IBM und Ford starten Pilotprojekt für Kobalt-Supply-Chain

Sebastian Holz

von Sebastian Holz

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Quelle: Shutterstock

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Die Adaption der Blockchain-Technologie schreitet unaufhörlich voran. Auch in der Autoindustrie scheint sie inzwischen angekommen zu sein. IBM und Ford stehen dabei zusammen an vorderster Front. Ziel ist der Aufbau eines offenen branchenweiten Netzwerks zur Rückverfolgung und Validierung von Mineralien und anderen Rohstoffen.


Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Tanja Giese

Wie IBM auf der Firmen-Website verlauten ließ, soll die Blockchain-Technologie zukünftig zur Transparenz und Nachhaltigkeit der globalen Mineralstoff-Lieferketten beitragen. Ford Motor Company, Huayou Cobalt, IBM, LG Chem und RCS Global planen die Blockchain-Technologie dabei zur Rückverfolgung und Validierung von Mineralien aus ethischen Quellen einzusetzen. Die Unternehmen werden sich vorerst auf das Mineral Kobalt konzentrieren und untersuchen die Schaffung einer branchenübergreifenden Blockchain-Plattform.

Das Pilotprojekt – Ein Überblick

Das Mineral Kobalt ist wegen seines Einsatzes in Lithium-Ionen-Batterien sehr gefragt. Nach einem Bericht von Morgan Stanley wird sich die Nachfrage bis zum Jahr 2026 voraussichtlich vervierfachen. Treiber dieser Entwicklung ist nicht zuletzt die erhöhte Nachfrage nach umweltbewussten Technologien und der rasante Anstieg der Elektromobilität. Eine übliche Elektroauto-Batterie benötigt bis zu 20 Pfund Kobalt, ein Laptop benötigt im Vergleich etwa eine Unze des seltenen Minerals.

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Das Blockchain-Projekt legt den Fokus auf die verantwortungsvolle Produktion, Verarbeitung und Handel von seltenen Mineralien. Das Pilotprojekt, das auf einem Beschaffungsszenario basiert, verfolgt die Lieferkette von Kobalt aus den Huayous Industrieminenwerken in der Republik Kongo – von der Mine bis zur Verarbeitung in einem Ford-Werk in den USA.

Die verwendete Plattform basiert auf der IBM Blockchain-Plattform und wird durch das Hyperledger Fabric der Linux Foundation unterstützt. Die Lösung wurde entwickelt, um Interessenten jeder Unternehmensgröße und Rolle in der Lieferkette das Tracking zu ermöglichen. IBM und Ford umwerben derzeit weitere Teilnehmer des Lieferketten-Netzwerkes. Im Falle eines erfolgreichen Abschlusses des Pilotprojekts gilt es dann, weitere Mineralien aufzuspüren und per Blockchain zu validieren. IBM rechnet damit, dass die Technologie über Kobalt hinaus auch für andere Batteriemetalle und Rohstoffe Anwendung finden kann.

Ausblick             

IBM & Co. sind nicht das erste Konsortium, welches am Tracking von seltenen Erden arbeitet. Wie BTC-ECHO am 20. Dezember berichtete, entwickelt die tZERO Group im Auftrag der chinesischen GSR Capital momentan eine Lösung für den Handel mit Kobalt. Gearbeitet wird dabei allerdings an einer Smart-Contract-Lösung, die den Handel von tokenisierten Assets ermöglichen soll. Das Konsortium um IBM scheint indes zuversichtlich zu sein. Laut IBM wird das Pilotprojekt voraussichtlich schon Mitte 2019 abgeschlossen sein.

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