Die Harten im „Walled Garden“: Libra-Partner unterzeichnen Charta

Polina Khubbeeva

von Polina Khubbeeva

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Polina Khubbeeva

Polina Khubbeeva studiert Politikwissenschaft am Otto-Suhr-Institut der FU Berlin. Im Studium setzt sie sich besonders intensiv mit dem Verhältnis von Macht und Raum auseinander, weshalb Kryptowährungen für sie besonders im Hinblick auf globale Machtverschiebungen spannend sind.

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Libra-Logo, umgeben von Fragezeichen

Quelle: Shutterstock

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Bei der Umsetzung seines Krypto-Projekts Libra tritt Facebook offenbar den Kampf nach vorn an. Die Nachrichtenagentur Reuters meldet, dass die Libra Association mit 21 Mitgliedern ein Treffen in Genf abhielt. Dabei unterzeichneten die Akteure am Montag, dem 14. Oktober, die Gründungsurkunde der Digitalwährung. In den letzten Wochen gab es aus Politik und Wirtschaft viel Gegenwind für das ambitionierte Projekt.

Die 21 verbleibenden Mitglieder der Libra Association haben ihre konstituiere Sitzung in Genf abgehalten. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor, die BTC-ECHO vorliegt.

Danach haben die Mitglieder eine Charta verabschiedet, in der Details zum internen Aufbau der Organisation und ihre Organisationsform entsprechend den Gesetzen der Schweiz festgelegt sind. So erfordern gravierende Änderungen im Management beispielsweise eine Zweidrittelmehrheit der Mitglieder bei einer Abstimmung. Andere Entscheidungen bedürfen nur einer einfachen Mehrheit. Dem Vorstand von Libra gehören fünf Personen an. Unter ihnen befinden sich neben David Marcus von Facebook außerdem Vertreter der Unternehmen PayU und Kiva Microfunds. PayU ist dabei der einzige verbliebende Zahlungsdienstleister im Projekt, wobei die niederländische Firma nicht in den USA und Kanada operiert. Weitere Unternehmen, die am Libra-Projekt beteiligt sind, sind Uber, Vodafone sowie Lyft.

Libra: Mitgliederschwund „Korrektur“ statt Rückschlag?

Die Verantwortlichen versuchen unterdessen, trotz zahlreicher regulatorischer Hürden und abgesprungener Partner an dem Veröffentlichungstermin im Sommer 2020 festzuhalten.

Erst diese Woche wurde bekannt, dass Booking Holding nicht mehr Teil von Libra sein wird. Zu diesem Reisekonzern gehören unter anderem die Firmen Kayak und Booking.com. Letzten Freitag, am 11. Oktober, schieden bereits MasterCard und Visa aus dem Projekt aus. Auch Online-Zahlungsdienstleister PayPal beendete kürzlich die Beteiligung an Facebooks Kryptowährung, genauso wie Shopping-Gigant Ebay.

Zudem publizierten die G7, die Vereinigung der wirtschaftsstärksten Staaten, ebenfalls am Montag einen Bericht, in welchem sie eindringlich vor den Libra Coin warnen. Dieser stellt nach Ansicht der Experten möglicherweise eine Gefahr für die internationale Finanzstabilität dar.

Derweil dementieren Offizielle von Libra die negativen Folgen der Ereignisse der letzten Wochen für das Projekt. „Es ist eine Korrektur, kein Rückschlag“, betont Dante Disparte, Chef der Abteilung Planung und Kommunikation bei der Libra Association gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Dennoch gab Disparte zu, dass die gesetzlichen Rahmenbedingungen den Start von Libra möglicherweise nach hinten verschieben. Facebook-Chef Mark Zuckerberg muss sich am 23. Oktober erstmal vor dem Finanzausschuss des US-Repräsentantenhauses verantworten. Dies verkündete die Vorsitzende Maxine Waters am 9. Oktober. Dabei wird es um den Einfluss Facebooks auf die Finanzdienstleistungen und die Immobilienbranche gehen.


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