Meinungs-ECHO KW36 – Bitcoin präsentiert sich von seiner volatilsten Seite

Christopher Klee

von Christopher Klee

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Christopher Klee

Christopher Klee hat Literatur- und Medienwissenschaften sowie Informatik an der Universität Konstanz studiert. Seit 2017 beschäftigt sich Christopher mit den technischen und politischen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

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Der BTC-Kurs hat die Investoren letzte Woche schmerzhaft an die Volatilität von Kryptowährungen erinnert. Der Kurssturz von Bitcoin & Co. war entsprechend das bestimmende Thema in den Kommentaren der vergangenen Woche.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Christopher Klee

Brian Armstrong, CEO der Kryptobörse Coinbase, bleibt angesichts der jüngsten Kursereignisse gelassen. Er könne diesen „Korrekturperioden“ durchaus etwas positives abgewinnen, denn:

„In solchen Korrekturperioden verschwinden viele Leute, die aus den falschen Gründen in Krypto eingestiegen sind oder nur einen schnellen Dollar machen wollten – sie verlieren das Interesse“

Das sagte der Coinbase-Chef am 7. September in San Francisco anlässlich der „Disrupt“-Konferenz von TechCrunch.

„Mythos Bitcoin“


Panos Mourdoukoutas von Forbes sieht in dem letzten Dip des Bitcoin-Kurses weniger eine Korrektur, sondern vielmehr den Beweis, dass Bitcoin nicht das Zeug zum US-Dollar-Konkurrenten habe. Das gelte besonders angesichts der Währungskrisen in Schwellenländern:

„Wie die Türkei und Argentinien, deren Währungen in den letzten Wochen eingebrochen sind. Beide Länder haben eine hohe Schuldenlast in US-Dollar. Und ihre Zentralbanken haben ihre Unabhängigkeit verloren, um die Inflation zu bekämpfen.“

Der BTC-Kurs sei indes mit den Währungen gefallen, anstatt von einer Flucht der inflationsgeplagten Bürger in Kryptowährungen in die Höhe zu schnellen. So seien in der Türkei die Menschen eher in Gold als in Kryptos eingestiegen, was verstärkte Importe belegen sollen.

Die „globale Währung Bitcoin“ bezeichnet Mourdoukoutas als „Mythos“.

Kein ETF? Kein Wunder!

Andrew Pompliano, Gründer von Morgan Creek Digital, sieht in dem Kurssturz indes ein Beispiel dafür, warum die Regulierungsbehörden das Thema Bitcoin-ETF bislang so skeptisch betrachten.

„Ihr wollt wissen, warum es noch keinen Krypto-ETF gibt? Es wurden gerade Bitcoin in Höhe von 100 Millionen US-Dollar innerhalb von 10 Minuten auf den Markt geworfen. Das hat den BTC-Kurs um 5 Prozent sinken lassen. Manche sagen Volatilität, andere Manipulation. Niemand kennt die Wahrheit“,

machte er sich auf Twitter Luft.

Das große Walsterben?

Beim Bitcoin Exchange Guide spekuliert man über die Möglichkeit, dass die „letzten Wale“ gerade dabei sein könnten, ihre Coins zu Geld zu machen, um auf weniger risikobehaftete Anlageformen umzuschwenken:

„Einige Leute theoretisieren, dass sie ihr Vermögen liquidieren und auf stabilere Märkte wie Immobilien umziehen, während andere glauben, dass sie den Markt benutzen.“

Investorenschreck Volatilität

Der Trader Brian Stutland sieht die hohe Volatilität des Bitcoin als Investitionshemmnis. Außerdem gab er CNBC gegenüber seiner Hoffnung Ausdruck, dass eine geringere Volatilität weniger Absprünge von Investoren bedeuten würde:

„Ich möchte, dass sich diese Volatilität ein wenig verringert, um den Leuten ein wenig mehr Komfort zu bieten, denn wie man sieht, unterstützt das die Investoren. Wenn wir diese bestimmten technischen [Kurs-]Werte erreichen, dann wollen die Leute sofort aussteigen.“

Bitcoin-Kurs bald wieder bei 7.250 US-Dollar

Während Stutland den großen Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum gute Überlebenschancen attestiert, sieht er für die meisten Altcoins auf lange Sicht schwarz:

„Bitcoin, Ethereum und einige andere führende Coins werden bleiben. Viele der Altcoins werden verschwinden.“

In Bezug auf die – inzwischen widerlegten – Gerüchte um Goldman Sachs und die Aufgabe ihres Krypto-Trading-Desks winkt Stutland ab:

„Ich würde sagen, vergiss diese Typen. Bitcoin wurde geschaffen, um Überweisungen abseits der Banken abzuwickeln. Wir brauchen sie nicht, und in diesem Sinne würde ich davon ausgehen, dass es wieder höher geht.“

Stutland gibt sich optimistisch, dass der BTC-Kurs noch im September wieder die Marke von 7,250 US-Dollar erklimmen wird.

BTC-ECHO


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