Token Fail: Forbes-Partner scheitert an ICO

Christopher Klee

von Christopher Klee

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Christopher Klee

Christopher Klee hat Literatur- und Medienwissenschaften sowie Informatik an der Universität Konstanz studiert. Seit 2017 beschäftigt sich Christopher mit den technischen und politischen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

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Wie gewonnen, so zeronnen: Am 9. Oktober erst verkündete Matt Coolidge, Mitbegründer der Journalismus-Blockchain Civil, stolz die mit Forbes beschlossene Kooperation. Die Zusammenarbeit sei ein „Meilenstein für den blockchainbasierten Journalismus“, frohlockte Coolidge seinerzeit auf Medium. Die Freude war jedoch nur von kurzer Dauer. Wie Firmen-Gründer Matthew Iles auf seinem Medium-Blog bekannt gab, ist das Initial Coin Offering (ICO) für den CVL-Token gescheitert.

Die Journalismus-Blockchain Civil hat einen herben Rückschlag hinnehmen müssen. Das Initial Coin Offering (ICO) des plattformeigenen CVL-Token ist am 15. Oktober ausgelaufen, ohne das Investitionsziel von mindestens acht Millionen US-Dollar zu erreichen.

„Es ist ein Rückschlag, jedoch kein Schock“,

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kommentierte Firmen-Chef Matthew Iles den fehlgeschlagenen CVL-Token-Sale auf Medium. In der Tat hat sich das Scheitern des ICOs spätestens seit Iles’ Hilferuf am 10. Oktober abgezeichnet. In einem Post mit dem Titel „Die elfte Stunde des Civil Token Sale“ legte Iles offen, dass man noch weit von dem angedachten Soft Cap in Höhe von acht Millionen US-Dollar entfernt war.

Civil gibt nicht auf

Zu diesem Zeitpunkt waren lediglich etwas über zwei Millionen US-Dollar in den Token Sale geflossen. Das lag weit unter den Erwartungen der Civil Media Company zu Beginn des Token Sale am 18. September: Immerhin peilte man selbstbewusst ein Hard Cap von 24 Millionen US-Dollar an.

Mit 1,1 Millionen US-Dollar erwarb das Blockchain-Unternehmen ConsenSys die meisten CVL-Token. Lediglich ein weiterer Investor beteiligte sich mit mehr als 10.000 US-Dollar an dem ICO. Trotzdem hoffte Iles zu diesem Zeitpunkt noch auf ein Erreichen der Acht-Millionen-US-Dollar-Marke.

Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt und kann im Fall von Civil auch einen fehlgeschlagenen ICO überleben. Man wolle nach vorne blicken, so Iles am 16. Oktober auf Medium. Zunächst sollen alle beteiligten Investoren eine vollständige Rückerstattung ihrer Gelder erhalten. Es sei denn, sie haben vor, sich am nächsten ICO zu beteiligen. Ein solcher ist laut Iles nämlich bereits in Arbeit. Man wolle den Investitionsprozess einfacher gestalten. Ferner möchte Iles an dem Plan, die Civil-Plattform zum Jahresbeginn 2019 zu lancieren, festhalten. Deshalb sei es „eine Frage von Wochen, nicht Monaten“, bis Civil einen erneuten Anlauf unternimmt, den CVL-Token unters Volk zu bringen. Immerhin hat man mit Forbes bereits einen namhaften Kooperationspartner vorzuweisen.

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