Die US-Börsenaufsicht SEC will die Regulierung des Krypto-Sektors weiter vorantreiben. Im Rahmen ihrer Regulierungsagenda für 2026 kündigte die Behörde mehrere Regeländerungen für Krypto-Börsen und Broker an. Ziel ist es, den bestehenden Rechtsrahmen zu überarbeiten und Unternehmen mehr Rechtssicherheit zu geben.
Im Mittelpunkt stehen neue Vorgaben für Handelsplattformen und Broker. Geplant sind unter anderem strengere Anforderungen an die Verwahrung von Kundengeldern sowie Mindestanforderungen an liquide Mittel. Zudem sollen bestehende Dokumentationspflichten an den Handel mit Krypto-Assets angepasst werden. Nach Angaben der SEC sollen die Änderungen den Umgang mit digitalen Vermögenswerten klarer regeln.
Krypto-Regeln vor der nächsten Reform
“Ich habe stets betont, wie wichtig es ist, den Niedergang börsennotierter Unternehmen umzukehren und unsere öffentlichen Märkte zu revitalisieren, um Börsengänge wieder attraktiv zu machen. Dieses Programm umfasst eine Reihe von Vorschlägen, die für die Verwirklichung dieses Ziels durch eine grundlegende Reform unseres Offenlegungssystems entscheidend sind”, so SEC-Vorsitzender Paul Atkins.
Die geplanten Änderungen spiegeln den Kurs von Atkins wider. Seit seinem Amtsantritt setzt die Behörde stärker auf einen klar definierten Regulierungsrahmen als auf Gerichtsverfahren gegen einzelne Unternehmen. Damit grenzt sich Atkins deutlich von seinem Vorgänger Gary Gensler ab, unter dessen Führung zahlreiche Verfahren gegen Krypto-Unternehmen eingeleitet wurden.
Ein weiterer Baustein der Reform betrifft den rechtlichen Status digitaler Vermögenswerte. Gemeinsam mit der CFTC veröffentlichte die SEC bereits im März Leitlinien zur Abgrenzung zwischen Wertpapieren und anderen Kryptowährungen.
