Watch my Block: Dash

Quelle: Cryptocurrency logo set - bitcoin, bitcoin cash, litecoin, ethereum, ethereum classic, monero, ripple, zcash, dash, stratis via Shutterstock

Watch my Block: Dash

Dash ist ein alter Hase unter den Kryptowährungen und benutzt ein innovatives Model der Governance. In Dash existieren sogenannte Masternodes, welche unter anderem das private Senden von Transaktionen ermöglichen. Wie privat man in Dash wirklich ist und was die Privatsphäre eventuell kompromittieren kann, schauen wir uns in diesem Artikel genauer an.
Besonderheiten

>Mögliche Teilnehmer132948186561

 

Schwächen

In folgendem Abschnitt werden zwei der problematischsten Attacken genauer beleuchtet:

Masternode Snooping Attack

Um Dash zu anonymisieren, wird eine zufällige Masternode mit dem Prozess des CoinJoin bestimmt. Für diese Masternode ist der Vorgang komplett transparent, das heißt, die Input- und Output-Adressen der Teilnehmer sind ersichtlich. Wenn eine “bösartige” Masternode die PrivateSend-Transaktionen aufzeichnet, so wird die Privatsphäre kompromittiert. Dieser Angriff wird zum Teil dadurch mitigiert, dass man bis zu acht Runden mixen kann – also theoretisch acht verschiedenen Masternodes zugeordnet wird. Je mehr bösartige Masternodes im Netzwerk sind, desto geringer ist die erreichte Privatsphäre. Die Anzahl der Masternodes ist durch die benötigten 1.000 Dash limitiert. Bei der aktuellen Geldmenge von 7.836.000 Dash sind also maximal 7836 Masternodes möglich. Aktuell gibt es ca. 4.500. Eine Hochrechnung der Kosten für ungefähr die Hälfte aller Masternodes ergibt 1.687.500.000 US-Dollar. Das Netzwerk ernsthaft anzugreifen ist also zumindest nicht günstig.

Sybil Attack

Im Gegensatz zur Masternode Snooping Attack ist bei einer Sybil Attack nicht eine Masternode “bösartig”, sondern ein Peer der am CoinJoin teilnimmt. Ein bösartiger Teilnehmer eines CoinJoin hat priviligierte Informationen über die Quelle und das Ziel einer Transaktion und kann seine eigenen Coins ausschließen. Die Kosten für eine Sybil Attack betragen lediglich die Transaktionsgebühren für eine PrivateSend-Transaktion.

Aktueller Stand der Technik

Während Lösungen für die beiden genannten Probleme bekannt sind, wurden die Angriffsmöglichkeiten noch nicht eliminiert. Die Masternode Snooping Attack kann durch sogenanntes “Masternode Blinding” mitigiert werden. Dies bedeutet, dass die Masternodes selbst nichts über die Herkunft oder das Ziel einer PrivateSend-Transaktion wissen.

Die Sybil Attack könnte durch eine Runde des Mixens mit sich selbst umgangen werden. Dafür ist es allerdings nötig, dass die Transaktion nicht von tatsächlichen Multi-Parteien-Mixings zu unterscheiden sind. Aktuell ist auch dies noch nicht im Dash Protokoll integriert.

Für die eigene Privatsphäre empfiehlt es sich, die maximal mögliche Anzahl an Mixing-Runden zu nutzen. Allerdings kann dies im Vergleich zu anderen Transaktionen im Dash-Netzwerk teurer werden.

Blick in die Zukunft

Mit Dash Evolution soll das PrivateSend-Feature neu überarbeitet werden. Masternode Blinding soll implementiert werden. Der Release für die DashPay Evolution Wallet auf dem Livenet soll im Februar 2018 veröffentlicht werden.

Zusammenfassung

Dash ist eine Kryptowährung mit einem einzigartigen Governance Model der Masternodes. Die Masternodes ermöglichen das Feature “PrivateSend”, bei dem Teilnehmer ihre Dash in einem CoinJoin mischen und damit die Herkunft verschleiern. Die erreichte Anonymität basiert nicht auf Kryptographie (wie RingCT bei Monero oder Zero Knowledge Proofs bei Zcash) und kann momentan durch bösartige Teilnehmer im System kompromittiert werden. Für maximale Sicherheit empfehle ich immer, die maximale Anzahl an Mixing-Runden zu nutzen.

