Krypto- und traditionelle Märkte KW51 – Rendite von Bitcoin holt auf

Dr. Philipp Giese

von Dr. Philipp Giese

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Dr. Philipp Giese

Dr. Philipp Giese ist auf die Bereiche Chartanalyse und Technologie spezialisiert. Der promovierte Physiker kann dabei auf jahrelange Berufserfahrung als technologischer Berater zurückgreifen.

Quelle: Shutterstock

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Die Korrelation zu Öl fällt stark, sodass Bitcoin und Öl inzwischen negativ korreliert sind. Die Volatilität fand tatsächlich ein Plateau bei ungefähr 0,05 Prozent, während die Rendite auf das Niveau der Indizes S&P500, DAX und Dow Jones angestiegen ist. 

Was taugen Bitcoin und der stark korrelierte Krypto-Markt als unkorreliertes Asset? Sind die klassischen Märkte weiterhin vom Krypto-Markt entkoppelt? Und wie stark ist die Volatilität Bitcoins?

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Die Größen-Korrelation und Volatilität sind gerade für institutionelle Investoren von Bedeutung: Eine niedrige Korrelation mit traditionellen Märkten wie dem S&P500, dem DAX oder dem Dow Jones würde bestätigen, dass der Krypto-Markt für institutionelle Investoren interessant sein könnte. Er wäre für eine größere Diversifizierung des Portfolios hilfreich. Ein anderer Monitor ist die Volatilität: Eine hohe Volatilität und das damit verbundene Risiko schrecken institutionelle Investoren ab.

Seit Anfang November verfolgen wir, wie sich Bitcoin im Vergleich zu traditionellen Märkten schlägt. Wir schauen deshalb auf die Korrelation im letzten Monat, auf eine gleitende Korrelation und eine gleitende Volatilität. Die beiden letzten Werte werden für jeden Tag auf der Basis der letzten 30 Tage ausgerechnet. Da sich die Korrelationen innerhalb des Krypto-Markts sehr ähnlich verhalten und BTC für institutionelle Investoren aktuell am interessantesten ist, fokussieren wir uns größtenteils auf den Bitcoin-Kurs.

Mit einem ordentlichen Rebound konnten weitere Kursverluste bei Bitcoin, XRP und Ethereum vermieden werden. Die Volatilität ist damit auch wieder da. Bitcoins und Ethereums Kopplung zu XRP ist fast gleichauf mit der zwischen Ethereum und Bitcoin:

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Weiterhin kann man also den Blick auf Bitcoin beschränken, qualitativ sind die Ergebnisse zweifellos übertragbar.

Korrelation: Kryptowährungen vs. traditioneller Markt

Bitcoins Korrelation zu den klassischen Werten hat sich seit der letzten Woche stark geändert. Die Kopplung zu Gold ist gegenläufig geworden und zu Gold dramatisch angestiegen. Aktuell ist die Korrelation zwischen Bitcoin und Gold größer als alle anderen betrachteten (mit Ausnahme der zwischen den Indizes Dow Jones und S&P 500). Nicht nur deshalb macht Bitcoin dem Anspruch eines „digitalen Goldes“ alle Ehre. Aktuell ist die Mutter aller Kryptowährungen tatsächlich das entkoppelste Asset:

Dieses Bild bestätigt sich beim Blick auf die laufenden Korrelationen. Die Kopplungen zu Öl und Gold sind am stärksten – wenn auch mit verschiedenem Vorzeichen – während die Korrelationen zu den drei Indizes S&P 500, DAX und Dow Jones fast auf Null fiel:

Volatilität von Bitcoin weiter in einer Sättigung

Zugegebenermaßen: Die Volatilität von Bitcoin ist deutlich höher als die der anderen Assets. Selbst die von Öl verblasst gegen Bitcoins Schwankungen. Positiv ist jedoch anzumerken, dass die Volatilität tatsächlich ein Plateau gefunden hat:

Die monatliche Rendite ist zwar noch negativ, aber inzwischen auf die Höhe der drei Indizes S&P 500, DAX und Dow Jones gestiegen. Zwar konnte die monatliche Rendite noch nicht die von Gold schlagen, liegt jedoch aktuell deutlich über der von Öl:

 

Selbst wenn Bitcoins Volatilität so hoch bleiben würde, wäre das wenigstens eine Unsicherheit, mit der Anleger rechnen können. Eine gewisse Stabilität kann man also sehen. Entsprechend lädt Bitcoin wieder zu einem wirklichen Investment ein.

Daten auf Basis von cryptocompare.comfinance.yahoo.com und fred.stlouisfed.org

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