"Offensichtlichste Schneeballsystem" 

Peter Schiff attackiert Strategy und kritisiert Bitcoin-Modell

Peter Schiff legt im Streit mit Strategy nach und findet klare Worte. Das Bitcoin-Modell und die STRC-Aktie geraten erneut unter Kritik.

Josip Filipovic
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Peter Schiff bei einer Konferenz

Beitragsbild: Gage Skidmore/Flickr

| Peter Schiff gilt als Bitcoin-Kritiker der ersten Stunde

Die Kritik an der Bitcoin-Strategie von Michael Saylor reißt nicht ab. Diesmal meldet sich erneut Peter Schiff zu Wort und bezeichnet ein neues Finanzprodukt von Strategy als klares Schneeballsystem. Dabei geht es um die Aktie STRC, die laut Unternehmensangaben eine Dividendenrendite von 11,5 Prozent bietet und eng mit der Bitcoin-Akkumulationsstrategie verknüpft ist.

Schiff äußerte sich in sozialen Medien scharf und sprach von einem “offensichtlichen Ponzi-Modell“. Für ihn ist die hohe Rendite ein Warnsignal, das Anleger kritisch hinterfragen sollten. Seine Argumentation knüpft an frühere Aussagen an, in denen er Bitcoin selbst als spekulatives Konstrukt ohne inneren Wert bezeichnete.

Dauerstreit zwischen Gold und Bitcoin

Der Konflikt zwischen Schiff und Saylor ist nicht neu. Während Saylor konsequent auf Bitcoin als Wertspeicher setzt, bleibt Schiff ein überzeugter Verfechter von Gold. In seinen Augen basiert der Erfolg von Strategy vor allem auf der Hoffnung steigender Bitcoin-Kurse und weniger auf nachhaltigen Geschäftsmodellen.

Die neue STRC-Struktur verschärft diese Kritik. Schiff sieht darin ein System, bei dem Kapital durch neue Investoren generiert wird, um bestehende Verpflichtungen zu bedienen. Eine solche Konstruktion erinnere stark an klassische Schneeballsysteme.

Auf der anderen Seite steht Strategy mit einer klaren Linie. Das Unternehmen setzt weiterhin aggressiv auf Bitcoin-Käufe und nutzt verschiedene Finanzinstrumente, um Kapital zu beschaffen. Saylor selbst bestätigt regelmäßig neue Zukäufe und betont die langfristige Perspektive hinter der Strategie.

Für den Markt ist die Debatte mehr als nur ein Schlagabtausch zweier bekannter Persönlichkeiten. Sie berührt grundlegende Fragen zur Bewertung von Bitcoin und zur Rolle von börsennotierten Unternehmen im Krypto-Ökosystem. Kritiker warnen vor überhöhten Erwartungen, Befürworter sehen in Strategy ein Vorbild für institutionelle Adoption.

Ob sich die Kritik von Schiff bewahrheitet, hängt letztlich stark von der weiteren Entwicklung des BTC-Kurses ab. Steigende Preise würden das Modell stützen, während eine längere Schwächephase die Risiken offenlegen könnte. Die Auseinandersetzung dürfte daher weitergehen und den Markt begleiten.

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