Die Debatte um die Krypto-Regulierung in den USA erhält kurz vor einer entscheidenden Sitzungswoche im Senat neuen Zündstoff. Die demokratischen Senatoren Elizabeth Warren und Richard Blumenthal fordern die US-Börsenaufsicht SEC auf, den Memecoin von Präsident Donald Trump zu untersuchen. Sie sehen Anhaltspunkte dafür, dass beim Verkauf des Tokens möglicherweise Wertpapiergesetze verletzt wurden.
Auslöser ist ein Schreiben an SEC-Chef Paul Atkins. Darin verweisen die Senatoren auf Berichte, wonach seit dem Start des TRUMP-Tokens im Januar 2025 fast eine Million Wallets zusammen Verluste von rund 3,81 Milliarden US-Dollar erlitten haben.
Krypto-Gesetz vor entscheidender Woche
Der Vorstoß kommt zu einem heiklen Zeitpunkt, denn im Weißen Haus wird derzeit über einen neuen Kompromiss beraten, der den Weg für den Clarity Act ebnen soll. Das Gesetz soll erstmals klare Regeln für den Umgang mit digitalen Vermögenswerten schaffen. Streit gibt es weiterhin über mögliche Interessenkonflikte von Politikern mit eigenen Krypto-Projekten.
Eine frühere Fassung des Gesetzes war bei den Demokraten auf Widerstand gestoßen. Zwar enthielt der Entwurf ein Verbot für Amtsträger und deren Ehepartner, digitale Vermögenswerte auszugeben oder zu fördern, Familienangehörige wären von dieser Regelung jedoch ausgenommen geblieben. Dieser Punkt zählt zu den größten Streitfragen und spielt auch in den laufenden Verhandlungen eine zentrale Rolle.
Elizabeth Warren und Richard Blumenthal werfen Trump vor, seine Reichweite genutzt zu haben, um den Handel mit seinem Memecoin anzukurbeln. Nach Angaben der Senatoren soll der Präsident durch das Projekt rund 636 Millionen US-Dollar eingenommen haben. Der TRUMP-Token wurde wenige Tage vor Trumps Amtseinführung im Januar 2025 veröffentlicht und kommt derzeit auf eine Marktkapitalisierung von rund 364 Millionen US-Dollar.
“Wir befürchten, dass Präsident Trumps Memecoin-Projekt einen illegalen Betrug darstellen könnte“, schrieben Warren und Blumenthal am Montag in einem Brief an SEC-Chef Paul Atkins.
