Israel geht aktiv gegen Bitcoin-Handel auf Social Media vor

Alex Roos

von Alex Roos

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Alex Roos

Alex Roos absolvierte einen B.Sc. in "Management, Philosophy & Economics" an der Frankfurt School of Finance & Management und schrieb seine Bachelorarbeit über die "Anwendungsfelder und Adaption der Blockchain Technologie". Ihn begeistern vor allem "pure" Kryptowährungen wie Bitcoin und Monero.

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Die Steuerbehörde in Israel, Israel Tax Authority (ITA), geht seit geraumer Zeit gegen den Handel mit Bitcoin vor. So durchsucht sie nun auch Social-Media-Kanäle nach Bitcoin-Händlern. Die Betroffenen werden ermahnt, sämtliche Geschäfte und Wallets offen zu legen und die Erträge zu berichten. 

Zu Beginn des Jahres gab die Behörde bereits bekannt, dass Bitcoin und Kryptowährungen als Vermögenswerte einzustufen. Damit fällt auf jegliche Gewinne eine Kapitalertragssteuer von 25 Prozent an. Führt man ein Unternehmen, das mit Bitcoin & Co. handelt, fallen weitere 17 Prozent Mehrwertsteuer an. Die Kategorisierung zog damals schon eine Kontroverse mit sich, denn man ignoriere die wirtschaftliche Realität. Nun nimmt die Haltung gegen das digitale Gold weitere Züge an: Private Personen geraten ins Visier der Steuerfahnder.

Social-Media-Kanäle als Bitcoin-Börsen

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In Israel scheint es nicht ungewöhnlich, dass sich Käufer und Verkäufer von Kryptowährungen über soziale Netzwerke verbinden. Doch diese Form des Peer-to-Peer-Austausch stellt ein Problem in den Augen der israelischen Steuerbehörde dar. Denn die Wenigsten geben ihre Trades bei der Steuer an. Deswegen ermahnt die ITA die Bevölkerung alle relevanten Informationen offen zu legen. Das bedeutet auf der einen Seite alle Trades und auch Wallets. Gefordert sind Daten bis 2013.

Gezielt schreibt die ITA auch auffällig gewordene Personen an. Wie die Behörde an die Informationen gekommen sind, möchte die ITA nicht bekannt geben. Da der Bankensektor in Israel grundsätzlich negativ auf Bitcoin reagiert, liegt die Vermutung nahe, dass die Banken proaktiv die Daten ihrer Kunden weiter geben. Auf der anderen Seite ist nicht ausgeschlossen, dass sogar verdeckte Ermittler auf den Sozialen Netzwerken unterwegs sind.

Gute Nachricht für dezentrale Exchanges?

Die Sozialen Medien sind vor allem für die Verbindung zwischen Bekannten gedacht – nicht für den Austausch von Kryptowährungen. Nachrichten lassen sich entweder öffentlich von allen lesen, oder von dem jeweiligen Unternehmen (Twitter, Facebook, WhatsApp etc.). Im Falle eines richterlichen Beschlusses, werden die Unternehmen wahrscheinlich die Kundendaten preis geben.

Als Alternative zu Social Media können dezentrale Exchanges (DEX) besser dienen. Der Kommunikationsverkehr ist hier End-zu-End verschlüsselt. Darüberhinaus gibt es keinen Single Point of Failure – kein Unternehmen, das von einer Behörde unter Druck gesetzt werden kann.

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