Bitcoin: Mining-Profitabilität auf dem absteigenden Ast

Obwohl die Mining-Erlöse in den ersten sechs Monate dieses Jahres bereits sämtliche Erträge aus 2017 übertreffen, haben die Bitcoin-Miner Schwierigkeiten, rentabel zu wirtschaften. Aufgrund der steigenden Hashrate sinkt der Nettogewinn in der Industrie seit Jahresbeginn kontinuierlich. Dies stellt vor allem kleinere Player vor Herausforderungen.

Der Bärenmarkt fordert auch von der Mining-Industrie Opferbereitschaft. Trotz höherer Umsätze haben viele Miner Schwierigkeiten, rentabel zu wirtschaften. Dies liegt insbesondere an der steigenden Hashrate, berichtet die Krypto-Plattform Diar. So hat sich die Hashrate bei Bitcoin innerhalb von vier Monaten von 28 Billiarden Hashes pro Sekunde (28 EH/s) auf aktuell 50 EH/s fast verdoppelt. Am 27. August erreichte sie sogar einen Spitzenwert von 61,8 EH/s, was einem 35-Prozent-Sprung innerhalb von zwei Tagen entspricht:

In Verbindung mit den – im Vergleich zum Jahresbeginn – geringen Wechselkursen ist die hohe Hashrate vor allem für kleinere Mining-Unternehmen keine gute Nachricht. Denn diese spiegelt letztlich auch ein steigendes Difficulty-Level wider und damit wachsenden Wettbewerb in der Industrie. Um die Mining-Unternehmen für bereitgestellte Rechenpower zu entlohnen, ist der Bitcoin-Kurs derzeit schlicht zu niedrig. Den Kurs, bei dem die Miner bei aktueller Difficulty rentabel wirtschaften können, beziffert Sam Doctor von Fundstrat auf 7.300 US-Dollar:

„Trotz des Bärenmarktes von Bitcoin hat sich die Hashpower seit Mai auf 57 EH/s verdoppelt […] – Break-Even jetzt bei 7.300 US-Dollar.“

David gegen Goliath im Bitcoin-Mining

Die steigenden Stromkosten scheinen die kleinen Player in der Industrie besonders hart zu treffen. Die Cloudmining-Plattform HashFlare musste ihre Auszahlungen zeitweise gänzlich aussetzen. Das Unternehmen begründete den Schritt Ende August mit einer derart geringen Auszahlungsquote, dass es nicht einmal die Wartungsgebühren ihrer Kunden mit den Mining-Erträgen kompensieren konnte.

Während Cloudmining-Plattformen wie HashFlare aufpassen müssen, nicht vom Markt gedrängt zu werden, bauen die Großen auf Expansion. Bereits im Juli berichteten wir über die Expansionspläne des chinesischen Bitcoin-Mining-Giganten Bitmain nach Übersee.


[Anzeige]
Bitcoin kaufen mit dem Bitwala Konto. Warum ein Bankkonto bei Bitwala? Ein Bankkonto “Made in Germany” mit Einlagensicherung bis zu 100.000 Euro; 24/7 Bitcoin Handel mit schneller Liquidität; Gehandelt werden ausschließlich ‘echte’ Bitcoin – keine Finanzderivate wie CFDs; Sichere Nutzerkontrolle über das Bitcoin Wallet und den private Schlüssel; Mit der kontaktlosen Debit-Mastercard weltweit abheben und bezahlen.

Jetzt kostenloses Konto eröffnen

Der Markt ist indes mit 54.000 BTC, die pro Monat „geschürft“ werden können, immer noch riesig. So berichtet Diar, dass allein in den ersten drei Quartalen dieses Jahres der kombinierte Gesamtumsatz von Coinbase Reward und Netzwerkgebühren 4,7 Milliarden US-Dollar betrug.

Mittlerweile hat HashFlare den Betrieb wieder aufgenommen. Trotzdem sind die geringen Stromkosten in China ein Wettbewerbsvorteil für dort ansässige Unternehmen. In Kombination mit den Expansionsabsichten könnte dies zu einer weiteren Konsolidierung von Marktmacht bei den Platzhirschen führen. Das Mining bleibt – allen Unkenrufen zum Trotz – ein überaus lohnenswertes Geschäftsmodell für die Großen.

BTC-ECHO

Mehr zum Thema:

Ähnliche Artikel

Bitmain eröffnet Bitcoin-Mining-Anlage in Texas
Bitmain eröffnet Bitcoin-Mining-Anlage in Texas
Mining

Der Mining-Chip-Hersteller Bitmain baut seine Präsenz in den USA weiter aus. Hierfür nahm er eine weitere Anlage für das Minen von Bitcoin in Betrieb. Diese könnte einst zur „größten Bitcoin-Mining-Anlage der Welt“ heranwachsen.

