Die Lage am Mittwoch: Stabilität lässt zu wünschen übrig

Phillip Horch

von Phillip Horch

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Phillip Horch

Phillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er ist Diplom-Journalist und hat einen Master-Abschluss in Literatur-Kunst-Medien.

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Der Bitcoin-Kurs rudert geknickt abwärts, während aus New York neue Stable Coins kommen. Derweil gibt es große Bewegungen von einer unbekannten Wallet. Die Regulierungsbehörden lassen zunehmend die Köpfe qualmen, während eins am Markt zu fehlen scheint: Stabilität. Die Lage am Mittwoch.

Es bewegt sich derzeit viel im Bitcoin-Universum. Momentan ist es wohl vor allem die Bitcoin-Wallet 1933p, die hohe Wellen schlägt. Ob Mt.Gox, Dread Pirate Roberts oder sonstige Zwielichter dahinter stecken – den Einfluss auf den Bitcoin-Kurs kann man kaum bestreiten. Da werden plötzlich Tausende von Coins auf den Markt geschleudert und ehe man sich’s versieht, rutscht der Kurs nach unten. Bitcoin zeigt sich von seiner volatilsten Seite, von Stabilität kann man in diesen Tagen kaum sprechen.


Und das, obwohl die Watchdogs aus den USA nicht müde werden, von ihren Finanztürmen neue Stable Coins auf den Markt zu werfen. Während die Behörden sich nach wie vor schwer tun, ETN, ETF und Konsorten zu erlauben, scheinen Stable Coins leichter durch die Verwaltungsmühlen zu rutschen. Sind es doch die immer gleichen Argumente, die gegen eine Zulassung der Finanzprodukte sprechen, aber bei den an Fiatwährung gebundenen Coins nicht zu gelten scheinen. Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und Konsorten – so scheint es bisweilen – sind neuartige Erscheinungen, die der Kryptomarkt mit sich bringt.

Umdenken dauert

Hier findet jedoch, wenn auch langsam, ein Umdenken statt. So erkannte eine Arbeitsgruppe des US-Kongresses, dass Bitcoin kaum zur Finanzierung von Terrorismus genutzt werde. Auch in der obersten Regulierungsbehörde keimt ein zartes Pflänzchen der Hoffnung. Dort ist es der neue SEC-Kommissar Elad Roismann, der für frischen Wind bei der SEC sorgen soll. Dadurch, so hoffen jedenfalls die Bitcoin-Verfechter, steht das Ökosystem dann wieder auf etwas sichereren Beinen.

Ähnliches lässt auch das vergangene Finanzministertreffen in Wien erhoffen. Ob stabil oder nicht: Die Minister haben erkannt, dass Kryptowährungen gekommen sind, um zu bleiben. Deshalb wolle man sich in den Führungsriegen diese neue Anlageklasse genauer ansehen und für mehr Klarheit sorgen. Bis Ende des Jahres wolle man an einem Rahmenwerk arbeiten, um Kryptowährungen und ICOs besser einordnen und kategorisieren zu können. Dafür wolle man auf europäischer Ebene zusammenarbeiten.

Und du so, Krypto?

Da drängt sich freilich die Frage auf, ob sich der Kryptomarkt bis dahin von selbst einpendelt. Lenkt man den Blick nach China, stellt man fest, dass sich der Kryptomarkt seinen Weg trotz Verboten und regulatorischer Zwangsjacke zu bahnen scheint. Die Börsen im Reich der Mitte warten mit immer neuen Möglichkeiten auf, Gesetzeslücken zu finden oder unentdeckt zu bleiben. Vergleicht man die Regulierungsmühlen mit den Fortschritten in der Technologie, stellt sich kaum die Frage, wer das Rennen derzeit anführt.

Da darf man seinen Blick auch mal getrost vom Kurs abwenden und sich an die Vision Satoshi Nakamotos erinnern: ein Geldsystem zu bauen, dass auf Technologie statt auf Institutionen aufbaut. Und darin ist Bitcoin doch recht stabil.

BTC-ECHO

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