Der Bitcoin-Bärenmarkt fordert die Nerven der Anleger heraus. Zeitweise rutschte die Krypto-Leitwährung am vergangenen Samstag unter die 60.000 US-Dollarmarke, konnte sich nun aber bei etwa 62.000 US-Dollar fangen. Trotz der “extremen Angst“, die den Krypto-Markt derzeit beherrscht und trotz des sinkenden institutionellen Interesses scheint die Talfahrt vorerst gestoppt. Doch wenn es nach Peter Schiff, einem Bitcoin-Kritiker der ersten Stunde geht, droht bereits neues Ungemach.
“Mit knapp unter 59.750 US-Dollar erreichte Bitcoin seinen tiefsten Stand seit Oktober 2024 und verlor damit alle Gewinne, die es seit Trumps Wahl erzielt hatte”, erklärt der bekennende Goldanhänger (und -händler) in einem neuen X-Post. Spekulanten, die auf Tiefststände setzten, hätten den BTC-Kurs zwar gestützt, aber sollte das Tief durchbrochen werden, müssten sich Anleger auf einen “Crypto Black Monday” gefasst machen. Schiff geht davon aus, dass sich am Montag ein noch größerer Bitcoin-Crash ereignen wird.
Wann der Bitcoin-Tiefpunkt erreicht ist
Unter Verweis auf einen langfristigen Bitcoin-Chart schreibt der Krypto-Gegner, dass die wahrscheinlichste Entwicklung eine erneute “Prüfung des längerfristigen Aufwärtstrends ausgehend vom Tiefstand vom Dezember 2018” sei. In der Konsequenz würde dies einen Boden “zwischen 25.000 und 27.000 US-Dollar bedeuten”, wenn denn der Aufwärtstrend hält.
Doch selbst daran zweifelt Schiff: “Ich gehe nicht davon aus, dass er hält. Bei einem Bitcoin-Kurs von knapp 25.000 US-Dollar wird MSTR einen nicht realisierten Verlust von fast 43 Milliarden US-Dollar verzeichnen […] und wird bis Dezember 2026 völlig zahlungsunfähig sein.”
Seine düsteren Prognosen sind allerdings mit Vorsicht zu genießen. Schon 2013 warnte er vor Bitcoin und verglich die Kryptowährung mit der berüchtigten Tulpenblase des 16. Jahrhunderts. Die positive Entwicklung des Goldpreises auf die starke BTC-Korrektur auf Jahressicht waren Wasser auf seine Mühlen, hatte er doch stets bestritten, dass Bitcoin irgendeinen Wert besäße. Warum ein anderer Ökonom von beiden nicht-staatlichen Wertspeichern eine kritische Meinung hat, lest ihr hier: “Bitcoin und Gold sind keine sicheren Häfen mehr“.
