Bitfury wird zum europäischen Blockchain-Schwergewicht

Bitfury wird zum europäischen Blockchain-Schwergewicht

In einer neuen Kapitalrunde sammelt Bitfury insgesamt 80 Millionen US-Dollar von einer Vielzahl an Investoren ein. Unter den Geldgebern ist auch Galaxy Digital von Krypto-Urgestein Mike Novogratz.

Das Blockchain-Unternehmen Bitfury erhält eine neue Kapitalspritze. Wie das Unternehmen am Dienstag, dem 6. November, via Twitter mitteilte, konnte das niederländische Start-up namhafte Investment-Firmen wie Macquarie Capital, Galaxy Digital und die Armat Group als Geldgeber gewinnen.

„Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit Bitfury“, kommentierte Novogratz. Er fügte hinzu, dass die verschiedenen Attribute des Unternehmens „entscheidend für die Weiterentwicklung des zugrunde liegenden Bitcoin-Ökosystems“ seien.

Führender Investor war einer Pressemitteilung zufolge indes Korelya Capital aus Paris. Antoine Dresch, Gründer und Manager bei Korelya begründete den Einstieg folgendermaßen:

„Wir steigen bei Bitfury als Hauptinvestor ein in einer unglaublich spannenden Zeit für das Unternehmen und das Blockchain-Ökosystem.“

Mit dem neuen Funding ist das Unternehmen aus Amsterdam eigenen Angaben zufolge mehr als eine Milliarde US-Dollar wert und demzufolge nach den Statuten des Global Unicorn Clubs ein Blockchain-Einhorn.

„Bitfury hat sich von einem kleinen Start-up zum größten westlichen Einhorn der Blockchain entwickelt, das mit einer erstklassigen Führung und Expertise ausgestattet ist und konsequent innovative Lösungen für das gesamte Ökosystem der Blockchain liefert.“

Bitfury auf Expansionskurs

Die Funding-Runde kommt in einer Zeit der Expansion für Bitfury. Denn Gerüchten zufolge plant das Mining-Unternehmen einen Börsengang.

Bitfury, das sich selbst als das „weltweit führende Full-Service-Blockchain-Unternehmen“ bezeichnet, stellt unter anderem Mining-Hardware her. Die Kapitalspritze soll allerdings in die Weiterentwicklung der Sparten Künstliche Intelligenz und High-Performance-Computing fließen, wie Gründerin Valery Vavilov auf Medium mitteilt:

„2018 war ein Jahr der unglaublichen Expansion für Bitfury. Diese [Kapitalrunde] spiegelt demzufolge unsere Leistungen wider und würdigt unsere Fähigkeit, verwandte Marktsegmente im Bereich des Hochleistungscomputings zu erschließen, auch in neuen Technologien wie der Künstlichen Intelligenz (KI). Die Institutionalisierung von Blockchain und Kryptowährungen, die mit der Möglichkeit dieser neuen Technologien einhergeht, ist eine natürliche Expansionsmöglichkeit, auf der Bitfury aufbauen wird – 2019 und darüber hinaus.“

In Europa ist Bitfury konkurrenzlos. Kommt der IPO, könnte sich das Unternehmen daher zu einem europäischen Gegengewicht zu den asiatischen Branchengrößen wie Bitmain mausern. In 2017 konnte Bitfury immerhin einen Umsatz von 450 Millionen US-Dollar erwirtschaften.

BTC-ECHO

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