Desinformation à la Ayre: Bitcoin SV sponsert schottischen Zweitligisten

David Scheider

von David Scheider

Am · Lesezeit: 3 Minuten

David Scheider

Kryptowährungen sind Davids Leidenschaft. Deshalb studiert er jetzt Digital Currency an der Universität Nicosia – und schreibt nebenher für BTC-ECHO. Von Bitcoin hält David einiges, vom allgemeine Hype um die Blockchain-Technologie eher weniger.

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Unter der Federführung von Calvin Ayre vermeldet Bitcoin Satoshi Vision (BSV) das Sponsoring eines schottischen Fußball-Zweitligisten. Demnach schmückt ab kommender Saison das Bitcoin-SV-Logo die Trikots von „Ayr United“. Wieso BSV mit Kampagnen wie dieser dem Ökosystem nachhaltig schadet.

Da gesellt sich, was zusammen gehört: Der schottische Zweitligist Ayr United erhält künftig Schützenhilfe vom zweitklassigen Coin Bitcoin SV. Wie BSV mitteilt, tritt als offizieller Unterstützer des Fußballclubs die Nachrichtenseite CoinGeek.com auf; man möchte den Schein eines dezentralen Coins also wahren. So heißt es in der Pressemitteilung:

CoinGeek.com ist der Sponsor hinter dem Deal, aber das Trikot wird physisch unter dem Markenzeichen Bitcoin SV firmieren, der originale Bitcoin und der einzige Coin mit einer Blockchain, die jetzt skalierbar ist, um Tausende von Transaktionen pro Sekunde zu ermöglichen.


Ayre und CoinGeek ließen es sich demzufolge nicht nehmen, auf die scheinbare Überlegenheit von BSV gegenüber Bitcoin (BTC) hinzuweisen. Dass größere Blöcke beileibe nicht die einzige Lösung des Bitcoin-Skalierungsproblems sind, ließ Ayre offen.

Mit dem Sponsoring wolle man die frohe Botschaft des „originalen Bitcoin“ einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen. Demnach hätten „die Menschen von Bitcoin zwar bereits gehört, verstehen aber noch nicht, dass BSV die originale Bitcoin Blockchain ist“, heißt es in der Mitteilung.

Ayre sät Verwirrung

Mit dem Sponsoring hat CoinGeek die nächste Stufe der Desinformationskampagne gegen Bitcoin eingeläutet. Zwar handelt es sich bei Ayr United F.C. lediglich um einen zweitklassigen schottischen Fußballclub. Der potenzielle Schaden, den die Verbreitung von derlei Unwahrheiten anrichten kann, ist aber nicht zu unterschätzen. Denn eines muss man festhalten: Bitcoin SV ist nicht Bitcoin, sondern entstammt einer Hard Fork vom seinerseits abgespaltenen Coin Bitcoin Cash (BCH).

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Weder können größere Blöcke das Skalierungsproblem nachhaltig lösen (dafür braucht es Second-Layer-Lösungen wie das Lightning Network) noch ist BSV wirklich dezentral. Allein die Tatsache, dass „Bitcoin SV“ einen Fußballclub sponsern kann, zeigt, dass hinter dem Projekt keine Open-Source-Community steckt, sondern knallharte Geschäftsinteressen von Ayre & Co.

BSV demontiert sich selbst

Die Meldung fällt indes in eine Reihe schlechter Nachrichten um BSV. So hatten Behauptungen des BSV-Unterstützers Craig Wright, bei ihm handle es sich um Satoshi Nakamoto, in letzter Zeit für großen Wirbel in der Szene gesorgt. Nachdem Twitter-User Hodlonaut Wright als „Betrüger“ bezeichnete, verschickte der über ein Anwaltsbüro prompt Abmahnungen an seine Gegner.

Im Zuge dessen hatten namhafte Bitcoin-Börsen wie Binance und Kraken damit begonnen, BSV aus dem Programm zu nehmen. Die neueste Ankündigung aus dem Hause Bitcoin SV ist also nichts weiter als eine reine Verzweiflungstat, um sinkenden Kursen entgegenzuwirken.

Vielleicht sollten Wright, Ayre und Konsorten im Motto des schottischen Zweitligisten Inspiration suchen. Das ist nämlich „the honest men“ – die aufrichtigen Männer.

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