Will die chinesische Zentralbank den Strom für Bitcoin-Miner regulieren?

Tobias Schmidt

von Tobias Schmidt

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Tobias Schmidt

Tobias Schmidt ist seit August 2017 als Redakteur im Team von BTC-ECHO tätig. Sein Fachgebiet im Krypto-Bereich sind die vielen verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

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Die People’s Bank of China (PBOC) hat es sich offenbar zum Ziel gesetzt, den Energieverbrauch, der durch das Minen von Kryptowährungen anfällt, stärker zu überwachen und zu regulieren. Damit soll unter anderem die erhöhte Nachfrage an Elektrizität in der Volksrepublik wieder gesenkt werden.

China ist einer der größten Quellen von Mining-Power, um Bitcoin und andere Kryptowährungen zu minen. Inzwischen hat sich für die Bereitstellung von Computer-Rechenleistung in der Volksrepublik ein regelrechter Markt entwickelt. Im Umkehrschluss heißt dies jedoch auch: Je intensiver in China geminet wird, desto höher steigen Energieverbrauch und Energienachfrage in dem Land an.

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An diesem Punkt möchte die chinesische Zentralbank nun offenbar ansetzen. Wie von übereinstimmenden internationalen Medien berichtet, plant die PBOC eine stärkere Regulierung des Energieverbrauchs, der für das Minen von Kryptowährungen aufgewendet wird. Als möglichen Effekt erhoffen sich die Offiziellen anscheinend eine Reduktion des Mining-Ertrags und damit ein Einbrechen des chinesischen Mining-Marktes.

Die People’s Bank of China kann als Notenbank, die für die Geldwertstabilität zuständig ist, zwar nicht direkt in die Energieversorgung der chinesischen Bevölkerung eingreifen, jedoch hat sie die Möglichkeit, indirekte Hebel einzusetzen. So kann die Zentralbank Regionalregierungen anweisen, die Energieversorgung der dortigen Bevölkerung zu kontrollieren und bei Bedarf zu limitieren, um die Nutzung von Energie und damit Rechenleistung zum Minen von Kryptowährungen zu verhindern.

Damit könnte die chinesische Regierung ein weiteres Mal gegen die Zirkulation von Kryptowährungen in ihrem Land vorgehen. Bereits im letzten Jahr hatten eine Reihe von Verboten aus China für viel Aufsehen an den Krypto-Märkten gesorgt. So hatte die Volksrepublik im September 2017 ICOs als Geldeinnahmequelle verboten, um kurz darauf zudem die größten Krypto-Handelsplätze des Landes schließen zu lassen. Mit der nun anstehenden Drosselung der Energieversorgung für Krypto-Miner scheint die Zentralbank also auch das dritte Standbein der Adaption von Kryptowährungen wegtreten zu wollen.

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