Platz da für den Ford-Token!

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Ford hat ein Patent für ein System angemeldet, das eine Fahrzeug-zu-Fahrzeug-Kommunikation mit Token möglich macht. Diese ermöglichen Kooperationen im laufenden Verkehr, mit denen Staus vermieden werden können.

„Mach die Spur frei, ich will durch!“ Lichthupe und Blinker links sprechen eine deutliche und recht unkooperative Sprache auf deutschen Autobahnen. Aber was, wenn man dafür zahlen könnte, um auf die Überholspur zu kommen und im Gegenzug etwas dafür bekäme, eine Weile rechts im zäh fließenden Verkehr zu bleiben? Ford entwickelt derzeit eine solche Technologie. Ihr neues Patent soll eine Kooperation der Autos für eine bessere Verkehrsführung ermöglichen.

Laut dem Autohersteller hat langsamer Verkehrsfluss auch eine psychologische Komponente. Der menschliche Fahrer konzentriere sich nur auf seine individuellen Zeitpräferenzen. Mit dem neuen System würden sich die Fahrzeuge untereinander austauschen können und so für eine allgemein bessere Verkehrssituation sorgen. In dem Patentantrag beschreibt Ford eine Technologie, die sich „Cooperative adaptive cruise control (CAAP)“ nennt. Diese würde Beschleunigung und Verlangsamung der Fahrzeuge bei hohem Verkehrsaufkommen automatisch regeln.

Ford-Token im Stau verdienen

Adaptive Cruise Control (ACC) kennen wir bereits unter den deutschen Begriffen Abstandsregeltempomat und automatische Distanzregelung (ADR). Hierbei misst ein Radar den Abstand zum vorausfahrenden Auto und passt die Geschwindigkeit entsprechend an. Bei der kooperativen Variante würden die Autos sich untereinander absprechen und dabei eigene Crypto-Token austauschen. Der Teilnehmer, der die schnellere Spur haben will oder sich zuerst kostenpflichtig einordnen möchte, nennt sich dann „consumer vehicle“. Derjenige, der den Weg freimacht und bezahlt wird, ist dann das „merchant vehicle“. Das Tokensystem, das diese Transaktionen validiert und autorisiert, nennt sich daher „Cooperatively Managed Merge and Pass“ (CMMP).

Ford ist der zweite große Name im Automobilgeschäft, der die Blockchain in den Verkehr bringen will. Die Daimler AG hat erst kürzlich einen eigenen Token, den MobiCoin, vorgestellt, der energiesparendes Verhalten von Verkehrsteilnehmern belohnen will. Die Frage ist nun, ob sich die Autohersteller auf ein Token-System einigen wollen, oder ob sich die konkurrierenden Kryptowährungen bald ein Rennen auf der Autobahn liefern.

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Über Roman Maas

Roman MaasRoman Maas hat in Düsseldorf seinen Magister in Anglistik und Geschichte gemacht und danach in verschiedenen Redaktionen, Verlagen und Agenturen gearbeitet. Seit 2015 ist er als freier Autor beruflich und lokal unabhängig. Kryptowährungen und Blockchain bedeuten für ihn in erster Linie eine aufregende Entwicklung mit gewaltigen Möglichkeiten für eine dezentralisierte Zukunft.

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