Das große Ziel von Bitcoin-Permabulle Michael Saylor rückt in greifbare Nähe. Mit seiner Treasury-Firma Strategy (ehemals MicroStrategy) will er langfristig einen ganzen Nakamoto, das heißt 1.000.000 BTC, kontrollieren – etwa fünf Prozent des zirkulierenden Gesamtangebotes. Einer Prognose des US-Unternehmers aus dem vergangenen Jahr zufolge dürfte der Preis eines Bitcoin bei stolzen 1.000.000 US-Dollar stehen, wenn MSTR diese Mission schließlich erfüllt hat. Sollte er im derzeitigen Tempo weiter machen, könnte es bereits 2027 soweit sein, denn nach dem jüngsten Kauf besitzt der größte Corporate-Hodler der Welt bereits 818.334 BTC im Gesamtwert von rund 62 Milliarden US-Dollar.
Doch nicht alle teilen den Saylor’schen Optimismus. Insbesondere Peter Schiff, seines Zeichens überzeugter Bitcoin-Kritiker seit 2013, hat eine ganz andere Meinung. In einem neuen X-Post meint der Goldinvestor: “Wenn der Kauf der nächsten 231.666 BTC denselben Einfluss auf den Bitcoin-Kurs hat wie der Kauf der letzten 231.666, wird Bitcoin unter 60.000 US-Dollar handeln, wenn MSTR schließlich 5 Prozent erreicht.”
Für die Berechnung der noch ausstehenden Kaufmenge hat er offenbar die enorme Bitcoin-Akquisition von Strategy aus der Vorwoche noch nicht berücksichtigt. Schon in der Vergangenheit hatte Schiff mehrfach heftig gegen Saylor und seine Firma ausgeteilt. So meinte er beispielsweise im November: “Das gesamte Geschäftsmodell von MSTR ist ein Betrug. Unabhängig davon, was mit Bitcoin geschieht, glaube ich, dass MSTR letztendlich bankrottgehen wird.”
Vorzugsaktie Stretch: Geniales Bitcoin-Finanzierungsinstrument oder bloßer Scam?
Vor allem auf die zunehmend populäre Vorzugsaktie Stretch (STRC) schießt sich der Edelmetallanhänger ein. Diese wurde in den zurückliegenden Wochen zum wichtigsten Kapitalbeschaffungsmittel, um den Bitcoin-Akkumulationsmotor von Strategy auf Hochtouren zu treiben. Die Dividendenrendite beträgt aktuell 11,5 Prozent, sodass sich Stretch vor allem an Anleger richtet, die einen hohen, monatlichen Cashflow mit relativ geringer Kursschwankung suchen. Peter Schiff will darin jedoch eine Niederlage erkennen, denn noch “im Februar 2021 sammelte Saylor durch die Ausgabe von vorrangigen Wandelanleihen mit 0 Prozent Zinssatz Mittel für MSTR, um Bitcoin zu kaufen.”
Jetzt hingegen sei er mit Stretch gezwungen, die genannten 11,5 Prozent zu zahlen, weil “die Anleger kein Interesse am begrenzten Aufwärtspotenzial von Bitcoin haben”. In den Kommentaren weisen einige X-Nutzer aber darauf hin, dass der Vergleich hinkt. So schreibt etwa Richard Byworth: “Peter, es ist äußerst unaufrichtig, eine Wandelanleihe, die innerhalb von fünf Jahren vollständig zurückgezahlt werden muss, als Vorzugsaktie darzustellen.” Es handele sich um zwei völlig unterschiedliche Instrumente innerhalb der Kapitalstruktur. Versucht Peter Schiff etwa, seine eigenen Follower in die Irre zu führen?
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