Kriminalität Chinesische Polizei lässt Konten von tausenden Hodlern einfrieren

Dana Hajek

von Dana Hajek

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Dana Hajek

Dana absolviert ihr Masterstudium in Journalismus, Medien und Globalisierung an der City University in London. Sie ist überzeugt, dass Blockchains ein gewaltiges Nutzungs- und Transformationspotenzial aufweisen und in nur wenigen Jahren die Welt auf den Kopf stellen werden.

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Nach einer Razzia lässt die chinesische Polizei Konten von mehreren Tausend Krypto-Nutzern einfrieren. Angeblich seien Krypto- und Fiat-Assets von illegalen Aktivitäten betroffen worden.


Letzten Donnerstag froren die Behörden einige Konten von Krypto-Over-the Counter-Käufern und -Verkäufern unwiderruflich ein. Der Grund? Ihre Transaktionen seien möglicherweise in kriminelle Aktivitäten involviert. Laut des chinesischen Nachrichtendienstes 8btc seien seit dem 4. Juni etwa 4.000 solcher Bankkonten wegen des Verdachts auf Verbrechen, wie Geldwäsche, gesperrt worden.

Mit Behörden ist nicht zu Spaßen


Ein ehemaliger Mitarbeiter des Wallet-Anbieters Bixin, Sun Xiaoxiao, schreibt in einem Beitrag auf dem chinesischen Twitter Weibo, dass auch sein Konto eingefroren worden sei. Daraufhin betonte er, dies sei auch vielen anderen Nutzern wiederfahren. Diejenigen Besitzer eingefrorener Konten wären aber nicht unbedingt krimineller Machenschaften beschuldigt, schreibt der Nachrichtendienst. Die Behörde gäbe diese sofort wieder frei, sollte sie keine Beweise finden. Es bliebe aber unklar, um wie viel kriminelles Geld und Coins es sich hier handele.

Es bleibt auch noch offen, gegen wen die Polizei genau ermittelt und warum so viele Menschen involviert sind. Xiaoxiao postete jedoch noch am selben Tag, dass typische Ursachen hinter solchen Sperren Schneeballsysteme, Geldwäsche, Telekommunikationsbetrug oder Glücksspiel seien.

Die örtliche Polizei in Guangzhou, einer Stadt in der Provinz Guangdong,führte diese Maßnahme durch, um dem Verdacht krimineller Aktivitäten nach jüngsten Vorfällen genauer nachzugehen. Denn nach Angaben der Polizeim hätten kürzlich Betrüger eine gefälschte Huobi-Website erstellt, um Investoren hinter das Licht zu führen und das illegal beschaffte Geld auf ausländische Konten überwiesen. Wie BTC-ECHO schon letzte Woche berichtete, macht China auch hinsichtlich des illegalen Bitcoin-Minings häufiger Schlagzeilen.

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Daher plante die Zentralbank des Landes, People’s Bank of China (PBOC), verstärkt gegen Geldwäsche vorzugehen.

Der OTC-Krypto-Handel ist stark gefährdet

Die aktuellen Maßnahme der Polizei sei ein Problem für chinesische Krypto-Benutzer. Insbesondere wenn deren Konten für einige Monaten nicht mehr nutzbar sein werden. so der Nachrichtendienst. Denn seit die PBOC den Krypto-Handel im Jahr 2017 verbot, nutzten die Menschen ausschließlich den Over-the-Counter(OTC)-Handel, um Kryptowährungen mit Yuan zu traden. Dies sei die beinzige Möglichkeit für chinesische Nutzer, an Kryptos zu gelangen. Nur die wenigsten Benutzer, es sei denn sie haben ein Konto im Ausland, können diese Regelungen umgehen.

OTC-Trading meint den Handel von sogenannten „Over-The-Counter“ Geschäften und ist deshalb auch als Außerbörslicher Handel bekannt. Hierbei wird ein Geschäft direkt zwischen zwei Marktteilnehmern abgewickelt, ohne, dass eine Börse als Mittelsmann involviert ist.  

Regierung regelt Kryptos lieber selbst

Dabei drängte sich China im internationalen Wettbewerb um die Führunsposition in der Welt des Digitalen weiter vor. Mehrere Gerichte entschieden: Kryptowährungen sin offiziell legal. Beispielsweise startete das Land sogar mit ihrem eigenen digitales Zentralbankengeld (CBDC). Eine Weltpremiere. Zudem deklarierte der Shanghai No.1 Intermediate People’s Court Bitcoin offiziell als geschütztes Gut. Und der Shenzhen Futian District People’s Court entschied, dass auch Ethereum ein legales Eigentum mit wirtschaftlichem Wert ist. Ein weiteres Geset schützt Erbschaften in Kryptowährungen.


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