BTC-ECHO

JETZT NEU: DER BTC-NAVIGATOR

Das deutschsprachige Blockchain-Ökosystem an einem Platz vereint:

HANDELSPLÄTZEJOBSEVENTSUNTERNEHMENPRODUKTEAKZEPTANZSTELLENWEBSEITEN

Mehr zum Thema:

Ähnliche Artikel

IOTA veröffentlicht Roadmap für Coordicide
IOTA veröffentlicht Roadmap für Coordicide
Altcoins

Am 29. Mai dieses Jahres hat IOTA den Coordicide angekündet, dahinter verbirgt sich die Abschaltung des Koordinators, der IOTA-Transaktionen überwacht. Nun hat die IOTA Foundation eine Roadmap vorgestellt.

Bitcoin-Börse BitFinex und Tether ziehen sich aus der Verantwortung
Bitcoin-Börse BitFinex und Tether ziehen sich aus der Verantwortung
Krypto

Der Gerichtsprozess rund um die in Verruf geratene Bitcoin-Börse BitFinex und den Stable-Coin-Anbieter Tether geht in eine neue Runde. Nun sagt einer der Anwälte der Firmen, dass weder BitFinex noch Tether Kunden in den USA betreuen würden.

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

IOTA veröffentlicht Roadmap für Coordicide
IOTA veröffentlicht Roadmap für Coordicide
Altcoins

Am 29. Mai dieses Jahres hat IOTA den Coordicide angekündet, dahinter verbirgt sich die Abschaltung des Koordinators, der IOTA-Transaktionen überwacht. Nun hat die IOTA Foundation eine Roadmap vorgestellt.

Steve Wozniak: Apple-Mitgründer will nach Malta
Steve Wozniak: Apple-Mitgründer will nach Malta
Tech

Der Apple-Mitgründer Steve Wozniak gab bei einer Podiumsdiskussion seine Zukunftspläne bekannt. Was ihn bewegt, nach Malta zu gehen und welche Unternehmensidee er unterstützen will.

Datenleak bei Bitcoin-Börse QuickBit enthüllt Kundendaten
Datenleak bei Bitcoin-Börse QuickBit enthüllt Kundendaten
Sicherheit

Die Bitcoin-Börse QuickBit hat versehentlich große Datenmengen geleakt. Über Tage kursierten sensible Kundendaten ohne Firewall für jedermann einsehbar im Internet. QuickBit-Kunden wird geraten, ihr Passwort zu ändern.

Deutsche Bundesbank sieht Bitcoin als „spekulatives Nischenprodukt“
Deutsche Bundesbank sieht Bitcoin als „spekulatives Nischenprodukt“
Unternehmen

Für die Deutsche Bundesbank hat das Kursgebaren von Bitcoin & Co. in den letzten Jahren vor allem eines gezeigt: Dass Kryptowährungen weder als Zahlungsmittel noch als Wertspeicher taugen. Anders blickt die Zentralbank auf das Potenzial von Stable Coins. Gegenüber dem Facebook-Coin Libra nimmt die Bundesbank eine argwöhnisch-abwartende Haltung ein.

Angesagt

Trading-App Robinhood sammelt 323 Millionen US-Dollar ein
Invest

Die Trading-Plattform Robinhood sammelt in einer Series-E-Funding-Runde 323 Millionen US-Dollar ein. Damit ist das Unternehmen mit 7,6 Milliarden US-Dollar bewertet. Das Geld soll auch in den Ausbau der Krypto-Sparte fließen, diese ist jetzt bereits in 30 US-Bundesstaaten verfügbar.

Bitcoin-Gerüchteküche: Justin Sun in China angeklagt
Szene

Neues aus der Bitcoin-Gerüchteküche. Gegen Justin Sun soll aktuell ermittelt werden. Die Gerüchte kamen auf, als der Gründer und Vorsitzende der Kryptowährung TRON sein Krypto-Dinner mit Warren Buffet und „Größen“ aus dem Bitcoin-Ökosystem abgesagt hat.

Bitcoin-Börse BitFinex und Tether ziehen sich aus der Verantwortung
Krypto

Der Gerichtsprozess rund um die in Verruf geratene Bitcoin-Börse BitFinex und den Stable-Coin-Anbieter Tether geht in eine neue Runde. Nun sagt einer der Anwälte der Firmen, dass weder BitFinex noch Tether Kunden in den USA betreuen würden.

BaFin genehmigt ersten Immobilien-Token
STO

Die BaFin genehmigt das erste deutsche Security Token Offering (STO) für blockchainbasiertes Immobilieninvestment und das zweite deutsche STO überhaupt. Damit gibt die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht den Startschuss für digitale Wertpapiere im Real-Estate-Bereich. Ein neues Anlagevehikel?

Warte mal kurz ... !

Kennst du schon unseren Newsletter? Wir versorgen dich kostenlos mit den spannendsten News der Krypto- und Blockchainszene: