Frankreich: Ab Januar 2019 Bitcoin-Verkauf in Tabakläden

Christopher Klee

von Christopher Klee

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Christopher Klee

Christopher Klee hat Literatur- und Medienwissenschaften sowie Informatik an der Universität Konstanz studiert. Seit 2017 beschäftigt sich Christopher mit den technischen und politischen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

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In Frankreich ist es ab dem nächsten Jahr möglich, Bitcoin und Ether in Tabakgeschäften zu kaufen. In Kooperation mit dem Bitcoin-Anbieter KeplerK kann die virtuelle Währung ab dem 1. Januar in 3.000 bis 4.000 französischen Tabakläden erstanden werden.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Tanja Giese

Franzosen, die bereits den Vorsatz gefasst haben, zum Jahresende wieder einmal mit dem Rauchen aufzuhören, müssen Folgendes bedenken: Ab Januar wird es einen Grund mehr geben, sich in einen Tabakladen zu verirren. Dann soll es in Frankreich nämlich möglich sein, in Tabakgeschäften Bitcoin und Ether zu erwerben. Die Kooperation zwischen dem Verband der französischen Tabakhändler, dem Business-Dienstleister Bimedia und dem Bitcoin-Anbieter KeplerK ermöglicht es den Kunden von drei bis vier Tausend Tabakhändlern, Bitcoin zu kaufen. Das geht aus einem Beitrag des französischen Radiosenders Europe 1 hervor.

Konkret können die Kunden Coupons für 50, 100 oder 250 Euro erwerben. Diese lassen sich dann online auf der Seite von KeplerK gegen Bitcoin oder Ether eintauschen.

Wer nicht mit der Zeit geht…


„Der Tabakhändler meines Opas ist nicht mehr relevant.“ Philippe Coy, der Präsident des französischen Verbandes der Tabakhändler, möchte mit der Zeit gehen. Dazu wolle man auch den Ansprüchen der Digitalisierung Rechnung tragen. Nicht zuletzt, um die Kundennähe zu vergrößern:

„Wir befinden uns in einem Wandlungsprozess, einem Prozess […] der Digitalisierung des Angebots, und heute soll unsere Botschaft sein, dass wir so nah wie möglich am Verbraucher sind“,

so Coy gegenüber Europe 1.

Und was sagt die Zentralbank?

Widersprüchliche Meldungen gibt es darüber, wie die französische Zentralbank die Initiative bewertet. Zunächst hieß es auf Europe 1, dass die Kooperation von der Aufsichstsbehörde „Autorité de contrôle prudentiel et de résolution“ (ACPR) abgesegnet wurde. Die ACPR ist Teil der Banque de France, der französischen Zentralbank.

Diese bestreitet in einer Stellungnahme vom 21. November jedoch, eine explizite Erlaubnis für den Verkauf von Bitcoin-Coupons in Tabakgeschäften erteilt zu haben. So heißt es auf der Website der Zentralbank:

„Im Gegensatz zu dem, was heute Morgen von einigen Radiosendern ohne vorherige Überprüfung gesagt wurde, wurde keine Vereinbarung unterzeichnet, die den Verkauf von Bitcoin in Tabakläden erlaubt. Es wird keine Vereinbarung zu diesem Thema diskutiert oder angestrebt.“

Also Kommando zurück? Nicht ganz. Phllippe Coy hält eine Genehmigung des neuen Dienstes durch die Banque de France für nicht notwendig.

„Der Tabakhändler benötigt keine Genehmigung der Banque de France, um diese Coupons zu verkaufen. Heute erlaubt uns die KeplerK-Plattform, dies zu tun.“

Die Initiative bildet dabei nur ein kleines Steinchen im Mosaik der Massenadaption von Bitcoin. Das wird deutlich, wenn man die 4.000 teilnehmenden Tabakhändler und die Gesamtzahl der Tabakverkaufsstellen in Frankreich betrachtet. Insgesamt gibt es knapp 25.000 solche „Bureaux de Tabac“ in Frankreich. Immerhin wäre damit jeder sechste französische Tabakladen in Zukunft eine Anlaufstelle für Bitcoin- und Nikotin-Junkies.

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