Bitcoin: Wie Fiat, nur günstiger – Lightning mit Bitfury weiter auf Überholspur

Max Halder

von Max Halder

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Max Halder

Max Halder kaufte 2011 seinen ersten Bitcoin. Er studierte Chemie und Pharmakologie an der Universität Regensburg und graduierte 2016 mit einem Master of Science. Seither setzt er sich als Pädagoge und freiberuflicher Dozent in einer Suchtklinik und in Förderzentren für Aufklärung und Bildung ein.

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Quelle: Shutterstock

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Das holländische Unternehmen Bitfury gab die Partnerschaft mit dem Zahlungsabwickler HadePay bekannt. Kunden der Plattform können ab sofort Zahlungen in Bitcoin abwickeln. Das Ganze soll so einfach funktionieren, wie mit Fiatgeld – nur günstiger sein.

Bitfury ist einer der Hochkaräter der FinTech-Industrie und ein europäisches Unternehmen mit Sitz in Amsterdam. Ursprünglich vor allem im Bitcoin-Mining-Bereich angesiedelt, bietet Bitfury inzwischen Lösungen für die Dezentralisierung geistigen Eigentums wie Musik und im Gesundheitswesen für verbesserte Qualitätsstandards und Patientensicherheit. Damit ist Bitfury einer der aktivsten Spieler, wenn es um das Salonfähigmachen von Blockchain & Co. geht.

Bitfury feat. HadePay

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Nun hat Bitfury eine weitere Partnerschaft bekannt gegeben und zwar mit dem US-amerikanischen Zahlungsabwickler HadePay. Zusammen wollen sie Händlern in den USA, Kanada und Europa einen Zugang zu Bitcoin-Zahlungen über das Lightning Network ermöglichen. Wie es am Donnerstag, dem 14. März hieß, hat Bitfury ihre browserbasierte Lightning-Network-Benutzeroberfläche mit der Plattform von HadePay verschmolzen. So ist es Kunden von HadePay von nun an erlaubt, Zahlungen über das Lightning Network zu akzeptieren, wodurch die „Effizienz [von Bitcoin Transaktionen] verbessert und gleichzeitig deren Kosten reduziert wurden“.

Bitcoin war schon immer eine kostengünstige Alternative zu Zahlungen in Fiat. Mit dieser Neuerung jedoch lassen sich Zahlungen in Bitcoin ebenso einfach abwickeln wie mit jedem anderen Konzept. Damit ist der Weg zur flächendeckenden Adaption im Zahlungsverkehr geteert,

meint Brian Nichols, seines Zeichens CEO bei HadePay. Doch damit nicht genug. HadePay betreibt ein hybrides Geschäftsmodell, bei dem Kunden Zahlungen einerseits mit Fiatgeld und andererseits nun auch mit Kryptowährungen abwickeln können. Dadurch ist es den Nutzern der Plattform möglich, die erhaltenen Bitcoin „sofort“ in andere Währungen zu wechseln.

Neben den 50 US-Bundesstaaten sei ihr Dienst ferner auch für Händler außerhalb der USA zugänglich. So unter anderen auch kompatibel mit PayPal, Apple Pay und Sqaure. Ein schlauer Schachzug also, den Bitfury hier macht: vorhandene Infrastruktur inklusive Kundenstamm nutzen, um die Adaption von Bitcoin und anderen Kryptowährungen voranzutreiben. In der Psychologie würde man das einen gelungenen Nudge (= Schubser) nennen. Vor allem wenn man bedenkt, dass die Bitcoin-Zahlungen günstiger als die Konkurrenz ist. Dieser Meinung ist auch Pavel Prikhodko, Chef der Lightning-Network-Abteilung bei Bitfury:

Indem wir das Lightning Network auf der Plattform von HadePay implementieren, wird es für Unternehmen in den USA einfacher, Bitcoin als Zahlungsmittel zu akzeptieren.

Lightning Network und Völkerverständigung

Wie bahnbrechend die Technologie des Lightning Network ist – also die Lösung des Skalierungsproblems – haben bereits auch ganz große Namen der Finanz- und Technikindustrie erkannt. Dazu gehört der weltweit fünftgrößte Kapitalverwalter Fidelity Investments, Twitter-Chef Jack Dorsey und Reid Hoffman, Mitbegründer des Social Networks LinkedIn. In einer Initiative namens Lightning Torch (= Fackel) wird das ewige Bitcoin-Feuer von einer Hand zur anderen, von einem FinTech-Unternehmen zum nächsten und schließlich, ganz im Sinne der Völkerverständigung, von Nation zu Nation getragen. Damit bekommt Bitcoin ein weltliches Pendant zum geistigen Credo, ein weltumspannendes Netzwerk zu sein.

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