“Eine großartige Möglichkeit, Wohlstand zu teilen”: Spenden in Kryptos

“Eine großartige Möglichkeit, Wohlstand zu teilen”: Spenden in Kryptos

Sowohl das Ripple-Netzwerk als auch die Plattform OmiseGo haben sich zu größeren Spenden für soziale Projekte entschieden. Das auf Ethereum basierende Netzwerk OmiseGo bringt gemeinsam mit Ethereum-Gründer Vitalik Buterin eine Million US-Dollar in OMG-Token auf. Mit dem Geld soll Geflüchteten geholfen werden, die in extremer Armut leben. Ripple spendet derweil XRP im Wert von 29 Millionen US-Dollar an öffentliche Schulen in den USA.

Buterin und OmiseGo spenden die OMG-Token an GiveDirectly, eine in Ostafrika ansässige Organisation. In einem Statement von GiveDirectly heißt es zu der Spende:

„Die Krypto-Wirtschaft ist im letzten Jahr enorm gewachsen und hat Menschen und Organisationen in diesem System eine Menge Geld eingebracht. Zum Teil sehen wir darin einfach eine großartige Möglichkeit, diesen Wohlstand zu teilen. Wir hoffen, das durch Kryptos erworbene Vermögen führt nicht zu einem extravaganten Lebensstil, sondern zu extravaganter Großzügigkeit.“

Weiter äußert sich GiveDirectly in dem Statement:

„Die Welt befindet sich mitten in einer Flüchtlingskrise, mit mehr als 65 Millionen aus ihrer Heimat vertriebenen Menschen. Viele Geflüchtete kommen mit nützlichen Fähigkeiten in neue Länder, verfügen aber über kein Kapital, um sich ein neues Leben aufzubauen. Für viele ist es außerdem schwierig, am offiziellen Finanzsystem teilzunehmen, da ihnen die notwendigen Unterlagen fehlen. Genau das sind die Menschen, die vom Unbanking-Effekt profitieren sollen, den OMG erschaffen möchte.“

Buterin, OmiseGo und Give Directly schlagen auf diese Weise zwei Fliegen mit einer Klappe. Zum einen wird schlicht und ergreifend etwas Gutes getan, indem erworbenes Vermögen Menschen in Armut zugute kommt. Zum anderen forciert man mit der Spende eine konkrete Nutzung der OMG-Token. Es ist einer von vielen kleinen Schritten, die Kryptowährungen für den Alltag nutzbarer machen können.

Ripple-Spenden für amerikanische Schulen

Die Ripple-Spende von XRP im Wert von 29 Millionen US-Dollar geht an die Organisation DonorsChoose, die öffentliche Schulen unterstützt. DonersChoose-CEO und -Gründer Charles Best spricht dabei von „der größten Spende in Kryptowährungen“. Von der Spende sollen Bücher, technische Geräte, Exkursionen und andere Lernmaterialien finanziert werden.

Ripple kündigte an, die gespendeten XRP in den nächsten zwei Wochen in US-Dollar zu tauschen. Anders als bei den OMG-Token handelt es sich daher um keine direkte Spende in Kryptowährungen. Bleibt zu hoffen, dass dies gelingt und OmiseGo wirklich einigen Geflüchteten den Weg aus der Armut ermöglichen kann. (Tipp: Wert vor dem Spenden selbst clever Investieren will, sollte sich unseren neuen Kryptokompass anschauen.)

BTC-ECHO

Über Fabian Kaul

Fabian KaulFabian Kaul hat Neuere Deutsche Literatur in Göttingen studiert. Seit März 2018 schreibt er als freier Redakteur für BTC-ECHO. Sein Hauptinteresse gilt den Chancen und Risiken, die sich aus dem Themenkomplex Blockchains und Kryptowährungen für die Gesellschaft ergeben.

Ähnliche Artikel

Bitcoin, Ethereum und Ripple – Kursanalyse KW38 – Endlich Kursanstiege bei XRP und Ethereum

Während sich erneut die vorgestellte bullishe Variante beim Ethereum-Kurs und Ripple-Kurs durchgesetzt hat, stagniert der Bitcoin-Kurs nach wie vor.  Bitcoin (BTC/USD) Der Bitcoin-Kurs hat in der vergangenen Woche den kleinen Abverkauf, Startschuss 5. September 2018, verdaut. Die 6.000-US-Dollar-Marke hält derzeit noch. Der Anstieg auf die 6.600 US-Dollar war nur ein Rücklauf in dem kurzfristigen Abverkauf. […]

Steigt der Bitcoin-Kurs jetzt aus dem Bärenmarkt? Die NVT-Ratio rät zum Abwarten

Gemäß Michael Novogratz und anderen sei der Boden des Bärenmarkts erreicht und die Zeit reif für einen Bullenmarkt. Doch gibt das der Bitcoin-Kurs aktuell her? Die NVT-Ratio kann helfen, das Ende eines Bärenmarktes abzuschätzen.  Die Stimmen zum Bitcoin-Kurs schwenken mal wieder um: Angeheizt von den Sorgen um eine neue Wirtschaftskrise haben sich einige für Bitcoin ausgesprochen, […]

Erster DLT- und Blockchain-Professor an der Uni Basel

Distributed-Ledger-Technologie mit dezentralen Transaktionssystemen kann die Finanzwelt grundlegend verändern. Um die Forschung auf diesem Gebiet entsprechend zu verstärken, hat das Rektorat der Universität Basel den Ökonomen Fabian Schär zum Assistenzprofessor ernannt. Dabei wird diese Stiftungsprofessur von der Credit Suisse Asset Management (Schweiz) AG finanziert. Mit Fabian Schär bekommt die Universität Basel ihren ersten „Stiftungsprofessor für […]

Bitcoin: BTC-Hodler trotzen der Bärenstimmung

Mehr als 55 Prozent der Bitcoin liegen aktuell in Wallets, in denen mehr als 200 BTC gehalten werden. Ein Drittel der Bitcoins in diesen „Investoren-Wallets“ haben noch keine einzige ausgehende Transaktionen verbucht. Die große Zahl an unbewegten Coins lässt auf Hardcore-Hodler schließen – oder auf verlorene Private Keys. Die Mehrzahl der Bitcoin liegt auf den […]