XRP Staking

Unter XRP Staking versteht man häufig fälschlicherweise das klassische Staking oder gar Mining der Kryptowährung XRP. In Wirklichkeit gibt es die Möglichkeit des Stakings bei XRP nicht, da das Ripple-Netzwerk nicht auf Proof of Stake (PoS) basiert. Stattdessen verwendet es ein eigenes Konsensverfahren, bei dem Validatoren (Server) Transaktionen bestätigen. Dabei entstehen keine neuen Coins durch Mining oder Staking.

Was bedeutet “XRP Staking” wirklich?

Der Begriff XRP Staking wird oft irreführend genutzt. Technisch gesehen unterstützt die Kryptowährung kein echtes Staking, wie man es von Coins wie Ethereum oder Solana kennt. Das Ripple-Netzwerk verwendet einen eigenen Konsensmechanismus ohne Proof of Work oder Proof of Stake. Neue Blöcke entstehen durch Validatoren, nicht durch Miner oder Staker. Auch Transaktionen im XRP-Ledger werden dadurch bestätigt. Sie erfolgen jedoch ohne klassischen Staking-Prozess. Ein echtes On-Chain-Staking, wie es bei PoS-Coins existiert, gibt es bei XRP nicht.

Im Artikel erklären wir dir, warum XRP Staking nicht funktioniert und bieten Alternativen, durch die du dennoch mit XRP Geld verdienen kannst.

Das Wichtigste zum XRP Staking in Kürze

  • Es gibt kein natives Staking, denn XRP basiert nicht auf Proof of Stake.
  • Der Begriff bezeichnet meist Lending- oder Reward-Programme von Plattformen.
  • Renditen variieren je nach Anbieter zwischen 1–8 Prozent pro Jahr.
  • Zu den Risiken der Staking-Alternativen zählen Plattformpleiten, DeFi-Hacks und Kursverluste.
  • Alternativen zum XRP Staking sind Lending-Programme, DeFi-Anwendungen oder Investments in echte PoS-Coins.

Funktioniert XRP Staking wirklich?

Nein, klassisches XRP Staking funktioniert nicht. Da es keine Proof-of-Stake-Mechanik gibt, kannst du deine XRP nicht im Netzwerk staken. Stattdessen basieren alle Staking-Angebote für die Ripple-Kryptowährung auf Lending oder Rewards, die von Plattformen ausgezahlt werden. XRP kann nicht wie ETH oder SOL gestakt werden.

DeFi-Modelle (“XRP Staking” genannt)

Über Wrapping oder Bridges können XRP in DeFi-Anwendungen wie Flare oder Ethereum gebracht werden. Dort lassen sich XRP-Varianten in Liquidity Pools oder Protokollen einsetzen. Hier entstehen Erträge. Es handelt sich aber nicht um echtes Staking, sondern um DeFi-Yields. Solche Möglichkeiten gelten als Option für Krypto-Enthusiasten, die bereit sind, mehr Risiko bei weniger Kontrolle in Kauf zu nehmen.

Börsen-Angebote

Einige Plattformen bewerben Formen des “XRP Stakings”. Tatsächlich handelt es sich dabei in der Regel um Zins- oder Prämienprogramme. Nutzer übertragen ihre XRP an die Plattform und erhalten regelmäßige Rewards. Hierbei handelt es sich um Belohnungen für das Verleihen, nicht um echte Staking-Rewards.

Wallets

Eine spezielle Wallet gibt es nicht, da XRP kein Staking unterstützt. Wallets wie Ledger oder XUMM dienen der Aufbewahrung, nicht dem Staking. Für Ertragsmodelle müssen die Coins an Börsen oder in DeFi-Protokolle eingebracht werden. Wer volle Kontrolle über seine Bestände wahren möchte, sollte XRP in einer Hardware-Wallet sichern und nur einen Teil für Lending oder Plattformen freigeben.

