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Neuer Chainalysis-Bericht Illegale Krypto-Aktivitäten um 15 Prozent gesunken

Der Krypto-Markt durchläuft aktuell eine schwierige Phase. Welche Auswirkungen hat das auf illegale Aktivitäten mithilfe von Bitcoin und Co.?

Marlen Kremer
 |  Lesezeit: 3 Minuten
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Handschellen

Beitragsbild: Shutterstock

| Unter anderem durch die Abschaltung des weltweit größten Darknet-Handelsplatzes Hydra könnte der Umsatz aus Geschäften in der dunklen Ecke des Netzes gesunken sein.

Durch den Crash am Markt sind die Transaktionsvolumen erlaubter und unerlaubter Aktivitäten im Krypto-Space gesunken. Zu dieser Zwischenbilanz kommt Blockchain-Analyseunternehmen Chainalysis in einem neuen Bericht zum Thema Krypto-Kriminalität im ersten Halbjahr 2022 (bis einschließlich Juli).

“Insgesamt scheinen die kriminellen Aktivitäten angesichts des Preisverfalls widerstandsfähiger zu sein: Die illegalen Volumen sind im Jahresvergleich nur um 15 Prozent gesunken, während die legalen Volumen um 36 Prozent zurückgingen”, heißt es in dem Bericht.

Dies sind jedoch lediglich aggregierte Werte, die den ein oder anderen interessanten Ausreißer im Kollektiv verschwinden lassen. Daher im Folgenden die Zahlen für verschiedene Arten von illegalen Aktivitäten.

Krypto-Scams und Darknet-Aktivität schrumpfen

Der Umsatz aus Betrügen im Krypto-Sektor beläuft sich laut Bericht aktuell auf 1,6 Milliarden US-Dollar. Im Vergleich: Ende Juli letzten Jahres lagen betrügerische Einnahmen 65 Prozent darunter.

Chainalysis Chart
Das Transaktionsvolumen aus Scams ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Quelle: Chainalysis

Zudem stellt Chainalysis einen Zusammenhang zum Bitcoin-Kurs fest: “Seit Januar 2022 sind die Betrugseinnahmen mehr oder weniger im Einklang mit dem Bitcoin-Preis gesunken.”

Dem Bericht zufolge verzeichnen auch Darknet-Handelsplätze ein dickes Minus: Die Umsätze sollen um fast die Hälfte (43 Prozent) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum geschrumpft sein.

Chainalysis Chart
Die Abschaltung des Darknet-Maktplatzes Hydra hat seine Spuren hinterlassen. Quelle: Chainalysis

Wichtig dabei zu beachten: Anfang dieses Jahres schienen die Marktplätze auf der dunklen Seite des Netzes ein vielversprechendes Jahr vor sich zu haben – bis sich ab April ein etwas anderes Bild aufzeigte.

Chainalysis vermutet dabei einen Zusammenhang zur zeitgleichen Abschaltung des weltweit größten Darknet-Marktplatzes Hydra – BTC-ECHO berichtete.

“Interessant ist, dass die Gesamteinnahmen des Darknet-Marktes nach der Abschaltung von Hydra zwar zurückgingen, die übrigen Märkte jedoch einen deutlichen Anstieg der Zahl der eingehenden Einzeltransfers verzeichneten”, heißt es in dem Bericht. Man vermute daher, dass Händler ihre Geschäfte auf andere Darknet-Plattformen umverteilen könnten.

Podcast

Krypto-Hackerangriffe in ihrer Blüte

Obwohl Chainalysis zufolge in der Gesamtheit illegale Aktivitäten mit Bitcoin und Co. zurückgegangen sind, werden dabei im Durchschnitt eventuelle Gegenbewegungen geglättet.

Dies ist laut Bericht der Fall für Hacks: Seit Anfang des Jahres sollen etwa 1,9 Milliarden US-Dollar durch diese Art von Angriff eingenommen worden sein. Im Vorjahreszeitraum waren es etwa 1,2 Milliarden US-Dollar.

Chainalysis Chart
Vermehrte Hackerangriffe forderten ihren Tribut. Quelle: Chainalysis

Dabei zu beachten: Der Betrachtungszeitpunkt für den aktuellen Chanalysis-Bericht erstreckte sich von Anfang des Jahres bis einschließlich Juli 2022. Das bedeutet, dass die signifikanten Hackerangriffe auf Solana sowie die Nomad-Bridge in diesen Daten nicht berücksichtigt wurden.

Wie sicher solche Token Bridges wirklich sind und warum sie für Hacker oft zur Angriffsfläche werden, haben wir euch hier erklärt.

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