Krypto-Adaption: TOR gibt Gas, während Twitch.tv in die Eisen steigt

Quelle: Shutterstock

Krypto-Adaption: TOR gibt Gas, während Twitch.tv in die Eisen steigt

Bis vor einigen Tagen konnten Gamer und Streaming-Begeisterte ihr Twitch-Abonnement noch mit Bitcoin und Bitcoin Cash bezahlen. Doch nun hat die zu Amazon gehörige Streaming-Plattform die Unterstützung für die Kryptowährungen zurückgezogen. Der Grund dafür ist bislang nicht bekannt.

Damit das Versprechen der digitalen Währungen Gewicht hat, braucht es vor allem eines: Akzeptanzstellen. Anders gesagt: Das beste Geld der Welt ist wertlos, wenn es niemand akzeptiert.

Twitch.tv nimmt Kryptowährungen aus dem Programm

Bis vor einigen Tagen konnten Gamer und Streaming-Begeisterte ihr Twitch-Abonnement noch mit Bitcoin und Bitcoin Cash bezahlen. Doch nun hat die zu Amazon gehörige Streaming-Plattform die Unterstützung für die Kryptowährungen zurückgezogen. Der Grund dafür ist bislang nicht bekannt.

Einem Reddit-Nutzer waren die fehlenden Zahlungsoptionen aufgefallen. Vorher wickelte der Zahlungsanbieter BitPay die Käufe mit BTC und BCH ab. Nun scheint Twitch sich von Kryptowährungen kommentarlos verabschiedet zu haben.

Besonders in der Bitcoin-Community stieß die Neuigkeit auf wenig Verständnis. Ein weiterer Reddit-Nutzer empörte sich über die Aktion und kündigte kurzerhand alle seine Abonnements auf der Plattform.

TOR-Projekt akzeptiert Spenden in Kryptos

Dementgegen verkündete das TOR-Projekt (TOR = The Onion Router) am 18. März, dass es nun Spenden in neun verschiedenen Kryptowährungen akzeptiert. Auf ihrer Website listet die nicht-kommerzielle Organisation die Spendenadressen für BTC, BCH, ETH, LTC, XLM, XMR, DASH, REP und ZEC. Zwar ist The Onion Router kein Händler, bei dem die Kunden Produkte kaufen können, dennoch scheint das TOR-Projekt ein idealer Kandidat für die zensurresistente Technologie der Kryptowährungen. Denn mithilfe von Kryptowährungen können Spender unbekannt bleiben.

Das TOR-Projekt verschleiert die IP-Adressen und den Datenverkehr der Teilnehmer. Laut eigener Aussage ist das Projekt eine Organisation für Menschenrechte und Freiheit, die freie und quelloffene Technologien für Anonymität und Privatsphäre entwickelt und bereitstellt und die Forschung und das öffentliche Verständnis auf diesen Gebieten voranbringt.

Der freie Fluss von Informationen stellt gerade für autoritären Regime eine Herausforderung – um nicht zu sagen: eine Gefahr – dar. In Venezuela, Russland und China ist die TOR-Technologie deswegen verboten. Auch in Deutschland sind jüngst Stimmen laut geworden, das „Darknet“ zu verbieten. Wie das Online-Magazin Heise im Februar dieses Jahr berichtete, forderte auch der parlamentarische Staatssekretär des Bundesinnenministeriums, Günter Krings, ein Verbot des Onion Router.

Vor diesem Kontext und den jüngsten Plänen Frankreichs, privatsphäre-orientierte Kryptowährungen wie Dash, Monero und Zcash zu verbieten, erweckt die zensurresistente Unterstützungsmöglichkeit für das TOR-Projekt Hoffnung.

Aufgepasst: Der Kryptokompass ist das erste digitale Magazin für digitale Währungen und Blockchain-Assets. Er liefert dir monatlich exklusive Einschätzungen, spannende Insights und umfassende Analysen zur aktuellen Lage an den Blockchain- & Krypto-Märkten. Nur jetzt und nur solange der Vorrat reicht: Im Abo inkl. GRATIS Bitcoin-T-Shirt

 

Mehr zum Thema:

Ähnliche Artikel

Binance kündigt Stable-Coin-Projekt Venus an
Binance kündigt Stable-Coin-Projekt Venus an
Krypto

Binance will mit Venus ein neues Stable-Coin-Projekt ins Rollen bringen. Die Bitcoin-Börse spricht von einer „regionalen“ Version des Facebook Coins Libra. Mit Details geizt Binance bislang.

