G20-Finanzminister: Krypto-Innovationen bergen „erhebliche Vorteile”

Christopher Klee

von Christopher Klee

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Christopher Klee

Christopher Klee hat Literatur- und Medienwissenschaften sowie Informatik an der Universität Konstanz studiert. Seit 2017 beschäftigt sich Christopher mit den technischen und politischen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

Quelle: ARGENTINA BUENOS AIRES NOVEMBER 2018: G20 2018 Group of Twenty Meeting flag waving in against blue sky, close up. via shutterstock

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Bei dem Treffen der G20-Finanzminister und Vertretern der Zentralbanken in Argentinen wurde auch über Kryptowährungen debattiert. In ihrem Abschlusscommuniqué zeigen sich die Teilnehmer der Blockchain-Technologie gegenüber aufgeschlossen. Krypto-Assets fehlten jedoch zentrale Attribute, um als souveräne Währungen zu gelten.

Vergangenes Wochenende haben sich die Finanzminister der 20 wichtigsten Industrienationen sowie Vertreter der Zentralbanken zu einem Gipfeltreffen in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires versammelt. Überschattet vom Zollstreit zwischen den USA und China ging es auch um die zukünftige Rolle von Kryptowährungen in Finanzwesen und Wirtschaft. Wie aus dem Abschlussbericht des Treffens hervorgeht, sieht man durchaus das Potenzial, das in der Blockchain-Technologie schlummert. So heißt es in Absatz zehn des Communiqués:

„Technologische Innovationen, einschließlich jener, die Kryptowährungen zugrunde liegen, können erhebliche Vorteile für das Finanzsystem und die Wirtschaft im weiteren Sinne mit sich bringen.“

Weiterhin argwöhnischer Blick auf BTC & Co.

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Allerdings betrachtet man Kryptowährungen selbst noch mit Argusaugen:

„Krypto-Assets werfen Fragen bezüglich Verbraucher- und Anlegerschutz, Steuerhinterziehung und Geldwäsche sowie Terrorismusfinanzierung auf“

Des Weiteren hätten Kryptowährungen „nicht die Eigenschaften von Staatswährungen“. Auch wenn Krypto-Assets, aufgrund ihrer vergleichsweise geringen Marktkapitalisierung noch kein globales Risiko für die Finanzstabilität darstellten, bleibe man wachsam. Diesbezüglich freue man sich über die weitere Zusammenarbeit mit dem Financial Stability Board (FSB).

Die FSB hat den Gipfelteilnehmern vergangene Woche nach längerem Hin und Her einen Bericht mit dem Titel „Crypto-Assets – Report to the G20 on work by FSB and standard-setting bodies“ vorgelegt. Dieser lieferte eine Übersicht der kryptobezogenen Aktivitäten der FSB und anderer Regulierungsinstitute. Der FSB-Report floss in den Abschlussbericht der G20-Ministerkonferenz ein. Das ist zum Beispiel erkennbar an der Aussage, Kryptowährungen stellten noch keine Gefahr für das globale Finanzsystem dar. Diese Position hat auch der FSB-Vorsitzende Mark Carney im März vertreten. Das hatte wiederum Spekulationen zur Folge, dass Kryptowährungen auf dem Gipfeltreffen gar keine Rolle spielen würden.

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Das Treffen der G20-Finanzminister diente als Vorbereitung für den G20-Gipfel der Staatsoberhäupter im November. In Anbetracht des in letzter Zeit wieder steigenden BTC-Kurses ist es nicht ausgeschlossen, dass das Thema Kryptowährungen auch dort auf dem Diskussionstisch landen wird.

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