Bitcoin und traditionelle Märkte – Trotz Seitwärtsphase unter den Top-Performern

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Bitcoin und traditionelle Märkte – Trotz Seitwärtsphase unter den Top-Performern

Auch wenn die letzten Wochen von einem Auf und Ab des Bitcoin-Kurses geprägt waren, ist Bitcoin das am Besten performende Asset. Die jüngsten Bewegungen führten zu einer erhöhten Volatilität, die bald auf die sechs Prozent zugehen wird.

Seit über einem halben Jahr verfolgen wir, wie sich Bitcoin im Vergleich zu traditionellen Märkten schlägt. Dabei geht es nicht um einen trivialen Vergleich der Performance. Institutionelle Investoren sind an Bitcoins Anspruch, ein nicht korreliertes, stabiles Asset zu sein, äußerst interessiert. Im Rahmen eines Gastbeitrags auf €uro Fundresearch hat sich BTC-ECHO der Fragestellung gewidmet, ob Bitcoin und der stark korrelierte Krypto-Markt eine gute Ergänzung für klassische Portfolios darstellen würden. Diese Fragestellung ist es, die institutionelle Investoren am Krypto-Markt interessiert, weniger eine Hoffnung auf einen neuen Bull Run wie Ende 2017. Um die Eignung für klassische Portfolios zu klären, kann ein Investor verschiedene Größen betrachten:

  • die Korrelation zwischen dem Bitcoin-Kurs und den traditionellen Märkten
  • die Volatilität des Bitcoin-Kurses
  • die Performance des Bitcoin-Kurses

Wir achten in dieser Artikelreihe deshalb auf diese drei Größen. Sie werden für jeden Tag auf der Basis der letzten 30 Tage berechnet. Als Vergleichsassets aus den traditionellen Märkten betrachten wir die Indizes S&P 500, Nikkei und Dax sowie Öl und Gold.

Korrelation: Kryptowährungen vs. traditioneller Markt

Wie man es im Krypto-Sektor kennt: Die Kryptowährungen sind extrem stark miteinander korreliert. Die einzige wirklich nennenswerte Ausnahme ist erwartungsgemäß der Kurs von Tether-USD. Ansonsten liegen die Korrelationen untereinander bei mindestens 50 Prozent:

Die Börsenindizes S&P 500 und Nikkei sowie Öl-Futures sind zu Bitcoin negativ korreliert, während Gold zum Bitcoin-Kurs eine positive Korrelation vorweist. Der DAX und Bitcoin hingegen sind fast vollständig entkoppelt:


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Besonders fiel auf, dass die Kopplung zwischen dem Bitcoin-Kurs und dem deutschen Aktien-Index seit Ende Juni stark gestiegen ist. Mit Abstrichen kann die Kopplung zwischen Bitcoin und dem S&P 500 dasselbe von sich sagen, jedoch fiel diese seit Anfang Juli wieder ab. Der Nikkei-Index schließlich fiel in den letzten zwei Wochen stark ins Negative:

Insgesamt liegt die absolute mittlere Korrelation Bitcoins mit den übrigen Märkten mit 20 Prozent eher im Mittelfeld. Die absoluten Kopplungen von Gold beziehungsweise Öl zu den übrigen Märkten ist mit 14 Prozent beziehungsweise 19 Prozent geringer, während die Kopplung vom DAX zu den Vergleichsmärkten ebenfalls 20 Prozent beträgt. Unter Berücksichtigung von Kompensationseffekten durch etwaige Antikorrelationen erhält man eine negative Korrelation von 11 Prozent. Damit besitzt der Bitcoin-Kurs die größte Antikorrelation zu den übrigen Märkten. Deutlich entkoppelter sind der Nikkei-Index mit minus fünf Prozent und Gold mit sechs Prozent.

Das auf und ab der letzten Wochen schlug sich auf die mittlere Volatilität des Bitcoin-Kurses nieder. Nicht nur dass die fünf Prozent wieder nachhaltig überwunden wurden, aktuell strebt die Volatilität sechs Prozent an:

Sieht man von der Volatilität zu Jahresbeginn ab, ist diese für Bitcoin seit einem guten Jahr nicht mehr so hoch gewesen:

Performance von Bitcoin weiter an der Spitze

Das Bild kennen wir inzwischen: Weiterhin pendeln die klassischen Assets bei einer mittleren Tagesperformance von deutlich unter einem Prozent herum. Immerhin sind sie alle im positiven Bereich. Bitcoins mittlere Performance pendelt im Kontrast dazu um 1,5 Prozent:

Schauen wir uns an, wie sich die kumulative Performance seit März 2018 entwickelt hat. Das Auf und Ab der letzten zwei Wochen führte dazu, dass die kumulative Performance Bitcoins sich aktuell ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Gold und dem S&P 500 liefert. Zwischenzeitlich fiel Bitcoin sogar unter die kumulative Performance vom Nikkei-Index und vom DAX, konnte sich aber wieder etwas fangen:

Wir werden beobachten müssen, wie sich Bitcoin weiter verhält. Aktuell scheint sich der Kurs jedenfalls in einem Triangle-Pattern zu bewegen (hier am Beispiel des Wertepaares BTC/USD auf Bitstamp mithilfe von TradingView dargestellt):

In dem Zusammenhang wird es interessant sein zu sehen, ob Bitcoin seine Pole Position weiter halten kann oder konkreter, in welche Richtung der Bitcoin-Kurs das Triangle Pattern verlassen wird.

Daten, außer anders angegeben am 12. Juli von cryptocompare.comfinance.yahoo.com und fred.stlouisfed.org verwendet.

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