Zwischen Spielothek und regulierter Börse: So ist es um regulierte Krypto-Finanzprodukte bestellt

Sven Wagenknecht

von Sven Wagenknecht

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Sven Wagenknecht

Sven Wagenknecht ist Chefredakteur von BTC-ECHO. An der Blockchain-Technologie faszinieren ihn vor allem die langfristigen Implikationen auf Politik, Gesellschaft und Wirtschaft.

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Der Wunsch ist nicht neu: regulierte Krypto-Finanzprodukte, die einer breiten Anlegerschicht den Zugang zu Bitcoin & Co. via Wertpapierdepot ermöglichen. Sei es die bequeme Order via WKN oder die Verwaltung durch Dritte, ohne sich selbst um Private Key und Wallet kümmern zu müssen. Viele Gründe werden für den Erwerb von regulierten und zentral verwalteten Krypto-Produkten aufgeführt.

Um dieser Nachfrage gerecht zu werden, versuchen viele Finanzdienstleister, entsprechende Produkte auf den Markt zu bringen. Das Problem: Die Finanzanlagen taugen nur bedingt etwas. Warum das so ist und warum es heute mehr denn je einen „richtigen“ Publikumsfonds braucht. Losgelöst davon, dass die zentrale Verwaltung von Krypto-Assets über eine Bank im Widerspruch zum eigentlichen Be-Your-Own-Bank-Narrativ von Bitcoin steht, möchten oder können viele nicht selbst die Verwaltung ihrer Token durch Direkterwerb übernehmen.

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Gerade institutionellen Kunden sind hier oft die Hände gebunden, insofern als sie nur auf regulierte Finanzprodukte zurückgreifen können. So sind beispielsweise die nach EU-Recht regulierten Alternative Investmentfonds (kurz AIFs) von Blockwall oder Postera entstanden, die ausschließlich institutionellen Kunden vorbehalten sind. Der Grund ist simpel: Um die Zulassungschancen zu erhöhen, werden Kleinanleger ausgeschlossen. Aus diesem Grund haben es bislang auch nur institutionelle Krypto-Fonds geschafft, eine Zulassung seitens der Behörden zu bekommen. Zudem sind diese Fonds vergleichsweise teuer und – verglichen mit einem ETF oder klassischen Publikumsfonds – unflexibel. Aufgrund mangelnder Alternativen akzeptieren einige Kunden die oftmals suboptimal ausgestalteten Produkte dennoch.

Willkommen in der Welt der Substitutsfinanzprodukte

Was haben die Menschen getan, wenn sie in historisch schweren Zeiten keinen Zugang zu richtigem Kaffee hatten? Sie haben sogenannten Mukkefuck, also minderwertigen Ersatzkaffe, getrunken. Ähnlich ist es auch bei den regulierten Krypto-Fondsprodukten. Da es bislang noch kein ETF geschafft hat und es genauso wenig einen aktiv gemanagten Krypto-Publikumsfonds von einer Deka, DWS oder Union Investment gibt, werden weniger anspruchsvolle Krypto-Finanzprodukte von weniger etablierten Finanzinstituten herausgegeben.

Der Privatanleger stolpert stattdessen schnell über CFDs, also Differenzkontrakte, die von den einschlägigen Anbietern aggressiv via Bannerwerbung beworben werden. Für den verlusterprobten Daytrader mag das interessant sein, nicht aber für den durchschnittlichen Anleger, der einfach etwas Geld in Bitcoin & Co. stecken möchte.

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ETP, ETN etc.

Des Weiteren gibt es schon seit Längerem sogenannte ETNs, also Exchange Traded Notes, die Bitcoin abbilden. Diese ETNs sind im Gegensatz zu ETFs aber rechtlich als Schuldverschreibungen konzipiert. Das bedeutet, dass die Basiswerte weder physisch erworben werden müssen noch dass sie als Sondervermögen einen extra Investorenschutz bieten. Neu hinzugekommen ist diese Woche der Amun Krypto Basket Index in Gestalt eines allgemein gehaltenen ETPs. ETP ist lediglich der Oberbegriff für börsengehandelte Indexfondskonstruktionen wie ETN, ETC, ETF etc.

So löblich es ist, dass auf Biegen und Brechen regulierte Börsenprodukte entworfen werden, muss man dennoch konstatieren, dass diese Produkte nur einen sehr kleinen Anlegerkreis erreichen. Zu unklar ist ihre Strukturierung, zu gering der Anlegerschutz. Pubertäre Nuancen wie die Firmierung unter dem Tickersymbol HODL machen das Investmentangebot auch nicht runder. Im Gegenteil: Als seriöser Investor möchte man sich nicht wie in einer Spielothek am Hauptbahnhof vorkommen. Das Thema Vermögensanlage hat auch im Jahre 2018 noch einen ernsthaften Charakter.

Der ETF für alle ist noch weit weg

Zwar stehen die Chancen nicht schlecht, dass es zeitnah einen Bitcoin ETF geben wird, allerdings wird, sofern auch zugelassen, dieser nicht für Kleinanleger verfügbar sein. Der VanEck SolidX Bitcoin ETF richtet sich nämlich ausschließlich an institutionelle Anleger. Die Mindesteinlagesumme beträgt 25 Bitcoin. Institutionelle dürfte das freuen, doch gehen Kleinanleger wieder leer aus. Schade, da die genannten regulierten Alternativen nur bedingt empfehlenswert sind. Umso stärker sollten sich Kleinanleger daher überlegen, ob sie nicht doch lieber den krypto-orthodoxen Weg gehen und sich ihre Token selbst via Exchange besorgen und via Hardware Wallet aufbewahren.

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