Bitcoin First: Investmentgruppe will autarkes Bitcoin-Mining
Bitcoin First: Investmentgruppe will autarkes Bitcoin-Mining
Invest

Ein US-amerikansiches Unternehmen will in Texas eine Bitcoin-Mining-Farm aufbauen. Eigener Strom, eigene Hardware, eigene Bitcoin. Vorzeichen einer Kehrtwende beim Krypto-Investment.

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

Ardor Blockchain: Full Node auf dem Smartphone
Ardor Blockchain: Full Node auf dem Smartphone
Blockchain

Jelurida ist ein Schweizer Start-up, das allen voran für Blockchain-Implementierungen wie Ardor und Nxt bekannt ist. In Sachen Dezentralisierung bewegt sich das Unternehmen nun voran: Ab sofort sollen Nutzer die Ardor Blockchain auch von Android Smartphones aus verifizieren können.

Olympische Spiele: Lead Real Estate tokenisiert Immobilien in Tokio
Olympische Spiele: Lead Real Estate tokenisiert Immobilien in Tokio
STO

Tokio ist im kommenden Jahr 2020 Austragungsort der Olympischen Sommerspiele. Das Sportevent treibt den Immobillienboom in der japanischen Hauptstadt voran. Daher führt das Unternehmen Lead Real Estate die Tokenisierung von Immobilien durch.

Bitmain eröffnet Bitcoin-Mining-Anlage in Texas
Bitmain eröffnet Bitcoin-Mining-Anlage in Texas
Mining

Der Mining-Chip-Hersteller Bitmain baut seine Präsenz in den USA weiter aus. Hierfür nahm er eine weitere Anlage für das Minen von Bitcoin in Betrieb. Diese könnte einst zur „größten Bitcoin-Mining-Anlage der Welt“ heranwachsen.

Frax: Der Stable Coin von Ex-Trump-Berater Moore
Frax: Der Stable Coin von Ex-Trump-Berater Moore
Insights

Ein ehemaliger Berater von US-Präsident Donald Trump möchte nun seinen eigenen Stable Coin auf den Markt bringen. Der Krytpo-Neuzugang soll an eine fraktionale Reserve an den US-Dollar angebunden sein und auf den Namen „Frax“ hören. Was hat Frax zu bieten?

Angesagt

Bitcoin-Kurs- und Marktbetrachtung: BTC bald wieder über 10.000 US-Dollar?
Kursanalyse

Die aktuelle Kursentwicklung vom Bitcoin-Kurs sieht danach aus, als könnte im November der Kurs auf 11.700 US-Dollar steigen. XRP kann sich trotz eines negativen Quartalsbericht zu Ripple über ein Kursplus von 20 Prozent freuen. Ethereum schließlich schwächelt, könnte aber auch langfristig die 320 US-Dollar anpeilen. 

Bitcoin, Community und DIY-Kultur – Was die Lightning Conference besonders machte
Szene

Am 19. und 20. Oktober versammelte Fulmo die Lightning Community zur Lightning Conference. Dieses Event, in der Tradition der Lightning Hackdays stehend, war von einem starken DIY-Charakter geprägt. Dieser Charakter zeigte sich besonders in Hacking Sessions wie dem „Quickening“.

Altcoin-Marktanalyse: Rückblick auf eine ruhige Woche im Krypto-Markt
Kursanalyse

Die Leitwährung Bitcoin beendete nach erfolgreicher Verteidigung der 7.800-US-Dollar-Marke die vergangene Woche bei 8.233 US-Dollar. Bei den Top-10-Altcoins verzeichneten diese Woche sieben der zehn Kryptowährungen ein Kursplus. Die aufgestellte Vermutung, dass die größte Gefahr einer weiteren Konsolidierung vorerst geringer scheint, bewahrheitet sich aktuell.

Von wegen Hype: Killerapp Blockchain Banking
Sponsored

Keine Frage: Bitcoin ist gekommen, um zu bleiben. Allein, bislang muss man Apps, die das „digitale Gold“ in den Alltag integrieren, noch mit der Lupe suchen – aber es gibt sie. Ein besonders vielversprechendes Anwendungsgebiet ist die Verknüpfung von Bitcoin Wallet und Bankkonto: Eine potenzielle Killerapp für Bitcoin und Blockchain-Technologie kommt aus Deutschland.

×
Anzeige