Mit der Pünktlichkeit eines Schweizer Uhrwerkes verkündet Michael Saylor, Gründer von Strategy (ehemals: MicroStrategy), Montag für Montag den jüngsten Bitcoin-Kauf seines Unternehmens. Nicht so in dieser Woche. “Diese Woche keine Käufe. Nächste Woche geht es wieder an die Arbeit”, schreibt der Permabulle in einem neuen X-Post. Alleine in den vergangenen zwei Monaten erwarb Strategy Bitcoin im Gesamtwert von etwa 7,2 Milliarden US-Dollar und hält nun 818.334 BTC – mehr als hundertmal so viel wie El Salvador.
Die Finanzierung der massiven Bitcoin-Käufe erfolgte zuletzt hauptsächlich über die Emission von Stretch (STRC), einem hybriden Finanzinstrument, das Merkmale von Anleihen und Aktien kombiniert. Strategy will den Kurs dieser “Vorzugsaktie” bei 100 US-Dollar stabilisieren, indem die Dividendenrendite dynamisch angepasst wird. Aktuell beträgt sie 11,5 Prozent jährlich. Angesichts sinkender Renditen bei Junk Bonds bleibt die STRC-Rendite laut Bitwise-CIO Matt Hougan derzeit vor allem für institutionelle Anleger attraktiv.
Bitcoin ist perfektes “digitales Kapital”
Bei seiner Keynote auf der Bitcoin 2026 in Las Vegas prognostizierte Michael Saylor eine monumentale Zukunft für das BTC-Netzwerk. Entscheidend sei nun die Entwicklung von “Digital Credit”, das heißt digitalen Kreditinstrumenten, die auf Bitcoin als Basiswert aufbauen. Stretch gehört zu eben diesen Instrumenten. Laut Saylor wird dies der wichtigste Katalysator, um die Krypto-Leitwährung auf eine Marktkapitalisierung von sagenhaften 200 Billionen US-Dollar zu hieven, was einem BTC-Kurs von 10 Millionen US-Dollar entspricht.
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Doch nicht alle sind vom neuesten Financial Engineering Tool von Michael Saylor begeistert. Peter Schiff, seines Zeichens langjähriger Bitcoin-Kritiker, erklärte dazu, dass Stretch ein Rückschritt sei, denn noch “im Februar 2021 sammelte Saylor durch die Ausgabe von vorrangigen Wandelanleihen mit 0 Prozent Zinssatz Mittel für MSTR, um Bitcoin zu kaufen”. Jetzt hingegen sei er mit Stretch gezwungen, die genannten 11,5 Prozent zu zahlen, weil “die Anleger kein Interesse am begrenzten Aufwärtspotenzial von Bitcoin haben”. Mehr dazu erfahrt ihr hier: “Peter Schiff attackiert MicroStrategy“.

