Bitfury will mit SurroundTM die Musikindustrie dezentralisieren

Tanja Giese

von Tanja Giese

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Tanja Giese

Tanja Giese hat Germanistik, Literaturwissenschaft und Philosophie in Potsdam studiert. Mit Leidenschaft lektoriert sie die BTC-ECHO-Artikel und konzentriert sich in ihren eigenen Artikeln vor allem auf die gesellschaftlichen Auswirkungen und den Umgang der Politik mit den Veränderungen, die der Vormarsch der Kryptowährungen fordert.

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Das niederländische Krypto-Unternehmen Bitfury, das unter anderem Mining-Hardware herstellt, will in die Musikbranche expandieren. Mit SurroundTM schafft Bitfury ein digitales System für die Monetarisierung und gemeinsame Nutzung von geistigem Eigentum.


Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Sven Wagenknecht

Erst im November letzten Jahres hatte Bitfury in einer Finanzierungsrunde eine 80 Millionen US-Dollar starke Finanzspritze erhalten. Gerüchten zufolge plant das Unternehmen, in den nächsten zwei Jahren an die Börse zu gehen. Zunächst steht jedoch die Dezentralisierung der Musikindustrie auf der Agenda von Bitfury. Eine neue Unternehmensabteilung arbeitet bereits fleißig an einer entsprechenden Blockchain-Lösung.

Mehr als dezentrale Rechteverwaltung

Wie Reuters berichtete, wird Bitfury eine blockchainbasierte Open-Source-Musikplattform schaffen, um mehr Dezentralisierung in die Musikindustrie zu bringen. Die Plattform wird den Namen „SurroundTM“ tragen. Sie soll in erster Linie die Zusammenarbeit und Entstehung von Innovationen in der Branche fördern, so das Unternehmen. Weiter heißt es in dem Bericht, dass SurroundTM die sichere Übertragung von urheberrechtlich geschützten Ressourcen vereinfachen und Überwachungs- und Managementsysteme optimieren soll. Zudem will Bitfury auf diesem Wege die gemeinsame Nutzung und Verwertung von geistigem Eigentum ermöglichen und transparente Verwaltungsfunktionen sowie vertrauenswürdige Daten bereitstellen. Der CEO von SurroundTM, Stefan Schulz, erklärt die Idee hinter dem Vorhaben:

„Es gibt eine sehr starke Dynamik in Richtung einer für die Unterhaltungsbranche entwickelten Blockchain, bei der Marktteilnehmer selbst am Markt teilnehmen würden, nicht nur aus transaktionaler Sicht. Das Surround-Ökosystem wird Transparenz und Vertrauen fördern, Verwaltungskosten einsparen und einen sicheren und transparenten Fluss von Inhalten von Künstlern zu Konsumenten in der Blockchain verbessern und Effizienzgewinne für alle Marktteilnehmer gerecht machen.“

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Auch wenn Bitfury bereits einige Schritte in diese Richtung gegangen ist, gibt es noch kein offizielles Veröffentlichungsdatum. Man müsse sich wohl noch gedulden. Die Idee, die Rechte an geistigem Eigentum auf der Blockchain zu sichern, ist derweil nicht neu. So haben sich bereits mehrere Start-ups und sogar Computer-Gigant IBM diesem Use Case angenommen. Indem Bitfury als Blockchain-Schwergewicht jedoch nicht nur die Rechteverwaltung, sondern auch die Monetarisierung, Überwachung und Nutzung über die Blockchain abbilden will, bahnt sich hier ein Projekt an, das tatsächlich zu einer Dezentralisierung der Musikbranche beitragen könnte.

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