Bitcoin: Mining-Profitabilität auf dem absteigenden Ast

David Scheider

von David Scheider

Am · Lesezeit: 2 Minuten

David Scheider

Kryptowährungen sind Davids Leidenschaft. Deshalb studiert er jetzt Digital Currency an der Universität Nicosia – und schreibt nebenher für BTC-ECHO. Von Bitcoin hält David einiges, vom allgemeine Hype um die Blockchain-Technologie eher weniger.

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Obwohl die Mining-Erlöse in den ersten sechs Monate dieses Jahres bereits sämtliche Erträge aus 2017 übertreffen, haben die Bitcoin-Miner Schwierigkeiten, rentabel zu wirtschaften. Aufgrund der steigenden Hashrate sinkt der Nettogewinn in der Industrie seit Jahresbeginn kontinuierlich. Dies stellt vor allem kleinere Player vor Herausforderungen.


Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Andre Winterberg

Der Bärenmarkt fordert auch von der Mining-Industrie Opferbereitschaft. Trotz höherer Umsätze haben viele Miner Schwierigkeiten, rentabel zu wirtschaften. Dies liegt insbesondere an der steigenden Hashrate, berichtet die Krypto-Plattform Diar. So hat sich die Hashrate bei Bitcoin innerhalb von vier Monaten von 28 Billiarden Hashes pro Sekunde (28 EH/s) auf aktuell 50 EH/s fast verdoppelt. Am 27. August erreichte sie sogar einen Spitzenwert von 61,8 EH/s, was einem 35-Prozent-Sprung innerhalb von zwei Tagen entspricht:

In Verbindung mit den – im Vergleich zum Jahresbeginn – geringen Wechselkursen ist die hohe Hashrate vor allem für kleinere Mining-Unternehmen keine gute Nachricht. Denn diese spiegelt letztlich auch ein steigendes Difficulty-Level wider und damit wachsenden Wettbewerb in der Industrie. Um die Mining-Unternehmen für bereitgestellte Rechenpower zu entlohnen, ist der Bitcoin-Kurs derzeit schlicht zu niedrig. Den Kurs, bei dem die Miner bei aktueller Difficulty rentabel wirtschaften können, beziffert Sam Doctor von Fundstrat auf 7.300 US-Dollar:

„Trotz des Bärenmarktes von Bitcoin hat sich die Hashpower seit Mai auf 57 EH/s verdoppelt […] – Break-Even jetzt bei 7.300 US-Dollar.“

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Die steigenden Stromkosten scheinen die kleinen Player in der Industrie besonders hart zu treffen. Die Cloudmining-Plattform HashFlare musste ihre Auszahlungen zeitweise gänzlich aussetzen. Das Unternehmen begründete den Schritt Ende August mit einer derart geringen Auszahlungsquote, dass es nicht einmal die Wartungsgebühren ihrer Kunden mit den Mining-Erträgen kompensieren konnte.

Während Cloudmining-Plattformen wie HashFlare aufpassen müssen, nicht vom Markt gedrängt zu werden, bauen die Großen auf Expansion. Bereits im Juli berichteten wir über die Expansionspläne des chinesischen Bitcoin-Mining-Giganten Bitmain nach Übersee.

Der Markt ist indes mit 54.000 BTC, die pro Monat „geschürft“ werden können, immer noch riesig. So berichtet Diar, dass allein in den ersten drei Quartalen dieses Jahres der kombinierte Gesamtumsatz von Coinbase Reward und Netzwerkgebühren 4,7 Milliarden US-Dollar betrug.

Mittlerweile hat HashFlare den Betrieb wieder aufgenommen. Trotzdem sind die geringen Stromkosten in China ein Wettbewerbsvorteil für dort ansässige Unternehmen. In Kombination mit den Expansionsabsichten könnte dies zu einer weiteren Konsolidierung von Marktmacht bei den Platzhirschen führen. Das Mining bleibt – allen Unkenrufen zum Trotz – ein überaus lohnenswertes Geschäftsmodell für die Großen.

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