Alternativen zu “XRP Staking”

Diese Alternativen stehen Anlegern zur Verfügung:

  • XRP halten (Hodln): auf Kursgewinne setzen.
  • Andere Kryptowährungen staken: z. B. Ethereum (ETH), Cardano oder Solana mit echtem On-Chain-Staking.
  • DeFi-Möglichkeiten: Liquidity Pools, Yield Farming mit Wrapped XRP oder Stablecoins.
  • Krypto-Handel: Durch den Handel mit Kryptowährungen Renditen erzielen, aber auch höhere Risiken eingehen.

“XRP Staking Rewards”: Wie lukrativ sind die Alternativen?

Da es kein natives XRP Staking gibt, stammen alle Erträge aus Lending oder DeFi. Typische Werte liegen zwischen 1 % und 8 % pro Jahr, abhängig vom Anbieter. Ein “XRP Staking Calculator” rechnet daher immer mit Plattform-Zinsen, nicht mit echten Staking-Belohnungen.

Beispiel: 1.000 XRP bei 5 % Rendite ergeben rund 50 XRP pro Jahr. Dies gilt allerdings nur, solange die Plattform sicher bleibt und die Zinsen konstant gezahlt werden. Auch Einkommen aus diesen Rewards ist steuerpflichtig und muss in der Steuererklärung angegeben werden.

Risiken beim vermeintlichen “XRP Staking”

Die größten Risiken bestehen darin, dass es sich gar nicht um echtes Staking handelt. Anleger geben ihre Coins aus der Hand und vertrauen Plattformen oder Smart Contracts. Typische Gefahren sind:

  • Plattform-Insolvenzen oder Hacks mit Totalverlust.
  • DeFi-Risiken wie Smart-Contract-Fehler oder Bridge-Hacks.
  • Kursverluste von XRP, die Zinsen wertlos machen können.
  • Fehlende Regulierung, was Anlegerrechte einschränkt.
  • Kontrolle abgeben: Wer XRP bei Plattformen hinterlegt, verliert die volle Kontrolle über seine Coins.

Fazit: Lohnen sich die Alternativen zum XRP Staking?

Echtes Staking gibt es bei Ripple bzw XRP nicht. Alle Angebote, die diesen Begriff verwenden, meinen Lending- oder DeFi-Programme. Das kann für Anleger interessant sein, birgt aber hohe Risiken. Für Einsteiger sind Börsen-Programme die einfachste, aber riskantere Lösung. Fortgeschrittene können sich mit DeFi-Modellen beschäftigen. Wer jedoch echtes Staking erleben will, sollte auf andere PoS-Coins ausweichen.

FAQs – Häufige Fragen zum Thema XRP Staking

Kann man XRP überhaupt staken?

Nein. Die Kryptowährung XRP kann nicht nativ gestakt werden. Alle sogenannten XRP-Staking-Angebote sind in Wahrheit Lending- oder Reward-Programme. Plattformen sprechen zwar von Staking, doch technisch ist es Verleihen.

Wie funktionieren “XRP Staking Rewards”?

Diese Rewards stammen nicht vom XRP-Netzwerk selbst, sondern von Plattformen. Sie basieren auf Zinsen oder Gebühren, die Plattformen weitergeben. XRP selbst generiert keine Rewards im Netzwerk. Belohnungen hängen daher von den Konditionen der Anbieter ab.

Ist “XRP Staking” sicher?

Nein, da es sich nicht um echtes Staking handelt, bist du von Plattformen oder Protokollen abhängig. Insolvenzen, Hacks oder Marktverluste können deine XRP jederzeit gefährden. Auch regulatorische Risiken spielen eine Rolle.

Muss man “XRP Staking” versteuern?

Ja. Die Erträge aus XRP-Lending oder DeFi-Rewards sind steuerpflichtig. In Deutschland gelten sie als sonstige Einkünfte oder Kapitaleinkünfte. Jede Ausschüttung muss im Zeitpunkt des Zuflusses angegeben werden. Wer XRP gestakt bzw. verliehen hat, sollte seine Gewinne sorgfältig dokumentieren, um Nachweise gegenüber dem Finanzamt zu haben.

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