Craig Wright reicht gefälschte Dokumente bei Gericht ein

Quelle: Shutterstock

Craig Wright reicht gefälschte Dokumente bei Gericht ein

Craig Wright steht nun schon länger vor Gericht und muss sich gegen Ira Kleiman behaupten. Grund für das Verfahren sind Unstimmigkeiten über einen recht großen Betrag an Bitcoins. Nun hat der Bitmessage-Entwickler Wright gefälschte Dokumente hinsichtlich des Minings der Bitcoins bei Gericht eingereicht.

Craig Wright sieht sich als Satoshi Nakamoto

Auch im Laufe des Gerichtsverfahrens blieb Craig Wright bei seiner Behauptung, der Bitcoin-Begründer Satoshi Nakamoto zu sein. Dies war seine Begründung seinen Anspruch an den im Verfahren umkämpften Bitcoins. Allerdings erhebt auch Ira Kleiman, der Bruder des verstorbenen Experten für Cybersicherheit David Kleiman, Ansprüche an den Bitcoins. Kleiman geht davon aus, dass die digitalen Münzen seinem verstorbenen Bruder zustehen, der zu der Zeit des Minings Wrights Geschäftspartner war.

Nun gibt es eine Wende im Wright-Kleiman-Fall. Denn laut einem Gerichtsdokument vom 13. August sagte der Entwickler des Peer-to-Peer-Messenger Bitmessage, Jonathan Warren, gegen den australischen Informatiker Craig Wright aus. Warren ist davon überzeugt, dass Craig Wright im Gerichtsverfahren gefälschte Dokumente zum Nachweis der Urheberschaft eingereicht hat.

Welche Informationen bringt Warren in den Ring?

Warren bestätigte seine Rolle bei der Entwicklung von Bitmessage. Zudem hätten auch Craig Wright und David Kleiman bereits von Beginn an Zugriff auf die Messaging-Software gehabt. Entsprechend dieser Aussage ergeben sich chronologische Unstimmigkeiten in einigen von Wrights eingereichten Dokumenten zum Sachverhalt. Insbesondere hat Wright angeblich einige Verträge, E-Mail-Korrespondenzen und Bitmessages gefälscht. So soll er Kleimans Vermögenswerte unter seine Kontrolle gebracht haben. Warren sagte über Wright aus:

Es sagt mir, dass etwas gefälscht wurde. Entweder wurde das Datum gefälscht oder der Screenshot wurde gefälscht. […] Weil Bitmessage damals im Oktober 2012 noch nicht veröffentlicht wurde.

Das Dilemma ist kein neues. Schließlich sollte Craig Wright bereits vor einiger Zeit eine Liste aller seiner frühen Bitcoin-Adressen vorlegen. Dieser Forderung ist der Angeklagte nicht nachgekommen. Stattdessen versuchte er es eben mit gefälschten Dokumenten, die seine Unschuld beweisen sollten. Letztendlich geht es immer noch darum zu klären, wer Zugriff auf die Bitcoin-Adressen hat. Denn dort lagert ein nicht unerheblicher digitaler Goldschatz. Für Craig Wright scheint es immer schwieriger zu werden, den Besitzanspruch an den virtuellen Münzen zu begründen.

Mehr zum Thema:

Ähnliche Artikel

Finanzbranche first, Industrie second: Wann die Blockchain den Maschinenbauer erreichen wird
Finanzbranche first, Industrie second: Wann die Blockchain den Maschinenbauer erreichen wird
Kommentar

„Blockchain ist viel mehr als Bitcoin.“ Dieser Satz wurde in den letzten zwei Jahren geradezu mantra-artig, selbstbewusst und inflationär von Managern aus der Industrie heruntergebetet. Warum die Realität von dieser Vorstellung noch ein Stückchen entfernt ist, wie lange es dauern wird, bis Blockchain im produzierenden Gewerbe wirklich angekommen ist und wieso die Finanzialisierung der Realwirtschaft voraus ist. Ein Kommentar.

