Digitales Wettrüsten Weltpremiere: China startet digitales Zentralbankengeld (CBDC)

Phillip Horch

von Phillip Horch

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Phillip Horch

Phillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er ist Diplom-Journalist und hat einen Master-Abschluss in Literatur-Kunst-Medien.

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Made in China Schriftzug auf orangener Abbildung vom innenleben eines Computers, technologische Darstellung
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China drängt im internationalen Wettbewerb um die Führunsposition in der Welt des Digitalen weiter vor. Seit heute ist die erste digitale Zentralbankenwährung live.

Erst das Blockchain-Netzwerk, dann die digitale Zentralbankenwährung (Central Bank Digital Currency, CBDC): Nachdem gestern bekannt wurde, dass die chinesische Regierung am 15. April das Blockchain Service Network (BSN) gestartet hat, fällt am 16. April der Startschuss für das erste digitale Zentralbankengeld.

China gibt Startschuss für CBDC

Wie Chinastarmarket mit Referenz auf einen offiziellen Bericht aus Regierungskreisen im Technology Board Daily berichtet, habe China die CBDC zunächst in geringem Umfang implementiert. Die technologische Ausführung dieser ersten Implementierung sei über den chinesischen Bezahldienst Alipay abgewickelt worden. Das digitale Zentralbankengeld sei sowohl rückverfolgbar als auch verschlüsselbar, so das Magazin weiter. Ferner seien die zugehörigen digitalen Brieftaschen je nach Anwendungstyp ausgestaltbar. Das erleichtere die Überwachung im Hinblick auf finanzielle Risiken erheblich.

Ausweitung folgt

Zunächst soll das digitale Zentralbankengeld der Volksrepublik China lediglich im Bezirk Xiangcheng in Suzhou in der Gehaltsauszahlung bei Regierungsbeamten zum Einsatz kommen. Ab Mai will die Regierung die Auszahlungen dann weiter ausbreiten. Im Rahmen dieses Pilotprojektes arbeiten die Bank of China, die China Construction Bank, die Industrial and Commerical Bank of China sowie die Agricultural Bank of China zusammen.


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Im offiziellen Schreiben werde ferner gefordert, dass chinesische Unternehmen und Institutionen sowie verschiedene Verwaltungsausschüsse in Xiangcheng eine Vereinbarung über die Verteilung der digitalen Zentralbankenwährung im Lohnsektor finden. Ferner solle man für alle Mitarbeiter eine digitale Brieftasche (Wallet) einrichten und letztlich die Hälfte des Gehaltes in digitaler Form ausbezahlen.

So heißt es im Schreiben (übersetzt aus dem Chinesischen):

Die Unterzeichnung der Vereinbarung […] und die Installation der digitalen Geldbörse müssen vor Ende April abgeschlossen sein […]. Als eine der vier großen staatlichen Banken […] hat die China Construction Bank als Genossenschaftsbank für Transportzahlungen die Eröffnung von Bankkonten, die Unterzeichnung des Ausgabevertrags und die Installation digitaler Geldbörsen bis Ende Mai sowie den Abschluss der Ausgabe digitaler Währungen im Juni abzuschließen.

Forderung der chinesischen Regierung laut Chinastarmarket

Wie Chinastarmarket weiter berichtet, sei über die technische Ausgestaltung der digitalen Zentralbankwährung in China bisher wenig bekannt. Es stehe lediglich fest, dass der Zahlungsdienstleister Alipay bereits fünf Patente im Zusammenhang mit der chinesischen CBDC angemeldet habe.

Eine Neuerung im Gegensatz zu bisherigen elektronischen Geldtransfers sei jedoch die Rückverfolgbarkeit, Verschlüsselung und die (besseren) Möglichkeiten zur Überwachung. Damit könne man Finanzbetrug, Unterschlagung von Geldern und Geldwäsche besser beikommen.

Chinas gläserne Bürger

Letztlich geht China hier einen weiteren Schritt in Richtung der Komplettüberwachung seiner Bürger. So müssen sich etwa seit 1. Dezember 2019 alle Bürger, die eine Mobilfunknummer registrieren wollen, einem Gesichtscan unterziehen. Ferner arbeitet die chinesische Regierung seit einigen Jahren an einem Sozialpunktesystem, das gute Taten der BürgerInnen belohnt, während es schlechte Taten (in den Augen der Regierung) bestraft.

Damit werden persönliche Gewohnheiten wie etwa die Zahlungsmoral, die Einkaufsgewohnheiten oder auch die Parteitreue der Menschen überwacht. Diesem Überwachungssystem fügt die chinesiche Regierung mit der digitalen Zentralbankenwährung ein weiteres Puzzlestück hinzu.

Doch auch auf geopolitischer Ebene dürfte die Einführung des digitalen Renminbi Konsequenzen haben. So schafft sich die Volksrepublik mit der Einführung der digitalen Währung einen Wettbewerbsvorteil gegenüber der internationalen Konkurrenz. Die Vorteile eines digitalen Zentralbankengeldes liegen dabei auf der Hand: bessere Verfügbarkeit, schnellere Zahlungsabwicklungen bei geringeren Kosten und eben eine bessere Überwachung der Geldströme. Zudem kann langfristig der Automatisierungsgrad der Industrie durch programmierbares Geld profitieren.

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