Von Bitcoin und Blasen – Teil 3: Was tun, wenn die Blase platzt?

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Von Bitcoin und Blasen – Teil 3: Was tun, wenn die Blase platzt?

Von Bitcoin und Blasen – in unserem Dreiteiler erkunden wir, was Spekulationsblasen ausmacht, ob wir uns momentan in einer Blase befinden und wie die Zukunft aussehen könnte. Heute: Was tun, wenn die Blase platzt?

Vorgänger verpasst? Hier gehts zu Teil 1 und Teil 2.

Was ist, wenn die Blase platzt? Die Antwort ist einfach: Abwarten, platzen lassen, vielleicht etwas Tee trinken. So wie immer. Erfahrene Krypto-Enthusiasten kennen das: Während alles schreit, dass das Ökosystem zerstört ist, kauft man in aller Ruhe nochmal nach und schaut sich an, wie es weiter geht.

Denn: Irgendwann wird sich ein Teil der Kryptowährungen durchsetzen. Natürlich werden auch viele andere beim Platzen der Blase sang- und klanglos untergehen. Hier kommt es auf die richtige Diversifikation an – überlegt man sich gut, was man sich ins Portfolio packt, stehen die Chancen auch relativ gut, dass etwas Vernünftiges dabei ist.

Die Blase platzt, die Blockchain bleibt

Nach wie vor schwierig darzustellen: Die Blockchain

Außerdem werden sich nicht nur Kryptowährungen an sich, sondern vor allem die Technologie hinter und unter ihnen durchsetzen. Welche genau das sein wird, ist letztlich fraglich. Hier ist der Blick in die Vergangenheit äußerst hilfreich. Sollten wir uns tatsächlich in einer Blase befinden, ist das nicht weiter schlimm – etwas wird von ihr übrig bleiben.

Dr. Daniele Bianchi, der in der aktuellen Situation starke Parallelen zur Dotcom-Blase erkennt, dazu gegenüber BTC-ECHO:

„Ich glaube der Wert liegt in der Technologie unter den Kryptowährungen. Man schaue sich Amazon an: Bevor die Dotcom-Blase geplatzt ist, stieg Amazon von 25 US-Dollar auf 100 US-Dollar und sank dann wieder auf 25 US-Dollar – jetzt liegt sie bei 1.400 US-Dollar.“

Sicher, auch wir besitzen keine Kristallkugel. Doch die Geschichte wiederholt sich bekanntlich häufig und die Zeichen sprechen für sich:

„Sobald die Technologie in Ordnung gebracht war und die Fehler behoben worden sind, wurde sie berühmt und ihr Wert wuchs an. Mich würde es nicht überraschen, wenn dasselbe auch bei Kryptowährungen passieren würde, sobald die Probleme behoben sind und die schlechte Presse verschwindet […]“,

meint Dr. Daniele Blanchi weiter.

Gewisse Prognosen, in denen berühmte Menschen ihre Genitalien verwetten, sind nicht gänzlich verfehlt. Nur schlecht im Timing. Ob sich die Technologie so schnell durchsetzen wird, wie Menschen Wetten aussprechen können, steht in den Sternen. (Doch keine Angst – wir bleiben dran).

Und noch mal: Es ist letztlich die Technologie hinter den Kryptowährungen, die den Kryptowährungen auch ihren Wert verleihen wird. Bis dahin muss die Blockchain aus den Kinderschuhen heraus wachsen. Auch die Adaption von Bitcoin & Co. muss hier weitergehen: Nicht nur Hodln, sondern auch mal benutzen.

Bank the unbanked!

Schätzungen zufolge zählt über ein Drittel der Weltbevölkerung in die Kategorie der Unbanked

Hier sei auch auf den riesigen unerschlossenen Markt und abermals den Grundgedanken von Bitcoin erinnert: Bank the unbanked. Sei deine eigene Bank und gib denen eine Möglichkeit, die weniger „Vorteile“ durch das internationale Bankensystem haben – das sind immerhin über 2,5 Milliarden Menschen, ein gutes Drittel der Weltbevölkerung. Das Stichwort ist hier finanzielle Inklusion.

Hier kommt auch der Zeigefinger an alle, die vom Lambo träumen: Investieren will gut überlegt sein. Bei der schieren Masse an ICOs und der damit zwangsweise einhergehenden Scams und Nutzlosigkeiten ist es leicht, sein ganzes Geld in kurzer Zeit zu verzocken.

Was also tun, wenn die Blase (mal wieder) platzt? Nicht weiter beeindrucken lassen – business as usual.

Denn – und das muss man sich auch immer wieder in Erinnerung rufen – ein Bitcoin ist ein Bitcoin wert. Und das wird er immer sein.

BTC-ECHO

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