Die Debatte über den “fairen” Bitcoin-Kurs, also die Frage, wo BTC gemessen an bestimmten Bewertungsmodellen eigentlich stehen müsste, hat auf X neue Fahrt aufgenommen. Auslöser war ein Beitrag von Joe Burnett, Chefstratege beim Vermögensverwalter Strive. Er verwies auf das sogenannte Bitcoin Power Law, nach dem der BTC-Kurs aktuell bei rund 163.500 US-Dollar liegen müsste.
Bitcoin notiert derzeit dagegen bei knapp unter 75.000 US-Dollar. Nach Berechnung des Modells entspräche das einer Abweichung von rund 53 Prozent. Burnett sieht darin ein Signal für eine mögliche Kapitalrotation in Richtung Bitcoin.
Kritik an theoretischen Bitcoin-Bewertungsmodellen
Der Krypto-Trader Cheds reagierte skeptisch auf die These. Auf X stellte er infrage, weshalb es überhaupt komplexe Bewertungsmodelle brauche. Der Markt selbst gebe schließlich den Preis vor. Eine Haltung, wonach der Markt falsch liege, könne er nicht nachvollziehen.
Dort mischte sich dann auch Trader-Ikone Peter Brandt ein: “Der Preis ist immer richtig. Der Preis ist König. Meinungen gibt es wie Sand am Meer.”
“Der Preis ist immer richtig”
Brandt bezieht sich damit auf ein Grundprinzip der technischen Analyse. Marktpreise spiegeln demnach bereits alle verfügbaren Informationen wider, darunter Stimmung, Kapitalflüsse und makroökonomische Entwicklungen. Theoretische Modelle hätten deshalb nur begrenzte Aussagekraft, wenn sie im Widerspruch zur tatsächlichen Kursentwicklung stehen.
Wieso der BTC jetzt Stärke zeigen muss und welche Chartmarken wichtig werden, lest ihr hier: Bitcoin-Kurs: Steht eine Richtungsentscheidung bevor?
