Goodbye Libra? G7 spricht sich geschlossen gegen Facebook Coin aus

Christopher Klee

von Christopher Klee

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Christopher Klee

Christopher Klee hat Literatur- und Medienwissenschaften sowie Informatik an der Universität Konstanz studiert. Seit 2017 beschäftigt sich Christopher mit den technischen und politischen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

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Mehrere Münzstapel, im Hintergrund ein Tablett mit den Logos von Libra und Facebook

Quelle: Shutterstock

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Die G7-Staaten sehen vorerst keine Einführung des geplanten Facebook Coins Libra. Die regulatorischen Bedenken überwiegen noch.

Als Facebook im Juni 2019 die Pläne für seinen globalen Stable Coin Libra vorstellte, reagierten die Finanzmarktregulatoren vielerorts verstimmt. Die Sorge: Aufgrund der enormen Nutzerbasis – laut Datendienst Statista nutzten in Q2 2020 täglich rund 1,7 Milliarden Menschen die Social-Media-Plattform – könnte eine globale Facebook-Währung sich zu einer veritablen Konkurrenz zu Fiatgeld entwickeln.


Der regulatorische Gegenwind hat zahlreiche Gründungsmitglieder der Libra-Association bereits von Bo(a)rd geblasen. Daraufhin erfolgte eine Neuausrichtung von Libra. Den durch einen Währungskorb gedeckten globale Stable Coin ergänzen nun regionale Libra-Varianten. So soll es bei „Libra 2.0“ beispielsweise einen Euro-Libra geben, der durch eine reine Euro-Reserve gedeckt ist, einen US-Dollar Libra, und so weiter. Nicht zuletzt wollte man damit die Bedenken der Finanzmarktregulatoren zerstreuen.

Auch Libra 2.0 kann G7 nicht überzeugen

Das ist bislang offenbar noch nicht gelungen. Zumindest die G7-Staaten scheinen einer Einführung von Libra noch kritisch gegenüber zu stehen. Das geht aus dem Entwurf eines Positionspapiers vor, der der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt:

Die G7 hält weiterhin daran fest, dass kein globales Stable-Coin-Projekt in Betrieb genommen werden sollte, solange es nicht die einschlägigen gesetzlichen, regulatorischen und aufsichtsrechtlichen Anforderungen durch eine geeignete Gestaltung und die Einhaltung der geltenden Normen angemessen berücksichtigt,

zitiert Reuters aus dem Papier, dessen Veröffentlichung im Laufe des Tages erfolgen werden soll.

Darin sollen sich die G7-Staaten ferner prinzipiell offen für das Potenzial von digitalen Währungen zeigen. Mögliche Vorteile sieht man beispielsweise in Sachen Kosteneffizienz und finanzielle Inklusion. Beides Anliegen, die sich auch Libra auf die Fahne geschrieben hat. Allerdings bedürfe es einer angemessenen Aufsicht, um den Verbraucherschutz und die Finanzmarktstabilität nicht zu gefährden.

CBDC hui, Krypto- und Privatgeld pfui

Es ist gewiss kein Zufall, dass das Positionspapier auch auf den Umstand verweist, dass eine Reihe von G7 Mitgliedern derzeit die Vor- und Nachteile von CBDCs erforscht.

Kryptowährungen werden von der G7 indes in die Schmuddelecke verbannt. Die im Zuge der Covid-19-Pandemie gestiegene Zahl von Ransomware-Angriffen, in denen Täter Bitcoin und Co. verlangen, ist der G7 ein Dorn im Auge:

Diese Angriffe, die oft mit Krypto- Zahlungen verbunden sind, gefährden wesentliche Funktionen sowie unsere kollektive Sicherheit und unseren Wohlstand. Wir bekräftigen unsere Entschlossenheit, diese Bedrohung sowohl kollektiv als auch individuell zu bekämpfen.

Bleibt zu hoffen, dass mit „Bedrohung“ die Ransomware-Angriffe und nicht das Zahlungsmittel gemeint ist. Auch wenn die ausgesprochene Libra-Skepsis eher für letzteres spricht.

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