Bitcoin: Eine Gefahr für Geldinstitute? Basler Bankenaufseher äußern Bedenken

Quelle: Shutterstock

Bitcoin: Eine Gefahr für Geldinstitute? Basler Bankenaufseher äußern Bedenken

Die Bank für internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) sieht im Umgang mit Bitcoin, Ripple und Konsorten eine potenzielle Gefahr für Banken. Dies gab der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht, eine Organisation innerhalb der BIZ, in einer Erklärung vom 13. März bekannt. Damit äußerten sich die Hüter über Währungs- und Finanzstabilität wiederholt kritisch gegenüber Kryptowährungen.

ref=”https://www.bis.org/publ/bcbs_nl21.htm” target=”_blank” rel=”nofollow noopener”>Erklärung vom 13. März bekannt. Damit äußerten sich die Hüter über Währungs- und Finanzstabilität wiederholt kritisch gegenüber Kryptowährungen.

Der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht (BCBS) reagiert mit seiner Veröffentlichung auf das zunehmende Interesse an Bitcoin und anderen Kryptowährungen. Zwar sei der Krypto-Markt im Vergleich zum globalen Finanzsystem noch klein, dennoch würden das stetige Wachstum der Bitcoin-Börsen sowie neue Finanzprodukte im Zusammenhang mit Kryptowährungen die Risiken für Banken zu erhöhen:

Der Ausschuss ist jedoch der Ansicht, dass solche Vermögenswerte die Standardfunktionen des Geldes nicht zuverlässig bereitstellen und als Tauschmittel oder Wertspeicher unsicher sind. Sie sind kein gesetzliches Zahlungsmittel und werden von keiner Regierung oder Behörde unterstützt.

Des Weiteren führen die Bankenhüter die hohe Volatilität von Krypto-Assets an. Aufgrund der ständigen Weiterentwicklung und der fehlenden Standardisierung gelten diese laut dem Komitee außerdem als unausgereifte Asset-Klasse.

Zahlreiche Risiken durch Bitcoin & Co.?

Als Risiken für Banken sieht der BCBS im Einzelnen das Liquiditätsrisiko, Kreditrisiko, Marktrisiko, operative Risiken (einschließlich Betrugs- und Cyberrisiken), das Risiko von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung sowie Rechts- und Reputationsrisiken. Dementsprechend erwartet der Ausschuss, dass eine Bank, die Leistungen im Zusammenhang mit Bitcoin & Co. anbieten möchte, besondere Vorkehrungen trifft.


[Anzeige]
Bitcoin kaufen mit dem Bitwala Konto. Warum ein Bankkonto bei Bitwala? Ein Bankkonto “Made in Germany” mit Einlagensicherung bis zu 100.000 Euro; 24/7 Bitcoin Handel mit schneller Liquidität; Gehandelt werden ausschließlich ‘echte’ Bitcoin – keine Finanzderivate wie CFDs; Sichere Nutzerkontrolle über das Bitcoin Wallet und den private Schlüssel; Mit der kontaktlosen Debit-Mastercard weltweit abheben und bezahlen.

Jetzt kostenloses Konto eröffnen

Der Ausschuss hat schließlich vier Punkte herausgearbeitet, die Banken als Mindestvorgabe im Umgang mit Kryptowährungen beachten sollten: Sorgfaltspflicht, Risikomanagement, Offenlegung und den Dialog mit den Aufsichtsbehörden. Beim Thema Risikomanagement beschreibt das Komitee die konkreten Bedrohungen wie folgt:

In Anbetracht der Anonymität und der begrenzten aufsichtsrechtlichen Überwachung vieler Krypto-Assets sollte das Risikomanagementsystem […] in die Risikomanagementprozesse integriert werden, einschließlich derer, die sich auf die Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung, der Umgehung von Sanktionen sowie der verstärkten Betrugsüberwachung beziehen.

Klassische Bankdienste vs. Krypto-Transaktionen

Studien verschiedener Institutionen im Zusammenhang mit Terrorismusfinanzierung und Geldwäsche führen übrigens zu ganz anderen Erkenntnissen als den Einschätzungen des BCBS. Zum Artikel von BTC-ECHO geht es hier.

Der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht (BCBS) ist ein globaler Standard für die aufsichtsrechtliche Regulierung von Banken und bietet ein Forum für die regelmäßige Zusammenarbeit in Fragen der Bankenaufsicht. Die 45 Mitglieder bestehen aus Zentralbanken und Bankenaufsichtsbehörden aus 28 Ländern. Der Auftrag des BCBS besteht darin, Regulierungen, Aufsicht und Praktiken von Banken zu stärken und die Finanzstabilität zu verbessern. Das Komitee kann keine rechtskräftigen Entscheidungen treffen.