Wegen Libra: US-Delegation besucht Schweiz
Wegen Libra: US-Delegation besucht Schweiz
Krypto

Eine sechsköpfige Delegation des US-Repräsentantenhauses reist in die Schweiz – offenbar auch, um über den „Facebook Coin“ Libra zu reden. Schließlich will sich Libra auch im schweizerischen Genf ansiedeln. Für Freitag, den 23. August, ist ein Treffen mit dem eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten Adrian Lobsiger angesetzt.

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

Rakuten: Japanischer E-Commerce-Gigant startet Bitcoin-Börse
Rakuten: Japanischer E-Commerce-Gigant startet Bitcoin-Börse
Unternehmen

Rakuten Wallet geht mit seiner Bitcoin-Börse online. Kunden können ab sofort Krypto-Assets handeln und verwalten. Hierfür bietet Rakuten Wallet den Nutzern verschiedene Sicherheitsstandards. Denn neben der Verwaltung des Kundenvermögens in einer Treuhandgesellschaft, werden aktuelle Cyber-Sicherheits-Verfahren eingesetzt.

Binance kündigt Stable-Coin-Projekt Venus an
Binance kündigt Stable-Coin-Projekt Venus an
Krypto

Binance will mit Venus ein neues Stable-Coin-Projekt ins Rollen bringen. Die Bitcoin-Börse spricht von einer „regionalen“ Version des Facebook Coins Libra. Mit Details geizt Binance bislang.

Altcoin-Marktanalyse – Litecoin-Kurs gibt trotz Halvings stark ab
Altcoin-Marktanalyse – Litecoin-Kurs gibt trotz Halvings stark ab
Kursanalyse

Alle Top-10-Coins haben in der vergangenen Woche abermals Kursverluste zu verzeichnen.

Wegen Libra: US-Delegation besucht Schweiz
Wegen Libra: US-Delegation besucht Schweiz
Krypto

Eine sechsköpfige Delegation des US-Repräsentantenhauses reist in die Schweiz – offenbar auch, um über den „Facebook Coin“ Libra zu reden. Schließlich will sich Libra auch im schweizerischen Genf ansiedeln. Für Freitag, den 23. August, ist ein Treffen mit dem eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten Adrian Lobsiger angesetzt.

Angesagt

Berliner STO-Plattform Black Manta Capital erhält BaFin-Lizenz
STO

Das Blockchain-Unternehmen Black Manta erhält eine BaFin-Lizenz. Damit darf die STO-Plattform ab sofort aus Deutschland heraus europaweit operieren.

NEO und GAS: Eine Blockchain, zwei Assets
Krypto

NEO und GAS sind die zwei Kern-Assets im NEO-Ökosystems. Welche Rolle spielt GAS bei NEO – und worin unterscheidet sich NeoGas von Ethereum Gas?

Älteste Bank Koreas nutzt Blockchain
Tech

Die älteste Bank Südkoreas entwickelt eine Sicherheitsstrategie auf Basis der Blockchain-Technologie. Die Shinhan Bank ging dazu eine Kooperation mit zwei weiteren Unternehmen ein. Mit Ground X beteiligt sich auch die Tochterfirma des Messenger-Marktführers in Korea daran. Im Zentrum der Zusammenarbeit steht die Entwicklung eines Private Key Management Systems für Kunden.

„Satoshi“ offenbart sich – Was ist von „The Reveal“ zu halten?
Szene

Laut Ivy McLemore tritt Satoshi nun an die Öffentlichkeit. In drei Artikeln soll der Erfinder von Bitcoin sich offenbaren. Wirklich glaubhaft wirkt das alles jedoch nicht, sodass man eher von einem seltsamen PR-Gag ausgehen kann.

Warte mal kurz ... !

Kennst du schon unseren Newsletter? Wir versorgen dich kostenlos mit den spannendsten News der Krypto- und Blockchainszene:

Neue Ausgabe: Das Kryptokompass Magazin inkl. Bitcoin-T-Shirt GRATIS!