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3 Fragen an Thomas Gregg, kann es anonyme Bitcoin-Transaktionen geben?

Gibt es anonyme Bitcoin-Transaktionen, was können Krypto-Mixer leisten und wie kann man Transaktionen auf der Blockchain so anonym wie möglich machen? Der Regional Director Central EMEA bei Chainalysis, Thomas Gregg, im Interview.

Dominic Döllel
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Bitcoin

Beitragsbild: Thomas Gregg, BTC-ECHO

Chainalysis ist in der Kryptoszene bekannt. Das Blockchain-Analyse-Unternehmen sorgt dafür, dass beispielsweise Verfolgungsbehörden, aber auch Banken und Börsen, einen tiefen Einblick in die Transaktionsmuster von Blockchains erhalten. Sei es, um Compliance-Vorgaben zu erfüllen oder eben auch Kriminelle zu überführen. Thomas Gregg leitet die zentralen EMEA-Operationen und ist Regional Director bei Chainalysis.

Im Gespräch wollten wir wissen, ob es anonyme Bitcoin-Transaktionen geben kann, was Krypto-Mixer wie Tornado Cash leisten können und wie man Transaktionen auf der Blockchain so anonym wie möglich vollziehen kann. Weitere spannende Interviews findet ihr im BTC-ECHO Experts Podcast.

BTC-ECHO: Kann es anonyme Bitcoin-Transaktionen geben?

Thomas Gregg: Das wünschen sich sehr viele Leute, aber von Anonymität können wir in der Blockchain – gerade bei Bitcoin – nicht sprechen. Man kann von Pseudonymität sprechen. Das heißt, man verbirgt sich hinter dem Pseudonym einer Wallet-Adresse. Dabei ist es erstmal nicht ersichtlich, welche Person oder Organisation sich dahinter befindet. Um sowas aufzulösen, bedarf es der Blockchain-Analyse. Das gibt aber hauptsächlich Aufschluss darüber, in welche Dinge diese Transaktionen verwickelt worden sind.

Die echte Person, sprich die Identität, kriegt man über ein Blockchain-Analyse-Tool auch nicht heraus. Auch alle Daten, die wir in unserer Plattform haben, sind erstmal nicht personenbezogen. Es ist dann wirklich die Aufgabe der Strafverfolgungsbehörde, auf die Bitcoin-Börse zuzugehen und mit den entsprechenden Dokumenten die KYC-Informationen einzufordern.

Was können Krypto-Mixer wie Tornado Cash leisten?

Krypto-Mixer sind andere Tools, die sehr häufig benutzt werden, um zu verschleiern, was es mit den Transaktionen auf sich hat. Das heißt, ich gebe bestimmte Kryptowährungen in den Mixer, woraufhin diese einmal durchgemischt werden. Dabei werden sie mit verschiedenen anderen Adressen und Bitcoins aus zahlreichen Quellen vermengt und anschließend wieder ausgegeben. Um allerdings große Mittel an Kryptowährungen durch den Mixer laufen zu lassen, bedarf es großer Geldmengen aus anderen Quellen, die im Krypto-Mixer hinterlegt sein müssen.

Neben Kriminellen, die ihre Aktivität verschleiern wollen, gibt es beispielsweise auch Aktivisten, die politisch verfolgt werden. Wie würde man in dem Fall eine Krypto-Transaktion so anonym wie möglich machen?

Krypto ist dafür nicht das beste Mittel. Bitcoin ist generell nicht so anonym, wie viele Leute denken. Es gibt da sehr viele Möglichkeiten, das nachzuvollziehen und das ist letztendlich auch gut so. Wir sehen, wie die Regulatorik in den verschiedenen Ländern immer straffer wird. Das ist ja auch nicht, um irgendwelche Leute, die gutes wollen, einzuschränken, sondern um die illegalen Aktivitäten aufzudecken.

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