Bitwise-CIO erklärt 

Krypto-Prognose 2030: Wie Big Tech diesen Sektor auf 4 Billionen US-Dollar wachsen lässt

Meta und DoorDash testen Stablecoin-Zahlungen. Bitwise-CIO Matt Hougan erklärt, warum das der Startschuss für eine Billionen-Assetklasse sein könnte.

Tobias Zander
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Bitwise-CIO Matt Hougan vor mehreren Altcoin wie Ethereum, Dogecoin und Ripple

Beitragsbild: Bitwise I Shutterstock

| Bitwise-Investmentchef Matt Hougan sieht einen neuen Krypto-Treiber

Der globale Markt für Stablecoins steht vor einer massiven Expansionsphase. Derzeit liegt das verwaltete Vermögen aktuell bei etwa 300 Milliarden US-Dollar, doch Analysten prognostizieren ein Wachstum auf bis zu 4 Billionen US-Dollar bis zum Jahr 2030. Als Motor dieser drastischen Entwicklung könnte die Integration in die globale Realwirtschaft durch Tech-Schwergewichte wie Meta und DoorDash fungieren.

DoorDash koordiniert heute Zahlungen an rund 10 Millionen Dashers in über 40 Ländern, aber die Abwicklung über verschiedene Bankensysteme und Währungen stellt einen enormen operativen Aufwand dar. In Zusammenarbeit mit Stripe testet der Lieferdienst nun Stablecoin-Zahlungen. Anstatt lokaler Bankkonten benötigen Auftragnehmer lediglich eine Wallet-Adresse, was den Prozess radikal vereinfachen könnte.

Meta verfolgt eine ähnliche Strategie für die Creator-Economy, denn auf Plattformen wie Instagram partizipieren weltweit über 200 Millionen Ersteller an Monetarisierungsprogrammen. Das Unternehmen von Mark Zuckerberg probiert sich nun an Stablecoin-Auszahlungen über Solana und Polygon, beginnend in Kolumbien und den Philippinen. Laut Bitwise-CIO Matt Hougan könnten beide Projekte zu Vorboten einer echten Mainstream-Adoption von Stablecoins werden.

Die unterschätzte Killer-App

Oftmals steht bei Stablecoins die Kostenersparnis im Fokus, denn eine Transaktion kostet Bruchteile eines Cents, während traditionelle Überweisungen hohe Gebühren verursachen und mehrere Tage beanspruchen können. Hougan betont aber, dass der wichtigste Vorteil in der operativen Einfachheit liegt. Unternehmen benötigten keine komplexe Infrastruktur mehr, um Millionen von Mikrozahlungen grenzüberschreitend abzuwickeln, weil eine einzige Wallet-Struktur dutzende lokale Bankbeziehungen ersetzen würde.

Die Integration durch globale Tech-Giganten fungiert nach Einschätzung des Bitwise-CIO als mächtige On-Ramp für das gesamte Krypto-Ökosystem. Sobald Millionen von Gig-Arbeitern über Stablecoin-Wallets verfügen, wäre der Zugang zu Bitcoin und dezentralen Finanzanwendungen (DeFi) nur noch einen Klick entfernt. Daher zementiert die Entwicklung auch Krypto insgesamt als dauerhaften Bestandteil der globalen Finanzarchitektur.

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