Nach Libra-Austritt: MasterCard glaubt an Krypto-Branche
Nach Libra-Austritt: MasterCard glaubt an Krypto-Branche
Szene

Nach Visa, PayPal und ebay ist auch MasterCard aus Facebooks Libra Association ausgetreten. Das Kreditkartenunternehmen nahm dies zum Anlass, um einmal über die Zukunft der Krypto-Welt nachzudenken. Von einem Abschied aus der Branche ist MasterCard indessen meilenweit entfernt.

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

Facebook Coin Libra: G7 wird Stable Coin vorerst nicht zulassen
Facebook Coin Libra: G7 wird Stable Coin vorerst nicht zulassen
Regulierung

Die „großen 7“ wollen den geplanten Facebook Coin Libra nicht zulassen. Das geht aus einem Stable-Coin-Bericht hervor, den die G7 am 18. Oktober veröffentlichte.

Finanzbranche first, Industrie second: Wann die Blockchain den Maschinenbauer erreichen wird
Finanzbranche first, Industrie second: Wann die Blockchain den Maschinenbauer erreichen wird
Kommentar

„Blockchain ist viel mehr als Bitcoin.“ Dieser Satz wurde in den letzten zwei Jahren geradezu mantra-artig, selbstbewusst und inflationär von Managern aus der Industrie heruntergebetet. Warum die Realität von dieser Vorstellung noch ein Stückchen entfernt ist, wie lange es dauern wird, bis Blockchain im produzierenden Gewerbe wirklich angekommen ist und wieso die Finanzialisierung der Realwirtschaft voraus ist. Ein Kommentar.

Nach Libra-Austritt: MasterCard glaubt an Krypto-Branche
Nach Libra-Austritt: MasterCard glaubt an Krypto-Branche
Szene

Nach Visa, PayPal und ebay ist auch MasterCard aus Facebooks Libra Association ausgetreten. Das Kreditkartenunternehmen nahm dies zum Anlass, um einmal über die Zukunft der Krypto-Welt nachzudenken. Von einem Abschied aus der Branche ist MasterCard indessen meilenweit entfernt.

iFinca: Fair-Trade-Kaffee durch Blockchain-Technologie
iFinca: Fair-Trade-Kaffee durch Blockchain-Technologie
Blockchain

Eine neue App verspricht mithilfe der Blockchain vollste Transparenz bei der Kaffeeproduktion. Das Produkt der kolumbianischen Firma iFinca möchte Farmern eine stärkere Stimme verleihen. Endverbraucher, die den entsprechenden QR-Code auf ihrem Kaffee scannen, sehen dann, wie viel der Bauer an der Herstellung verdient hat. Es ist nicht das erste Projekt in der Kaffee-Branche, welches die Technologie von Bitcoin & Co. nutzt. Schließlich ist das Kaffee-Business eines der undurchsichtigsten weltweit.

Angesagt

China, Nike und die NBA: Sneaker Token im politischen Eklat
Politik

Nike Sneaker, Token und ein Tweet. Der schwelende Konflikt zwischen der NBA und der chinesischen Regierung hat auch in der Krypto-Sphäre seine Spuren hinterlassen.

USA und Kanada erwägen digitales Zentralbankengeld
Politik

Die Zentralbanken Kanadas und der USA planen die Einführung eigener digitaler Währungen. Sie reagieren damit auf ein wachsendes Interesse an digitalen Währungen und wollen den Aufsprung bei dieser Entwicklung nicht verpassen. Dabei verfolgen beide Nationen unterschiedliche Interessen.

Ripple arbeitet an Software für Ledger und Trezor
Kommentar

Das kalifornische Unternehmen Ripple hat über sinen Investmentarm Xpring erneut in Towo Labs investiert. Das schwedische Unternehmen soll eine robuste und praktikable Software schreiben.

Smart Contract Security Alliance will für Sicherheit bei Ethereum sorgen
Altcoins

Die Smart Contract Security Alliance gibt ihren Gründungsrat bekannt. Auf ihrer Agenda stehen – man ahnt es – Sicherheit für Smart Contracts. Die Vereinigung freut sich über Mitglieder wie Fujitsu, Quantstamp und LayerX.