Ausgrabung mal anders Unter Tage: China hebt illegale Bitcoin-Mining-Farm aus

Phillip Horch

von Phillip Horch

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Phillip Horch

Phillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er ist Diplom-Journalist und hat einen Master-Abschluss in Literatur-Kunst-Medien.

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ein loch, das in der erde ist
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In China ist eine Bitcoin-Mining-Farm aufgeflogen, die illegal Strom angezapft hatte.

China gilt als wichtige Anlaufstelle für Bitcoin Miner. Obwohl das Land bisher keine eindeutigen Richtlinien für das „Schürfen“ neuer BTC herausgegeben hat, zieht das Land Miner an, insbesondere wegen der geringen Stromkosten. Auch Mining-Gigant Bitmain, einer der führenden Hersteller für BTC-Mining-Rigs, hat seine Wurzeln im kommunistisch geführten Land. Doch wie sich nach und nach herausstellt, zieht das Land nicht nur Unternehmen mit scheinbar ehrlichen Motiven an.


So ist es chinesischen Behörden jüngst gelungen, eine illegale Bitcoin-Mining-Farm auszuheben. Das Pikante: Von Außen erschien die Farm als Begräbnisstätte. Wie das chinesische Nachrichtenmagazin Bejing News am 31. Mai berichtet, habe sich die illegale Bitcoin-Mining-Farm in der nordchinesischen Stadt Daqing befunden.

Wie das Magazin weiter mitteilt, waren die Behörden aktiv geworden, weil sich eine Ölfirma darüber beklagt hatte, dass sie unter unerklärlichen Energieverlust gelitten hatte. Unter zwei Erdhügeln waren die Beamten dann auf die Eingänge zur Mining-Farm gestoßen. Wie aus weiteren Berichten hervorgeht, war chinesischen Behörden kurz vorher ein ähnlicher Schlag gelungen. Beamte hatten eine Woche vor dem Vorfall in Daqing insgesamt 54 Bitcoin Mining Rigs unter Tage gesichert. Auch diese waren mit gestohlenem Strom betrieben worden.

Bitcoin Mining und das Halving

Solche Aktionen mögen nicht weiter verwundern – schließlich ist das Mining ein kosten- und energieintensives Unterfangen. Da der BTC-Kurs zudem volatil ist, ist das Einkommen der Schürfer nicht immer gesichtert. So waren sie auch zuletzt durch das Halving vermehrt unter Druck geraten. Schließlich hat sich bei diesem Ereignis die Belohnung, die die „Schürfer“ für neue Blöcke in der Blockchain bekommen, von 12,5 BTC auf 6,25 BTC verringert. In der Folge mussten einige Teilnehmer ihre Geräte vom Netz nehmen, da sich das Mining beim derzeitigen Bitcoin-Kurs für sie nicht länger lohnen sollte. Günstige Strompreise locken Miner daher vermehrt an – je günstiger, desto besser. Neben China zählt auch der US-Bundesstaat Texas als Mining-Mekka. Auch Texas bietet extrem günstigen Strom.

China, Blockchain und die Digitalisierung

Im internationalen Rennen um eine digitale Zentralbankwährung präsentiert sich China indes als überaus digitalisierungsfreundlich. Die Testläufe für die eigene Central Bank Digital Currency (CBDC) laufen bereits seit vergangenem Monat auf Hochtouren. Damit versucht das Land unter anderem, der Hegemonie des US-Dollars den Rang streitig zu machen. Twitter-Marionette Donald Trump hatte die Beziehung zwischen den USA und China zuletzt durch negative Online-Kommentare verschärft.

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