Offenes Buch Neues vom Facebook Coin: Libra öffnet seine Pforten für Entwickler
Christian Stede

von Christian Stede

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Die Logos von Facebook und Libra

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Um die Lancierung des Stable Coins Libra voranzutreiben, geht die Foundation nun einen Schritt auf die Entwickler zu. Am Gegenwind von Seiten der Politik dürfte dies vorerst wenig ändern.

Zuletzt war es eigenartig ruhig um die Kryptowährung von Facebook namens Libra geworden. Einzig eine Personalie gab es zuletzt zu vermelden. Was den technischen Fortschritt jedoch anging, hüllte sich Facebook in dezentes Schweigen. Dies ist aber mit einer Mitteilung vom 24. November gebrochen. Darin hat der Blockchain-Anbieter Bison Trail die Einführung seines Query and Transactions Clusters angekündigt. Dank dieses QT-Protokolls können Entwickler auf das bevorstehende Facebook-Libra-Netzwerk aufbauen.


Libra QT fungiert als Brücke zwischen den Pre-Mainnet- und Off-chain-Systemen von Libra. Damit ist eine dedizierte Off-Chain-Infrastruktur zum Lesen und Schreiben von Daten in die Blockchain gegeben. Die Netzwerkknoten (Nodes) sollen laut der Ankündigung hoch belastbar sein und ein deutlich einfacheres und vor allen Dingen auch kostengünstigeres Handling bieten als eine In-house-Lösung. Entwickler können die Libra QT von Bison Trails nutzen, um Wallets, Krypto-Börsen und andere virtuelle Asset-Dienste auf dem Libra Pre-Mainnet aufzubauen. Darüber hinaus ermöglicht Libra QT auch Zahlungsabwicklung, Transaktionsvalidierung und spezielle Anwendungsfälle wie Smart Contracts.

Was den Zeitplan der Libra-Veröffentlichung betrifft, hat Facebook den ein oder anderen regulatorischen Dämpfer erleiden müssen. Daraufhin hat sich die Crew zurückgezogen und an einem neuen Ansatz gebastelt. Ein solch neuer Ansatz wurde dann unter dem Titel „Libra 2.0“ der Öffentlichkeit präsentiert. Doch die Skepsis konnte Facebook damit nicht zerstreuen. Namhafte Politiker wie der Finanzminister und SPD-Kanzlerkanditat Olaf Scholz machen aus ihrer Ablehnung gegenüber privaten Kryptowährungen keinen Hehl. 

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Facebook mit einigen Fehlern in der Vergangenheit

Aber nicht nur von ihm, sondern von allen G7-Staaten kommt Gegenwind. Dabei geht es weniger um eine Ablehung von Kryptowährungen im allgemeinen. Schließlich sind viele Länder derweil mit eigenen Projekten zum Thema digitaler Zentralbankwährung (CBDC) beschäftigt. Doch möchte man einem Social Media-Giganten wie Facebook mit weltweit 1,7 Milliarden Nutzern auf keinen Fall ein unreguliertes Feld überlassen, wenn es um den Stablecoin Libra geht. 

Der Krypto-Kritiker David Gerard weist in einem Interview auf dem Portal Finance Magnates darauf hin, dass Facebook sich schon oft „falsch verhalten“ und „Vertrauen missbraucht“ habe. Es gab den Datenskandal mit Cambridge Analytics und 2019 wurde Facebook von der Federal Trade Commission mit einer Geldstrafe belegt, weil es den 2012 mit derselben Organisation geschlossenen Vergleich über den Datenschutz von Nutzern gebrochen hatte. An Facebook-Chef Zuckerberg lässt Gerard kein gutes Haar:


Bei jeder Gelegenheit, die er [Mark Zuckerberg] jemals hatte, bricht er die Privatsphäre und lässt Informationen durchsickern, entschuldigt sich dann dafür und tut es wieder.

David Gerard
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