Wikipedia-Gründer Jimmy Wales: „Kryptowelt ist absolut, definitiv in einer Blase“

David Barkhausen

von David Barkhausen

Am · Lesezeit: 2 Minuten

David Barkhausen

David Barkhausen hat als freier Journalist bereits für mehrere Tageszeitungen, Funk, Fernsehen und nebenbei seinen eigenen Blog geschrieben. Seit 2017 widmet sich der Master-Student der Politikwissenschaften der Universität Heidelberg dem Themenkomplex Blockchain. In diesem Zusammenhang fokussiert er sich vor allem auf die Bereiche Regulierung, Gesellschaft und Wirtschaftspolitik.

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Jimmy Wales, Mitbegründer von Wikipedia, hat sich in seinen Eröffnungsworten des zweiten Konferenztages der Blockchain-Messe Blockshow in dieser Woche über die Zukunft von Kryptowährungen geäußert. Derzeit befinde sich die Branche definitiv in einer Blase. Noch könne man jedoch nicht wissen, wann diese platze.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Tanja Giese

Wenn Wikipedia-Mitbegründer Jimmy Wales das so sieht, wird es schon stimmen: Wir befinden uns momentan in einer Blase. Das sagte der gebürtige US-Amerikaner zumindest bei der Blockshow in Berlin: „Im Moment befinden wir uns in einer Blase. Die Krypto-Community ist definitiv in einer Blase. Ich glaube kaum, dass es viele Menschen gibt, die das bezweifeln.“ Ferner sprach er davon, dass sich Anleger davor hüten sollten, falls die Blase platzen würde. Man wüsste außerdem nie, wann dies der Fall ist. Zudem bräuchte die ganze Szene unbedingt „echten Journalismus“, die Informationslage sei momentan alles andere als gut.

Bereits zuvor galt der 51-Jährige nicht gerade als Fan der Kryptowelt. Zuletzt etwa hatte er im Oktober Initial Coin Offerings, sogenannte ICOs, als „absolute Scams“ bezeichnet. Sein Unternehmen Wikipedia hingegen agiert weitaus weniger kritisch. Seit 2014 akzeptiert die kostenfreie Online-Enzyklopädie bereitwillig Spenden in Form von Bitcoin.

Blockshow 2018 – Blockchain im Mainstream?

Neben Wales waren im Zuge der diesjährigen Kryptomesse Blockshow 2018 Anfang der Woche zahlreiche Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Informationstechnologie in Berlin zusammengekommen, um über die Zukunft der Blockchain-Technologie zu diskutieren.


Im Panel „Getting Blockchain Investments Mainstream in 2018” etwa diskutierten Teilnehmer unter anderem, wie der Blockchain zum Mainstream-Durchbruch verholfen werden könne. Das Hauptziel dabei sei es, traditionelle institutionelle Investoren zum Sprung in die Kryptowelt zu bewegen. Gerade Schwellenländer könnten dabei eine große Rolle spielen, waren sich die Diskutanten einig. Weitere behandelte Themen waren unter anderem die Blockchain-Anwendung im Internet of Things, Künstliche Intelligenz oder politische Perspektiven der Regulierung.

Boom oder Blase – Bitcoin-Skeptiker hoch im Kurs

Abseits der Blockshow ist Jimmy Wales mit seiner kritischen Prognose nicht allein. Im Angesicht dümpelnder Kurse melden sich in diesem Jahr immer mehr namhafte Figuren besonders des institutionellen Finanzwesens mit Einschätzungen Wort. Anfang des Monats etwa wetterten Warren Buffet, Charlie Munger und Bill Gates gegen Bitcoin, ICOs und Kryptowährungen.

Dabei ist der Vorwurf einer Spekulationsblase alles andere als neu, sondern begleitet den Aufstieg des Bitcoin stetig.

Wer sich eine eigene Meinung bilden und sich genauer mit dem Phänomen Spekulationsblasen in der Kryptowelt auseinandersetzen möchte, sei auf unsere Serie „Von Bitcoin und Blasen“ verwiesen. In unserem Dreiteiler erkunden wir, was Spekulationsblasen ausmacht, ob sich der Bitcoin derzeit in einer Blase befindet und wie die Zukunft aussehen könnte.

BTC-ECHO


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