Patrick Witt, Direktor des “Presidential Council of Advisors for Digital Assets”, verlässt seinen Posten am 24. Juli für mehrere Monate. Trumps Krypto-Berater meldet sich überraschend zum JAG-Training der Georgia Army National Guard, um als Rechtsoffizier zu dienen. Sein Stellvertreter Harry Jung soll die Aufgaben offiziell übernehmen, Witt will den Prozess jedoch auch während des Militärtrainings weiter begleiten.
Der Zeitpunkt ist heikel, denn der Clarity Act steht vor einem engen Zeitfenster: Bevor der US-Senat am 8. August in die Sommerpause geht, müsste das Gesetz eigentlich verabschiedet werden. Viele Beobachter sehen das als entscheidende Frist. Witt war in den vergangenen Monaten der zentrale Vermittler zwischen Krypto-Industrie und Bankenvertretern zu strittigen Punkten wie Stablecoin-Renditen und Ethik-Regelungen. Kurz vor seiner Abreise meldete er sich noch einmal auf X zu Wort:
Es sei eine äußerst kritische Woche für den Clarity Act, der zugleich das einjährige Jubiläum des GENIUS Act markiere. Die enorme Arbeit, die in das Gesetz geflossen sei, mache die bisherigen Verzögerungen umso schmerzhafter: “Wir können es uns nicht leisten, weiter zu verzögern.” Warum er ausgerechnet jetzt das Militärtraining absolviert, lässt Witt allerdings offen. Für die US-amerikanische Krypto-Industrie könnte es ein heißer Sommer werden.

