Die Krypto-Leitwährung verzeichnete seit den Tiefstständen im Februar einen Zuwachs von rund 20 Prozent und handelt aktuell wieder im Bereich von 78.000 US-Dollar. Während die Zuflüsse in Spot ETFs seit dem 1. März beachtliche 3,8 Milliarden US-Dollar erreichten, identifiziert Matt Hougan, CIO von Bitwise, in seinem wöchentlichen Memo einen noch gewichtigeren Faktor: Strategy. Das Unternehmen von Michael Saylor erwarb in den vergangenen acht Wochen Bitcoin im Gesamtwert von stolzen 7,2 Milliarden US-Dollar.
Die Finanzierung dieser massiven Käufe erfolgt primär über die Emission von STRC (Perpetual Preferred Equity). Hierbei handelt es sich um ein hybrides Finanzinstrument, das Merkmale von Anleihen und Aktien kombiniert. Strategy zielt darauf ab, den Kurs dieses Instruments bei 100 US-Dollar zu stabilisieren, indem die Dividendenrendite dynamisch angepasst wird. Aktuell liegt sie bei 11,5 Prozent jährlich. Zum Vergleich: Dividendenwerte wie die Telekom, Münchener Rück oder BMW schütten 3 bis 6 Prozent aus.
Das über Stretch eingesammelte Kapital fließt unmittelbar in den Erwerb von BTC auf dem Spot-Markt. Kritiker, die hinter diesem Modell ein Schneeballsystem vermuten, verweist Hougan auf die Bilanzstruktur des Unternehmens. Mit Bitcoin-Beständen im Wert von 63 Milliarden US-Dollar gegenüber Verpflichtungen von 21 Milliarden US-Dollar – bestehend aus Schulden und Vorzugsaktien – verfügt Strategy über einen Puffer von 41 Milliarden US-Dollar für Stammaktionäre.
So riskant ist die Bitcoin-Strategie
Wie tragfähig dieses Modell langfristig ist, hängt maßgeblich von der Bitcoin-Preisentwicklung ab. Auch bei stagnierenden Kursen könnte Strategy die Dividenden theoretisch über 42 Jahre bedienen. Sollte Bitcoin jedoch jährlich um etwa 20 Prozent steigen, wäre die Finanzierung dauerhaft gesichert. Das Unternehmen behält sich zudem das Recht vor, Dividendenzahlungen unter bestimmten Bedingungen auszusetzen, wobei die Verbindlichkeiten weiter verzinst werden.
Für den weiteren Verlauf der Rallye ist das Verhältnis der Gesamtschulden zu den Bitcoin-Beständen die entscheidende Kennzahl. Hougan prognostiziert, dass Investoren erst bei einer Quote von 50 Prozent kritische Fragen stellen werden, was Strategy bei aktuellen Kursen einen Spielraum für weitere STRC-Emissionen im Volumen von 10 bis 15 Milliarden US-Dollar eröffnet. Angesichts sinkender Renditen bei Junk Bonds bleibt die STRC-Rendite im Mai 2026 insbesondere für institutionelle Anleger attraktiv.
Wenn ihr statt dem komplexen Finanzinstrument Stretch vorerst lieber Bitcoin (BTC) selbst kauft, dann schaut euch gerne bei Coinbase um. Dort gibt es aktuell einen 30 Euro Bonus für Neukunden.

