sind immer einsehbar. Behörden nutzen die Informationen zu Ermittlungszwecken, um kriminelle Aktivitäten zu verfolgen.

Zwar gibt es Möglichkeiten, über sogenannte Krypto-Mixer Adressen zu verschleiern. Mithilfe von On-Chain-Analyse können Ermittler die Transaktionen dennoch zuordnen. Noch einfacher ist es natürlich wie im aktuellen Fall aus Großbritannien, wenn Kriminelle verifizierte Konten benutzen.

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