Ganz wie sein Vater, der amtierende US-Präsident, ist auch Eric Trump nicht gerade für leise Töne bekannt. Auf der Consenus in Miami verspottet er nun etablierte US-Finanzinstitute, die sich plötzlich für Bitcoin und Krypto-Assets öffnen. Noch vor eineinhalb Jahren habe vor allem JPMorgan Bitcoin “in den Dreck gezogen und als Witz-Anlage bezeichnet”. Umso erstaunlicher sei die Kehrtwende, denn jetzt “ermöglichen sie es den Leuten, bei JPMorgan Hypotheken auf ihre BTC-Bestände aufzunehmen”.
Für den Mitgründer der Mining- und Treasury-Firma American Bitcoin ist der Fall klar: “Die Finanzinstitute haben alle erkannt, dass sie verloren haben und sich nicht mehr dagegen wehren können”, sagt er. “Und statt tatsächlich gegen den Strom zu schwimmen, wissen Sie ja, was sie tun: Sie schwimmen zum ersten Mal mit.” Der Erfolg der Krypto-Industrie habe die Banken endgültig dazu gezwungen, einzulenken, und sich für die neue Technologie zu öffnen.
American Bitcoin mit ersten Lebenszeichen
Nach Angaben von Eric Trump soll American Bitcoin so effizientes Mining betreiben, dass man BTC effektiv zum halben Preis erwerbe und damit der kostengünstigste Anbieter in der Branche werde. Nach einem langen Abwärtstrend gelang der ABTC-Aktie vor dem Hintergrund der Bitcoin-Kurserholung tatsächlich ein erster Achtungserfolg. Im Moment des Schreibens steht die Aktie bei 1,25 US-Dollar, was einem Plus von mehr als 40 Prozent auf Monatssicht entspricht. Das Allzeithoch von über 10 US-Dollar aus dem Vorjahr liegt dennoch in weiter Ferne.
Derzeit hält die Firma 7.300 BTC im Wert von 591 Millionen US-Dollar, wobei dem Präsidentensohn selbst gehören 7,5 Prozent der ABTC-Aktien gehören sollen. Im vergangenen September hatte Eric Trump erklärt, dass große Banken wiederholt versuchten, seinen Zugang zu Finanzdienstleistungen einzuschränken, darunter Capital One, JPMorgan und die Bank of America. Bitcoin betrachtet er als logische Alternative.
