Euro (EUR) – Kursanalyse KW14 – Europas Währung im Würgegriff der Bitcoin-Wale

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Polemik, Verbotsforderungen und eine rigide Politik haben Bitcoin-Wale das Vertrauen in die Währung der Europäischen Union verlieren lassen. Zwar ist seit Dezember eine leichte Erholung zu sehen, ob jedoch der aktuelle Test der den Kurs im Griff haltenden Resistance von den Euro-Bullen entschieden werden kann ist fraglich. 

Zusammenfassung

  • Der Euro ist in dieser Woche gestiegen.
  • Lancierte Angriffe auf den Bitcoin konnten den Erholungskurs seit Ende Dezember fortsetzen, sodass aktuell der Kurs  wieder das Level von November letzten Jahres erreicht hat.
  • Kurzfristig ist die Gesamtsituation neutral. Wichtigster Support liegt bei 14.151 Satoshi, die wichtigste Resistance wird gerade bei 18.605 Satoshi getestet.

Dem Euro geht es eher schlecht. Es gab es schon länger Vorwürfe bezüglich eines unendlichen, beliebig kontrollierbaren Supplies, eines gewaltigen Preminings und einer extrem zentralisierten Governance. Seit letztem Jahr um diese Zeit hat er, selbst mit allen Gewinnen im letzten Quartal, fast 90 % an Wert verloren. Eine rigide Notenbank-Politik, eine harsche Polemik gegen Bitcoin (zugunsten einer nicht weiter definierten „Distributed Ledger Technology“) und verschiedene Verbotsforderungen haben im letzten Jahr die Unsicherheit der bekannten Fiatwährung offenbart und die Bitcoin-Bullen auf den Plan gerufen. Sie konnten genügend Kapital sammeln und kontrollieren seitdem den Markt. Daran konnten auch die technischen Schwierigkeiten Bitcoins sowie die Probleme und Hacks verschiedener Bitcoin-Exchanges wenig ändern. Sicher, sie haben in den letzten Monaten zu einer leichten Erholung geführt, die ursprüngliche Größe des Euros ist jedoch weit entfernt.

Aktuell wird eine wichtige Resistance getestet, welche schon im November 2017 und Februar 2018 getestet wurde. Die Indikatoren liefern eine durchwachsene Prognose bezüglich eines möglichen Durchbruchs.

Der MACD (zweites Panel von oben) ist positiv, ebenso liegt die MACD-Linie (blau) über dem Signal (orange).

Der RSI (drittes Panel von oben) liegt bei 77 und ist damit fast überkauft.

Insgesamt ist die Situation gemäß Kurs, Trend und Indikatoren neutral. Gemäß MACD könnte es zu weiteren Kursanstiegen kommen, der RSI suggeriert jedoch eine Preisumkehr.

Support und Resistance

Mutige Euro-Investoren können jetzt Long gehen in der Hoffnung, dass die Euro-Bullen den Bitcoin-Walen genügend Paroli bieten können. Es ist jedoch dringlich angeraten, einen knappen Stop Loss zu wählen. In dem Sinn liegt der erste Support bei 14.151 Satoshi und wird durch den Aufwärtstrend von Anfang März beschrieben. Fällt dieser Support, ist es vorerst mit einer Erholung des Euros vorbei und könnte die Minima von Anfang März bei 11.000 Satoshi erreichen, die ein möglicher neuer Wiedereintrittspunkt ist.

Wie schon beschrieben, wird aktuell die Resistance bei 18.605 Satoshi getestet. Sollte diese durchbrochen werden, läge das nächste Target bei 20.000 Satoshi.

Disclaimer: Die auf dieser Seite dargestellten Kursschätzungen erheben keinen Anspruch auf Realismus. Sie sind lediglich eine erste April-Phantastereien des Analysten.

BTC-ECHO

Bild auf Basis von Daten von bitstamp.net um 15:00 Uhr am 31. März 2018 erstellt.

Über Dr. Philipp Giese

Dr. Philipp GieseDr. Philipp Giese arbeitet als Analyst für BTC-ECHO und ist auf die Bereiche Chartanalyse und Technologie spezialisiert. Zudem engagiert er sich aktiv für die Krypto-Community – sowohl online als zentraler Ansprechpartner im Slack-Channel von BTC-ECHO als auch offline als Speaker und Interviewer pflegt er stets den Austausch mit Startups, Entwicklern und Visionären. Der promovierte Physiker kann auf jahrelange Berufserfahrung als Projektleiter und technologischer Berater zurückgreifen. Philipp begeistert sich dabei seit vielen Jahren nicht nur für die technologische Dimension von Kryptowährungen, sondern auch für die dahinterliegende sozioökonomische Vision.

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