Mehr zum Thema:

Ähnliche Artikel

Bundesfinanzministerium: Monero (XMR) gefährlicher als Bitcoin (BTC)
Bundesfinanzministerium: Monero (XMR) gefährlicher als Bitcoin (BTC)
Regulierung

Das Bundesfinanzministerium veröffentlichte die „Erste Nationale Risikoanalyse 2018/2019“. Darin untersuchte die Behörde, inwiefern Bitcoin & Co. die Finanzsicherheit gefährden

Brexit naht – Eine Chance für den Bitcoin-Kurs?
Brexit naht – Eine Chance für den Bitcoin-Kurs?
Regulierung

Der Brexit rückt mit jedem Tag näher. Gleichzeitig erholt sich der Bitcoin-Kurs von seinen vergangenen Rückschlägen. Der Widerstandsbereich um die 8.000-US-Dollar-Marke scheint bislang zu halten. Welchen Einfluss kann der Brexit auf den Bitcoin-Kurs und das Blockchain-Ökosystem haben?

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

Ardor Blockchain: Full Node auf dem Smartphone
Ardor Blockchain: Full Node auf dem Smartphone
Blockchain

Jelurida ist ein Schweizer Start-up, das allen voran für Blockchain-Implementierungen wie Ardor und Nxt bekannt ist. In Sachen Dezentralisierung bewegt sich das Unternehmen nun voran: Ab sofort sollen Nutzer die Ardor Blockchain auch von Android Smartphones aus verifizieren können.

Olympische Spiele: Lead Real Estate tokenisiert Immobilien in Tokio
Olympische Spiele: Lead Real Estate tokenisiert Immobilien in Tokio
STO

Tokio ist im kommenden Jahr 2020 Austragungsort der Olympischen Sommerspiele. Das Sportevent treibt den Immobillienboom in der japanischen Hauptstadt voran. Daher führt das Unternehmen Lead Real Estate die Tokenisierung von Immobilien durch.

Bitmain eröffnet Bitcoin-Mining-Anlage in Texas
Bitmain eröffnet Bitcoin-Mining-Anlage in Texas
Mining

Der Mining-Chip-Hersteller Bitmain baut seine Präsenz in den USA weiter aus. Hierfür nahm er eine weitere Anlage für das Minen von Bitcoin in Betrieb. Diese könnte einst zur „größten Bitcoin-Mining-Anlage der Welt“ heranwachsen.

Frax: Der Stable Coin von Ex-Trump-Berater Moore
Frax: Der Stable Coin von Ex-Trump-Berater Moore
Insights

Ein ehemaliger Berater von US-Präsident Donald Trump möchte nun seinen eigenen Stable Coin auf den Markt bringen. Der Krytpo-Neuzugang soll an eine fraktionale Reserve an den US-Dollar angebunden sein und auf den Namen „Frax“ hören. Was hat Frax zu bieten?

Angesagt

Bitcoin-Kurs- und Marktbetrachtung: BTC bald wieder über 10.000 US-Dollar?
Kursanalyse

Die aktuelle Kursentwicklung vom Bitcoin-Kurs sieht danach aus, als könnte im November der Kurs auf 11.700 US-Dollar steigen. XRP kann sich trotz eines negativen Quartalsbericht zu Ripple über ein Kursplus von 20 Prozent freuen. Ethereum schließlich schwächelt, könnte aber auch langfristig die 320 US-Dollar anpeilen. 

Bitcoin, Community und DIY-Kultur – Was die Lightning Conference besonders machte
Szene

Am 19. und 20. Oktober versammelte Fulmo die Lightning Community zur Lightning Conference. Dieses Event, in der Tradition der Lightning Hackdays stehend, war von einem starken DIY-Charakter geprägt. Dieser Charakter zeigte sich besonders in Hacking Sessions wie dem „Quickening“.

Altcoin-Marktanalyse: Rückblick auf eine ruhige Woche im Krypto-Markt
Kursanalyse

Die Leitwährung Bitcoin beendete nach erfolgreicher Verteidigung der 7.800-US-Dollar-Marke die vergangene Woche bei 8.233 US-Dollar. Bei den Top-10-Altcoins verzeichneten diese Woche sieben der zehn Kryptowährungen ein Kursplus. Die aufgestellte Vermutung, dass die größte Gefahr einer weiteren Konsolidierung vorerst geringer scheint, bewahrheitet sich aktuell.

Von wegen Hype: Killerapp Blockchain Banking
Sponsored

Keine Frage: Bitcoin ist gekommen, um zu bleiben. Allein, bislang muss man Apps, die das „digitale Gold“ in den Alltag integrieren, noch mit der Lupe suchen – aber es gibt sie. Ein besonders vielversprechendes Anwendungsgebiet ist die Verknüpfung von Bitcoin Wallet und Bankkonto: Eine potenzielle Killerapp für Bitcoin und Blockchain-Technologie kommt aus Deutschland.

×
Anzeige