Marokko droht Krypto-Nutzern mit Strafen

David Barkhausen

von David Barkhausen

Am · Lesezeit: 2 Minuten

David Barkhausen

David Barkhausen hat als freier Journalist bereits für mehrere Tageszeitungen, Funk, Fernsehen und nebenbei seinen eigenen Blog geschrieben. Seit 2017 widmet sich der Master-Student der Politikwissenschaften der Universität Heidelberg dem Themenkomplex Blockchain. In diesem Zusammenhang fokussiert er sich vor allem auf die Bereiche Regulierung, Gesellschaft und Wirtschaftspolitik.

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Quelle: https://www.shutterstock.com/de/image-photo/casablanca-morocco-september-3-2017-view-710256829?src=oscd2RTiX4Xr5lDoIjKbDA-1-1

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Marokkos Devisen-Behörde Office des Changes droht den Nutzern von Kryptowährungen in dieser Woche mit Strafen. Dabei beruft sich die Behörde auf entsprechende Zentralbank-Regelungen für Auslandstransaktionen. Damit kommt die Absage einem Verbot gleich. Dennoch verfolge man die Entwicklung virtueller Währungen mit „Interesse“, so heißt es in einer entsprechenden Pressemitteilung auf der Website der Behörde in dieser Woche. Fürchtet das autoritär geführte Königreich um seine Kontrolle?

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Tanja Giese

Nach Ansicht des Sahara-Königreiches seien die digitalen Zahlungen nicht nur mit Risiken für Nutzer verbunden, sondern würden auch hinter dem Rücken zuständigen Mittlerbanken geschehen. Damit stellten die De-facto-Auslandstransaktionen von Bitcoin in den Marokkanischer Dirham und vis-a-vis eine Verletzung des geltenden Rechtsrahmens für Devisen dar, so das zuständige Office des Changes.


Die in dieser Woche herausgegebene Pressemitteilung ruft Nutzer nun stattdessen dazu auf, das geltende Devisenrecht zu achten, Transaktionen nur auf Basis geeigneter Mittlerbanken vorzunehmen und nur von der Bank Al-Maghrib, der Zentralbank des Landes, gelisteter Fremdwährungen zu nutzen. Zu diesen gehört Bitcoin jedoch nicht – damit kommt die Absage einem Verbot gleich.

Konkret heißt es in der Pressemitteilung:

„Dies [Kryptowährungen] ist ein verstecktes Bezahlsystem, das nicht von einer Organisation getragen wird. Die Nutzung von Kryptowährungen enthält für deren Nutzer bedeutende Risiken.“

Trotz dieser roten Karte an die derzeitigen Nutzer heißt es in der Pressemitteilung der Devisenbehörde, man verfolge gemeinsam mit der marokkanischen Zentralbank und dem Bankenverband GPBM die Entwicklung virtueller Währungen weiterhin mit „Interesse“.

Zuletzt hatte laut einem Bericht der Nachrichtenseite Le Figaro der Digitaldienstleister MTDS Bitcoin als akzeptierte Bezahlmethode eingeführt. Noch ist unklar, wie sich die Einordnung der Devisenbehörde nun auf die Zahlungseingänge konkret auswirkt. Noch beschränkt sich die Verwendung von Bitcoin in Marokko aber auf einen kleinen Nutzerkreis. So wird ein lautes Echo wohl ausbleiben.

Fürchtet das Königreich um Kontrolle?

Abseits des Tagesgeschäftes stellen Bitcoin-Zahlungen im Land jedoch eine attraktive Alternative dar, Transaktionen im Zuge der andauernden Sozialrevolte auch ohne das Wissen des autoritären Staatsapparates zu tätigen. Derzeit kommt es besonders im Norden Marokkos immer wieder zu Protesten gegen soziale Ungerechtigkeit, Korruption und Behördenwillkür. Hier finden besonders auch Altcoins laut einem Bericht von Cointelegraph immer stärkere Verbreitung als verdeckte Bezahlmethode.

Derzeit ist Marokko nicht das einzige nordafrikanische Land, das seinen Kryptomarkt kritisch beäugt. So dürfte die marokkanische Ankündigung von den Entwicklungen im Nachbarstaat Algerien inspiriert sein.

Wie BTC-ECHO berichtete, könnte ein Totalverbot von Kryptowährungen dort 2018 legislative Umsetzung finden. Derzeit prüft die Nationale Volksversammlung, das Unterhaus des algerischen Parlaments, einen entsprechenden Gesetzentwurf. Dieser soll Besitz und Transaktionen mit Bitcoin und Kryptowährungen verbieten.

BTC-ECHO

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